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Analyse

Donald Trump und die Bagdadi-Tötung: Ein Erfolg mit vielen Fragezeichen

Die Tötung von Terror-Anführer Bagdadi ist ein grosser Erfolg für Donald Trump. Doch in der Stunde des Triumphs nährt der US-Präsident neue Zweifel an seiner Weitsicht.

Fabian Reinbold, Washington / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Es war eine Stunde des Triumphs für Donald Trump – oder sollte es zumindest werden. 

Der US-Präsident verkündete vor der Weltöffentlichkeit ausführlich, wie US-Einheiten den langgesuchten Führer der Terrormiliz «Islamischer Staat» ausfindig gemacht hätten und sich Abu Bakr al-Bagdadi nach einem Gefecht per Sprengstoffweste das Leben genommen habe.

Was sich in Nordsyrien zugetragen hatte, hatte Trump nach eigenen Angaben im Situation Room im Keller des Weissen Hauses verfolgt. Er gab das Geschehen sehr anschaulich wieder.

In der Erzählung Trumps erscheint der gefürchtete Terror-Chef als Feigling. «Er starb wie ein Hund, er starb wie ein Feigling», sagte Trump. Er breite genüssliche die Szenerie aus, wie Bagdadi am Ende Zuflucht in einem Tunnel gesucht habe, gejagt von Hunden des US-Militär und per Sprengstoffweste nicht nur seinem Leben, sondern auch dem drei seiner Kinder ein Ende gesetzt habe.

Eine letzte Demütigung

Trump nutzte den Auftritt vor der Weltöffentlichkeit, um den IS-Anführer und dessen Anhänger noch einmal demütigen. Letztere bezeichnete er als «Loser» und als «verängstigte Welpen». Die Hunde-Metapher zog sich durch seinen 48-minütigen Auftritt.

Donald Trump kostete den Erfolg also auf seine ganz eigene Weise aus. Und ein Erfolg ist es in dreierlei Hinsicht. 

Zum einen war es lang erklärtes Ziel der USA, Bagdadi auszuschalten. Trump hatte seinen Militärs freie Hand gegeben, energischer gegen den «Islamischen Staat» vorzugehen, und mit entscheidender Hilfe der kurdischen Kämpfer wurde erst das physische Kalifat um Rakka geknackt. Nun wurde unter Trumps Regentschaft der meistgesuchte Terrorist auf Erden ausgeschaltet.

«IS»-Chef Bagdadi erscheint erstmals nach fünf Jahren in Video
Und wo bleibt das Video 😳🤔?!

Hier zumindest das aktuelle Bild vom ihm.....

Abu Bakr al-Bagdadi, langgesuchter Führer der Terrormiliz «Islamischer Staat».

Es war auch eine bemerkenswerte Aktion inmitten eines chaotischen Abzugs von Truppen aus Syrien, der das US-Engagement gegen den IS-Terror in Zweifel gezogen und das Gebiet Syrien, der Türkei und Russland überliess.

Die Mission der US-Truppen, laut Trump ohne eigene Verluste verdeutliche Amerikas militärische Kapazitäten inmitten des Abzugs, für den Trump von allen Seiten in den USA kritisiert wird. Trump kann im aufziehenden Wahlkampf auf diesen handfesten, leicht verständlichen Erfolg verweisen: Wir haben den IS-Chef getötet.

Ein Befreiungsschlag 

Drittens stellt die Nachricht es einen Befreiungsschlag für den so stark wie noch nie unter Beschuss geratenen Präsidenten dar. Die Debatte in Washington wird dominiert von der Impeachment-Untersuchung, in der immer mehr belastende Beweise gegen Trump zusammengetragen werden. Das Repräsentantenhaus wird ihn aller Voraussicht nach anklagen, zudem befürworten immer mehr Amerikaner eine Amtsenthebung. Die Tötung Bagdadis verschafft Trump zumindest eine Atempause.

In this photo provided by the White House, President Donald Trump is joined by from left, national security adviser Robert O'Brien, Vice President Mike Pence, Defense Secretary mark Esper, Joint Chiefs Chairman Gen. Mark Milley and  Brig. Gen. Marcus Evans, Deputy Director for Special Operations on the Joint Staff, Saturday, Oct. 26, 2019, in the Situation Room of the White House in Washington. monitoring developments as U.S. Special Operations forces raid that took out Islamic State leader Abu Bakr al-Baghdadi. (Shealah Craighead/The White House via AP)

Trump und Vizepräsident Mike Pence während der Operation. Bild: AP

Allerdings war es Trump selbst, der bei seinem Auftritt neue Angriffsfläche für Kritik an seiner Syrien-Politik bot und seine innenpolitische Krise noch befeuerte.

Ganz anders als Barack Obama , der im Mai 2011 die Tötung Osama Bin Ladens in nüchternen neun Minuten verkündete, beliess es Trump nicht dabei, er schmückte nicht nur aus, er blieb auch noch eine lange Zeit am Pult, um Fragen der anwesenden Reporter zu beantworten.

Trumps Danksagung erntet prompt Kritik

Und seine Antworten boten prompt Anlass für Widerspruch und Futter die Schlussfolgerung, dass Trumps Amerika doch nicht so stark dastehe, wie der Präsident es beschrieb.

Trump dankte für die Unterstützung bei der Mission Russland, der Türkei, Syrien, dem Irak. Dann erst erwähnte er die kurdischen Einheiten für «gewisse Unterstützung» – damit nährte er neue Zweifel an Amerikas Unterstützung für die durch die türkische Offensive vertriebene Volksgruppe. Ihre Spitzel hatten nach eigenen Angaben der Kurden vor fünf Monaten begonnen, Geheimdiensterkenntnisse zu Bagdadi an die Amerikaner weiterzureichen. US-Regierungsvertreter lobten den kurdischen Beitrag ebenfalls als zentral, doch Trump sprach ihnen also an letzter Stelle Dank aus.

Erfolg dank oder trotz Trump?

Schnell gab es Stimmen aus dem Regierungsapparat, dass Trumps kurzfristiger Abzug der Truppen die monatelang geplante Aktion fast durchkreuzt habe und das Risiko des Scheiterns erhöht habe. Der Tod Bagdadis, so fasste die «New York Times» die Äusserungen namentlich nicht genannter Vertreter von Militär und Geheimdiensten zusammen, sei «grösstenteils trotz Trumps Handlungen erfolgt».

Im Anschluss zeigte Trump wieder, dass es ihm auch in der Stunde des Triumphs vor allem um sich ging. Er hatte darauf verzichtet, die Chefin des Repräsentantenhauses oder die Geheimdienstausschuss zu informieren – laut seiner Aussage aus Sorge, das könne die Sicherheit der Einsatzkräfte gefährden.

Tatsächlich dürfte der eigentlich üblichen Information die Impeachment-Untersuchung im Wege gestanden haben. Er beklagte sich unter anderem über die Demokraten und die Europäer, die im Umgang mit IS-Kämpfern keine Hilfe seien.

Trumps seltsamer Bin-Laden-Exkurs

In seinem offensichtlichen Bemühen, Amtsvorgänger Obama zu übertrumpfen, behauptete Trump gar, die Festnahme Bagdadis sei grösser als jene Osama bin Ladens, die sein Vorgänger im Mai 2011 verkündet hatte.

Er verstieg sich gar zu der Behauptung, dass er in einem Buch bereits vor bin Laden gewarnt habe. Hätte man das nur besser gelesen, hätte der 11. September vielleicht verhindert werden können, lautete sein sinngemässe Botschaft. «Ich habe ein grossartiges Buch geschrieben, aber ich bekomme keinerlei Würdigung dafür», beklagte sich der mächtigste Oberbefehlshaber der Welt also in der Stunde des Triumphs vor der Weltöffentlichkeit.

Es ging dabei nicht mehr um die US-Strategie gegen den islamistischen Terror, die Rache für zahlreiche Amerikaner, die IS-Terroristen getötet haben, oder eine Kampfansage gegen Bagdadis Nacheiferer, sondern vor allem nur um: Trump selbst.

Hier zeigte sich der mächtigste Oberbefehlshaber der Welt als geplagt von Selbstüberhöhung und Selbstmitleid. Das sendete ein deutlich schwächeres Signal an die Welt als die erfolgreiche Tötung Bagdadis unter schwierigen Umständen.

Trump auf dem Titel

Trumps «Impeachment» erklärt:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Cyberpunk 29.10.2019 00:26
    Highlight Highlight Da war doch einmal dieser Tweet..
    Benutzer Bild
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 29.10.2019 15:49
      Highlight Highlight Der gilt nur für andere.
      Bei sich selbst sieht es gaaaaaaaanz anders aus. Trump nimmt natürlich äußerst gerne Gratulationen dafür an, dass er während dem eigentlich Einsatz am Golf spielen war und anschließend ein lächerliches Foto gestellt hat. 😂
  • Bert der Geologe 28.10.2019 10:50
    Highlight Highlight Trump lügt, Trump erzählt Märchen, Trump trampelt ziellos im Nahen Osten rum. Aber: Trump kann nun sagen: "ich habe den IS Anführer getötet". Damit ist er der Held für seine Anhänger und das wird so bleiben. Nicht dass die Geschichte mit vielen Lügen und Halbwahrheiten ausgeschmückt ist. Nicht dass er mehr Hindernis als Hilfe war. Nicht dass Trump selber feige ist und seinerzeit den Militärdienst verweigert hat. Nein: "Ich habe Bagdadi getötet". Das kommt rüber.
    • Bruuslii 28.10.2019 12:16
      Highlight Highlight wie hat er das blos eigenhändig geschaft? mit einem golfschläger?
    • Bruuslii 28.10.2019 12:36
      Highlight Highlight hier noch der beweis
      Benutzer Bildabspielen
  • COLD AS ICE 28.10.2019 10:50
    Highlight Highlight bitte anerkennt doch diesen erfolg. schlussendlich weis niemand die genaue wahrheit....ausser natürlich die direkt beteiligten. wichtig ist doch der fakt das ein grauenhafter verbrecher endlich geschnappt und neutralisiert wurde.
    • *klippklapp* 28.10.2019 12:31
      Highlight Highlight Leider zeigt diese Art von "Erfolg" genau, was falsch läuft bei der so genannten Terrorverfolgung. Mann meint, man könne die Anführer einen Terrororganisation umbringen und somit den Terror besiegen. Die Geschichte seit 2001 zeigt, dass sowohl die Terroristen, als auch ihre verrückten Anführer nachwachsen... Es braucht eine 180° Wende beim Kampf gegen den Terror!
      Und ja, genau die gleiche Haltung hatte ich auch, als unter Obama Bin Laden erschossen wurde.
    • Der_Andere 28.10.2019 13:12
      Highlight Highlight Ich anerkenne diesen Erfolg. Aber für mich ist es ein Erfolg der entsprechenden Stellen und Institutionen und keiner des Präsidenten. Bin Ladens Tötung halte ich auch nicht für eine Leistung Obamas, sondern für eine der Geheimdienste und Spezialkräfte.

      Aber...
      Den Erfolg politisch dermassen auszuschlachten, halte ich trotzdem für stillos, überheblich und potentiell gefährlich.
      Durch solches Verhalten treibt man nur mehr Rekruten in die Hände des IS und provoziert Vergeltungsschläge, welche wahrscheinlich entweder gegen Zivilisten oder Militärangehörige gerichtet sein werden.
  • HAL9000 28.10.2019 10:43
    Highlight Highlight Einer geht, ein Neuer wird kommen.

    Schön wie Trump Aggressionen schürt im Osten und sogleich wieder für Arbeit sorgt für seine Armee.

    Ich hoffe dass es nicht wieder zu einem "Inside-Job" kommt damit die USA Demokratie in östliches Land bringen "muss".

    Zudem hat Trump selber rein gar nichts bewirkt für diese Tat, das ganze läuft nebenbei parallel zu seiner Amtszeit. Er ist nur per Zufall aktuell Präsident.

    Fragt sich wer hier am Ende mehr verliert.
  • Froggr 28.10.2019 10:15
    Highlight Highlight Die Welt sollte Trump und seinem Land ein weiteres Mal danken. Ein durchdachter, gelungener Einsatz. Nicht so wie der von Obama, unter welchem die Menschen heute noch leiden und sterben. Die Naivität hier ist unglaublich.
    • Lokutus 28.10.2019 11:15
      Highlight Highlight Verzeihung!!! Aber das muss ich jetzt loswerden: IDIOTISCHER kann man/frau das nicht kommentieren.
    • RicoH 28.10.2019 11:35
      Highlight Highlight Welcher Einsatz von Obama meinst du?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 13:32
      Highlight Highlight @Froggr
      Wenn du den Drohnenkrieg meinst, den hat dein Herr und Meister nicht nur extrem verstärkt, nein, er hat sogar die Berichterstattung darüber verboten.
      Ergo sterben durch die Hand von Trump nun massiv mehr Leute wegen Bombardements von Drohnen, als unter Obama.
      Aber solche Fakten sind dir ja egal, so lange du deine fanatische verherrlichung von Trump, eigentlich sinnfreies getrolle deinerseits, weiterhin ausleben kannst.
      Darum nun, aus tiefstem Herzen, keine Plattform für Dreckstrolle.
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 28.10.2019 10:07
    Highlight Highlight Dank der Kurden konnte der genaue Standort al Bagdadis überhaupt ermittelt werden. Er gilt als Märtyrer. Die Amis haben ihn in die Enge gedrängt. Die Rede Trumps ist nur peinlich und beleidigend.
  • homo sapiens melior 28.10.2019 09:07
    Highlight Highlight Mir fällt dazu eine Karikatur ein, die ich gestern bei einem Freund sah. Er meinte, sie sei eigentlich zu realistisch.
    Benutzer Bild
  • Tarzipan 28.10.2019 09:04
    Highlight Highlight Die Art und Weise wie Trump diesen Erfolg feiert, könnte selbigen zu einem Boomerang werden lassen, da sich Bagdadis Anhänger provoziert fühlen werden und dessen Tod nun umso mehr rächen wollen.
    Aber das hat Trump in seiner "unübertroffenen Weisheit" natürlich miteinberechnet.
  • Holly61 28.10.2019 09:02
    Highlight Highlight Mit welchem Recht bringen die USA Leute um, die sie nicht mögen oder denen sie Böses unterstellen ? Wo ist das Gerichtsurteil ?
    Der größte Terrorist ist der jeweilige amerikanische Präsident, ob er nun Obama oder Trump heißt.
    • Holunder 28.10.2019 09:38
      Highlight Highlight Die USA haben Bagdadi nicht getötet. Der hat sich doch selbst in die Luft gesprengt...
  • luegeLose 28.10.2019 08:59
    Highlight Highlight Es ist ein Fehler, ueber einen besiegten Gegner so herzufahren, nicht zu sprechen ehrlos. Genau diese Arroganz und Verachtung war einer der Gruende, warum Terrornetze wie Alkaida so stark wurden.
    • Froggr 28.10.2019 10:17
      Highlight Highlight Der Westen ist an Arroganz nicht zu überbieten. Auch Europa ist schlimm. Immer allen versuchen aufzuzwingen, wie sie zu leben haben (bsp. Menschenrechtsgaga in Arabien). Lasst die Menschen und macht euer Ding verehrte Politiker und EU Beamte.
    • RicoH 28.10.2019 13:42
      Highlight Highlight froggr

      kannst du auch in Konkret oder nur in Plattitüden kommentieren?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 14:41
      Highlight Highlight @Rico
      Er ist ein Rechtstroll.
      Ist für ihn wie ein Orgasmus wenn er seine blinde und argumentfreie Vergötterung für Trump der Welt mitteilen kann.
  • Dong 28.10.2019 08:47
    Highlight Highlight Diese Tötung war doch genauso fake wie die Bin Laden-Tötung (und an der war so ca. alles fake).

    Wenn man das positiv interpretieren möchte, dann braucht man den Feind jetzt nicht mehr und ist am Spuren Vernichten, die zynischere Variante wär, dass das schon Wahlkampf ist.

    So oder so sollte man das Töten, auch von Feinden, nie als Erfolg bezeichnen, im Krieg gilt "actio = reactio".
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 10:34
      Highlight Highlight Bring prüfbare Beweise, die nicht auf irgendwelchen kruden Posts auf Facebook oder YouTube basieren.
    • Dong 28.10.2019 14:27
      Highlight Highlight Beweisen wird schwierig, schliesslich hab ich Baghdadi nicht bei mir im Estrich. Ich hab aber Mühe, mir das vorzustellen, dass die USA mit der YPG jahrelang Nordsyrien kontrollieren und ihn nicht finden, und jetzt beim Abzug stolpern sie irgendwie drüber, und dann muss es natürlich schnell gehen, und leider sprengt er sich in die Luft und drum ist jetzt nichts mehr übrig. Das erinnert mich zu sehr an die Bin Laden-„Festnahme“, und was das für eine Comedy gewesen ist muss ich hoffentlich nicht wiederholen.
      Gegenfrage: glaubst du, das hat sich so zugetragen wie Trump das schildert?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 21:26
      Highlight Highlight Wieso sollte ich auch nur das kleinste Wort glauben, welches Trump absondert?
  • AFir 28.10.2019 08:32
    Highlight Highlight Ja, die Europäer werden Amerika hoffentlich nicht mehr helfen, nachdem sie gesehen haben, wie sie ihre Bündnispartner behandeln. Ich hoffe, alle Verbündeten der USA lassen sie von nun an im Stich. Das Gehabe von Donnie löst doch nur noch mehr Hass auf die USA aus... Mir geht's auch schon so, dass mir Putin und Russland lieber ist als die USA, was ich während Obama nie gedacht hätte... Ich kann die Gegner der USA recht gut versthen, auch wenn ich das Vorgehen der Terroristen gegen Zivilisten überhaupt nicht billige.
    • Saraina 28.10.2019 09:27
      Highlight Highlight Ich fürchte, die USA haben den Europäern mehr geholfen als umgekehrt. Trump möchte ja genau das ändern.

      Aber macht nichts, Putin wird Europa auch gern helfen.
    • kafibone 28.10.2019 10:08
      Highlight Highlight Man verpflichtet sich aus globaler Interesse gegen den IS vorzugehen und nicht weil man ein Verbündeter der USA ist.
      Zudem wäre Europa ganz sicher schlechter dran ohne die USA als umgekehrt, wenn man sich da mal an den 2. Weltkrieg erinnert.
    • malu 64 28.10.2019 10:18
      Highlight Highlight Warum sollte Europa nicht näher mit Russland zusammen arbeiten?
      Sie sind sehr
    Weitere Antworten anzeigen
  • irgendwie so: 28.10.2019 08:23
    Highlight Highlight Worte voller Hohn - mal schauen, wie mutig und heldenhaft Trump der (wahrscheinlich) unabwendbaren Anklage gegen ihn entgegentreten wird.

    • Froggr 28.10.2019 10:21
      Highlight Highlight Schauen wir dann wenn er 2020 wiedergewählt wurde ;-)
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 11:55
      Highlight Highlight Irgendwie hab ich das Gefühl, dass er, kurz vor dem Ende seiner Amtszeit, versucht zu verschwinden.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 13:27
      Highlight Highlight @Froggr
      Wie üblich nur am herumtrollen und Trump am verherrlichen ohne das geringste Argument in petto zu haben?
  • Mimimimi 28.10.2019 08:15
    Highlight Highlight Was für ein buch ist das?
    • Walter Sahli 28.10.2019 09:38
      Highlight Highlight "I'm the greatest...believe it, it's true! So true!" by The Greatest aka Donald Trump
    • just sayin' 28.10.2019 10:23
      Highlight Highlight bücher gibt es viele darüber.

      man muss auch nicht die hellste leuchte sein um das jahren zu erkennen, da es seid den 90ern bekannt ist, dass diese gruppierungen/interessen bestehen.

      clinton war einfach eine zu grosse hose und hat das ganze ignoriert (als es noch klein war).

      mit der folge dieses "nicht-handelns" schlagen wir uns (also die amis) jetzt herum.
  • Kramer 28.10.2019 08:00
    Highlight Highlight Definitiv eine gute Nachricht. Ich bin mir aber nicht sicher ob es ersten die Bedrohung durch den ISIS reduziert, da unklar ist, wie wichtig Bagdadi war, und zweitens wird dieser Erfolg nicht so hoch eingeschätz werden, da Bagdadi eher im Hintergrund stand, währen Bin Laden das Rampenlicht suchte.
  • Stratosurfer 28.10.2019 07:45
    Highlight Highlight Ich bin fassungslos, dass eine der grössten Demokratien der Welt einen offensichtlich geisteskranken Menschen als Anführer wählen konnte und eine breite Schicht der Bevölkerung ihn nach wie vor unterstützt. Was zur Hölle geht da ab?
    • Dr. Unwichtig 28.10.2019 08:03
      Highlight Highlight Hauptsächlich sind dies die Folgen eines faktischen 2-Parteien-Systems und der Tendenz, die eigene Vergangenheit zu glorifizieren. Das Verhalten der U.S.-Wähler wird für Europäer immer schwierig zu verstehen sein - der kulturelle Hintergrund ist bei weitem nicht so ähnlich, wie dies Viele glauben.
    • DerTaran 28.10.2019 09:32
      Highlight Highlight Bernd Höcke fast 25% in Thüringen, Marine Le Pen (oder noch schlimmer ihr Vater), Viktor Orbán in Ungarn usw.

      Ich glaube nicht, dass Europa so viel besser ist.
    • Tonii 28.10.2019 09:45
      Highlight Highlight Trump ist Symptom und nicht Ursache einer polarisierten amerikanischen Gesellschaft. Auch den meisten Trumpwählern ist bewust, dass Trump eigentlich nicht tragbar ist. Recht oder Unrecht ist bei den ganzen Kontroversen egal. Es geht jedoch um Sieg oder Niederlage einer im Niedergang stehenden Bevölkerungsschicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 28.10.2019 07:40
    Highlight Highlight Ja Bagdadi war zu Recht ein gesuchter Terrorist.
    Dennoch. Finde ich es nicht angebracht, den Tod eines Menschen, auf solcher Weise aus zu schlachten.
    Ihn noch zu verhöhnen.

    Was hat Trump zu dieser Aktion schon beigetragen, ausser sich selber auf die Schulter zu klopfen?

    Garantiert, wird sich herausstellen, das der Trumpel gar nicht im Raum war.
    Das er nichts live mit bekommen hat.
    Nur den Zusammenschnitt der Operation im Nachhinein.

    Wer würde riskieren, diesem Narzisten was über den Einsatz zu sagen?
    Der verrät doch alles gleich auf Twitter!
    • rodolofo 28.10.2019 08:15
      Highlight Highlight Das ist doch bei den grossen "Chef-Dealmakern" (und die Kleinherrscher-Cheflein sind eigentlich die Schlimmsten...) in Politik und Wirtschaft so üblich!
      Im Falle von Erfolgen übernimmt "Der Chef" mit seiner einzigartigen Genialität (die auch ein entsprechendes Gehalt rechtfertigt) die Verantwortung! Dass eigentlich die nun von Trump schmählich verratenen und im Stich gelassenen SYRISCHEN KURDEN die ganze Drecksarbeit gemacht haben, wird mit keinem Wort erwähnt...
      Im Falle von Misserfolgen, wie verheerenden Terroranschlägen, hat man damit nichts zu tun und kann nichts dagegen machen...
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 08:49
      Highlight Highlight Das Machtvakuum selbst ist schon gefährlich genug.
      Durch Trumps Show, in welcher er Bagdadi verhöhnt und sich selbst in den Hintern kriecht, macht die Situation erst recht unberechenbar.
      Ich sagte schon bei bin Laden, dass ein solches Machtvakuum gefährlich sei.
    • COLD AS ICE 28.10.2019 11:28
      Highlight Highlight @gawayn: oje oje......hast du etwa mitleid mit einem terroristen der übelsten sorte? das ist einfach nur noch erbärmlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Butzdi 28.10.2019 07:17
    Highlight Highlight “Der Tod Bagdadis sei ... «grösstenteils trotz Trumps Handlungen erfolgt».”
    Wenn man darüber nachdenkt, ist dies der schlimmste Teil.
    Die bekannten Chronologien zeigen, dass Trump nicht live zuschaute sondern am Golfen war. Sein Situation Room Photo ist 90 Minuten nach dem Übergriff gemacht worden und somit gibt es drei mögliche Schlussfolgerungen:
    - Trump ging lieber Golfen als seinen Job zu tun
    - Das Militär verheimlichte den Übergriff, bis es vorbei war damit Trump nichts via Twitter verraten konnte (für ihn ist das scheinbar immer noch eine Reality TV Show)
    - beides
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 08:46
      Highlight Highlight Mindestens 80% Wahrscheinlichkeit dass es beides war, nach meiner Einschätzung.
    • esclarmonde 28.10.2019 09:34
      Highlight Highlight Beides, ganz bestimmt.
    • Sandro Lightwood 28.10.2019 11:20
      Highlight Highlight Das Foto hat er auch nur gemacht, weil Obama auch so eines hatte. 🤷‍♂️

Impeachment-Hearings Tag 5: Holmes attackiert Giuliani, Hill Russlands Regierung

Die nächsten Auftritte von Zeugen stehen an: Am Donnerstag (15 Uhr MEZ) werden eine frühere Mitarbeiterin des Nationalen Sicherheitsrates, Fiona Hill, und ein Diplomat der US-Botschaft in der Ukraine, David Holmes, im Repräsentantenhaus befragt. Der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, hatte am Mittwoch nach Auffassung der Demokraten zentrale Vorwürfe gegen Trump in der Ukraine-Affäre bekräftigt. Trump sah sich dagegen durch die Aussage des Schlüsselzeugen entlastet.

Die Zeugin Fiona Hill: …

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