Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Matteo, Nordsyrien, Rojava, Westschweizer, Krieg, Türkei, Kurden, YPG, SDF.

Matteo mit einem syrischen Mädchen in Tel Rifaat. Bild: zvg

Warum dieser 23-Jährige Schweizer lieber in Nordsyrien stirbt, statt nach Hause zu kommen

Matteo war ein Schweizer Geschichtsstudent, bevor er sich der kurdischen Revolution in Rojava anschloss. Er fürchtet den Untergang der Kurden mehr als den Tod.



Matteo ist nicht Ihr echter Name. Wie heissen Sie richtig?
Hier in Rojava sind unsere Geburtsnamen bedeutungslos. Wir bekommen neue Namen. Ich möchte aber weder den Namen, den ich hier trage noch meinen richtigen Namen preisgeben.

Warum?
Ich habe unter anderem als Sanitäter gearbeitet und auch verwundete IS-Kämpfer medizinisch versorgt. Darunter solche, die ursprünglich aus Europa stammten. In den vergangenen Wochen gelang vielen von ihnen die Flucht aus den Gefängnissen. Einige werden jetzt versuchen, nach Europa zurückzureisen. Ich möchte nicht, dass diese Leute mein Gesicht mit meinem richtigen Namen und Wohnort in Verbindung bringen.

Sie stammen aus der Westschweiz?
Richtig. Ich bin 23 Jahre alt und bevor ich nach Rojava ging, war ich Student in den Fächern Geschichte und Politikwissenschaften und lebte im französischen Teil der Schweiz. Mehr präzisieren möchte ich nicht.

«Das ist echte und radikale Demokratie, die es so nirgendwo sonst gibt auf der Welt.»

Seit wann sind Sie in Rojava?
Seit eineinhalb Jahren. Nach der türkischen Militäroffensive in Afrin, beschloss ich, nach Rojava zu reisen.

Warum?
Schon in der Schweiz beschäftigte ich mich eingehend mit der kurdischen Revolution in Nordsyrien. Ich las Bücher, stand in Kontakt mit Kurden in der Schweiz und nahm an Veranstaltungen teil. Der Angriff auf die kurdische Stadt Afrin war der Auslöser für meinen Entschluss, das Projekt vor Ort in Nordsyrien zu unterstützen.

Matteo, Nordsyrien, Rojava, Westschweizer, Krieg, Türkei, Kurden, YPG, SDF.

Matteo an einer Demonstration gegen die türkische Invasion in Tel Rifaat. Bild: zvg

Und dafür waren Sie bereit, Ihr sicheres Zuhause in der Schweiz aufzugeben und sich mitten in ein Kriegsgebiet zu begeben?
Die Kurden haben in den letzten Jahren in Nordsyrien eine basisdemokratische Selbstverwaltung aufgebaut. Es gibt kommunale Rätestrukturen, in der auf jeder Stufe eine Frau und ein Mann den Vorsitz innehaben. Das ist echte und radikale Demokratie, die es so nirgendwo sonst gibt auf der Welt. Die Menschen dort haben unermüdlich für ihre Leute und für ihr Projekt gekämpft und grosse Verluste hinnehmen müssen. Was sie geschafft haben, muss verteidigt werden. Und so kann ich am meisten dazu beitragen.

Rojava - Die Demokratische Föderation Nordsyrien

Die Entstehung von Rojava geht einher mit dem Erstarken der Terrormiliz Islamischer Staat ab 2014 im Irak und Syrien. Völlig hilflos schaute damals die Weltgemeinschaft auf das Treiben der Schreckensherrschaft, bis die Dschihadisten bei der Schlacht um Kobane auf den erbitterten Widerstand der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und der Frauenverteidigungseinheiten YPJ stiessen. Die Kurden waren die ersten, denen es gelang es, die Terrormiliz zu schlagen. Von Kobane aus kämpften die kurdischen Einheiten weiter. Auf dem befreiten Gebiet errichteten die Kurden eine autonome Selbstverwaltung, die Demokratische Föderation Nordsyrien – besser bekannt unter dem Namen Rojava. Zunächst bestand das Gebiet aus den drei Kantonen Kobane, Afrin und Cizire. Heute zieht es sich über weite Strecken von Nordsyrien und beheimatet geschätzt fünf Millionen Menschen – Kurden, Araber, Christen, Armenier, Turkmenen und Assyrer. In Rojava soll eine multiethnische, multireligiöse und basisdemokratische Gesellschaft aufgebaut werden. Als einziger Ort der Welt wird in Rojava nach dem System des demokratischen Konföderalismus regiert. Das bedeutet, dass es für jede Institution, angefangen bei der kommunalen Verwaltung bis hin zur Präsidentschaft, immer eine Doppelspitze gibt – jeweils ein Mann und eine Frau. (sar)

«In den Familien sind es nicht mehr nur die Männer, die das Wort ergreifen. Jetzt sprechen auch die Frauen und die Männer haben gelernt, zuzuhören.»

Das klingt nach einer Utopie.
Ist es aber nicht. Natürlich ist das hier überhaupt keine perfekte Welt. Wie Sie selbst sagten: Wir befinden uns im Krieg, die Umstände sind extrem schwierig. Es gibt Angriffe von allen Seiten. Und gerade deswegen ist es umso verrückter, was die Leute hier in den letzten Jahren zustande gebracht haben. Am meisten beeindruckt mich die Revolution der Frauen. Wo man auch hinkommt, sind es die Frauen, die in der Verantwortung sind.

Und das lassen sich die Männer gefallen?
Nicht immer. Noch immer gibt es Männer, die sich von Frauen nichts sagen lassen. Solche Veränderungen brauchen Zeit und Bildung. Aber es ist spürbar, dass sich bereits viel verändert hat. In den Familien sind es nicht mehr nur die Männer, die das Wort ergreifen. Jetzt sprechen auch die Frauen und die Männer haben gelernt, zuzuhören.

Und was tun Sie in Rojava konkret?
Nach meiner Ankunft arbeitete ich zuerst in Cizire, dem Kanton im Osten von Rojava. Ich half zuerst bei landwirtschaftlichen Arbeiten mit. Später absolvierte ich eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Ich leistete sowohl an der Front als auch in verschiedenen Spitälern medizinische Hilfe.

«Das waren Gefangene. Und wenn Gefangene verwundet sind, dann werden sie behandelt. Selbst wenn sie Daesh sind.»

Und Sie sagten, Sie haben auch IS-Kämpfer medizinisch versorgt?
Ja, natürlich. Das war in der Nähe der Stadt Deir-ez-Zor in einem behelfsmässig eingerichteten Spital. Die Verwundeten, die bei uns landeten, kamen direkt von der Front. Und darunter waren auch Daesh (arabisch für IS-Kämpfer).

Matteo, Nordsyrien, Rojava, Westschweizer, Krieg, Türkei, Kurden, YPG, SDF.

Das Erste-Hilfe-Set von Matteo. Bild: zvg

Hat sich nicht alles in Ihnen dagegen gesträubt, IS-Kämpfern zu helfen?
Nein, das ist eine Frage der Humanität. Das waren Gefangene. Und wenn Gefangene verwundet sind, dann werden sie behandelt. Selbst wenn sie Daesh sind. An dieser Stelle finde ich es erwähnenswert, dass es in diesem Krieg keine andere Partei gab, die ihre Gefangenen so human behandelte, wie die Syrisch Demokratischen Kräfte (Militärbündis von Rojava). Aber das war nicht immer einfach. Es gab auch bedenkliche Situationen.

Zum Beispiel?
Einmal war ich gerade dabei, einen Daesh zu behandeln, als es draussen eine Explosion gab. Voller Hoffnung sah mich der Mann an und fragte, ob das die Türken seien. Er sagte mir, er sei sich sicher, dass er nicht lange im Gefängnis sein werde und bald hier wegkomme. Das war vor sechs Monaten.

«Ich war beeindruckt, wie schnell und wie bedingungslos die Leute hier bereit waren, für ihr Projekt und ihre Leute zu kämpfen.»

Denken Sie also, die IS-Kämpfer wussten, dass die Türkei bald in Nordsyrien einmarschieren wird?
Alle wussten, dass die Türkei Rojava angreifen wird. Erdogan hat ja schon nach dem Einmarsch in Afrin damit gedroht, dass nun auch der restliche Teil von Nordsyrien von der YPG (kurdische Volksverteidigungseinheiten) gesäubert werden müsse. Ich will nicht behaupten, dass die Türkei ihren Einmarsch mit den Daesh koordiniert hatten. Klar ist aber, dass die Türkei der Terrormiliz mit ihrer Invasion geholfen hat.

Inwiefern?
Indem jetzt vielen IS-Kämpfern die Flucht aus Gefängnissen gelungen ist und hunderte IS-Familien aus Flüchtlingscamps ausgebrochen sind. Diese Leute kämpfen jetzt zum Teil wieder in ihrer IS-Uniform in der Freien Syrischen Armee (syrische Rebellenmilizen) an der Seite der Türkei.

Wo sind Sie derzeit?
Seit vier Monaten bin ich in Tel Rifaat. Nach meiner Arbeit in dem Spital in Deir-ez-Zor kam ich hierher, weil es hier insbesondere an medizinischer Hilfe mangelt. In dem Gebiet um Tel Rifaat leben viele Flüchtlinge, die bei der türkischen Invasion in Afrin aus der Stadt vertrieben wurden. Diese Menschen haben sehr gelitten.

Sie arbeiten also hier wieder als Sanitäter?
Ich arbeite dort, wo es mich gerade braucht. Als Sanitäter, als Englisch-Lehrer, ich gebe Erste-Hilfe-Kurse, hab zusammen mit anderen eine kleine Zeitung mitaufgebaut.

Matteo, Nordsyrien, Rojava, Westschweizer, Krieg, Türkei, Kurden, YPG, SDF.

Matteo (ganz rechts) mit seiner Erste-Hilfe-Klasse. Bild: zvg

Wie ist derzeit die Situation in Tel Rifaat?
Momentan ist es gerade ruhig. Vergangene Nacht waren zwar Schüsse zu hören. Aber das ist hier normal. Die türkischen Besatzer im benachbarten Afrin liefern sich immer wieder Gefechte mit aufständischen Kurden.

Wie hast du die vergangenen Wochen seit Beginn der türkischen Invasion erlebt?
Ich war beeindruckt, wie schnell und wie bedingungslos die Leute hier bereit waren, für ihr Projekt und ihre Leute zu kämpfen. Natürlich ist auch eine grosse Wut und Trauer spürbar. Die meisten hier haben schon so viel verloren. Ihre Häuser, Angehörige. Und doch stellen sich ganze Familien in den Dienst der Verteidigungseinheiten, um dort zu helfen, wo sie können.

Am Montag einigten sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin auf einen Deal, der eine gemeinsame Kontrolle des gesamten nordsyrischen Grenzgebiets vorsieht. Was bedeutet das für Rojava?
Die Leute hier sind vor den Kopf gestossen und wütend, dass in irgendwelchen Hinterzimmern ein Deal ausgearbeitet wurde, ohne dass sie dazu befragt worden sind. Wir wissen nicht, wie es jetzt weitergeht. Wir warten ab.

«Meine Eltern unterstützen die Revolution in Rojava und wissen, dass das was ich mache, richtig ist. Sie wünschten sich einfach, dass nicht ich, sondern jemand anderes es tun würde.»

Der russische Aussenminister sagte, dass sich die Kurden jetzt vollständig aus der 30 Kilometer breiten Sicherheitszone zurückziehen werden. In dieser Zone liegt auch Tel Rifaat.
Die Bewohner sind verwirrt und wissen nicht, was sie tun sollen. Stellen Sie sich das mal vor: In Rojava leben Kurden, Araber, Christen, Aramäer, Yesiden. Sie sind geschützt, die Kinder können in die Schule gehen, wo sie ihre Sprache sprechen dürfen. Sie haben Angst, dass sie jetzt all das, was sie sich in den letzten Jahren aufgebaut haben, verlieren.

Und was machen Sie?
Ich bleibe hier und unterstütze diese Menschen wo ich nur kann.

Was sagen Ihre Eltern? Sind die nicht in wahnsinniger Sorge?
Doch schon. So wie auch die Mütter und Väter hier besorgt sind, wenn ihre Kinder an der Frontlinie sind. Aber meine Eltern unterstützen die Revolution in Rojava und wissen, dass das was ich mache, richtig ist. Sie wünschten sich einfach, dass nicht ich, sondern jemand anderes es tun würde.

Haben Sie keine Angst zu sterben? Sie sind 23 Jahre alt…
Jeder, der sagt, er habe keine Angst zu sterben, lügt. Aber wovor ich viel mehr Angst habe ist, dass sich all der Schmerz von Afrin in ganz Rojava ausbreitet. Dass die Leute massakriert werden. Hierzubleiben ist mir wichtiger, als nicht zu sterben.

Türkei startet Offensive gegen Kurden in Syrien

Syrische Armee unterstützt Kurden in Nordsyrien

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

81
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
81Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nixnutz 26.10.2019 10:54
    Highlight Highlight War ja absehbar, dass die Kurden die Bewachung der Gefängnisse für die IS-Kämpfer reduzieren, wenn sie angegriffen werden. Bei dieser Gelegenheit noch ein aufrichtiges Dankeschön an Frau Bundesrätin Keller-Sutter: Jetzt werden die IS-Kämpfer unkontrolliert nach Europa und in die Schweiz zurückkommen, weil wir resp Keller-Sutter sich weigerte diese zurückzunehmen.
  • Vinyl only 25.10.2019 23:19
    Highlight Highlight in diesen kreisen, in diesem zusammenleben könnten wir so viel lernen. nur steht sich die menschheit wie immer selbst auf den füssen und zerstört, was entwicklung bedeutet. 💔
  • Dong 25.10.2019 16:37
    Highlight Highlight Sorry, aber da wird einfach die nächste Kuh durchs Dorf getrieben: Früher hat man die Freie Syrische Armee zum Hoffnungsträger Syriens erkoren, jetzt wo jeder weiss, wie nahe die FSA der Qaida steht hüpfen wir für die Kurden (nachdem zuvor jahrelang kein Wort verloren wurde über die plötzlich so tolle sozialistische Initiative). Wenn das alles im aufrechten Interesse (!) der dortigen Bevölkerung wäre würde ich nichts sagen, aber da habe ich das Vertrauen in die Medien zu sehr verloren.

    Möge Syrien Frieden finden, aber das wird nicht passieren, wenn weiterhin alles nur ihre Proxies hätscheln.
    • Enzasa 25.10.2019 18:32
      Highlight Highlight Man sollte niemals nur einem Medium glauben.
      Informiere dich bei unterschiedlichen Menschen frag Kurden, frag Türken, frag Syrer?
      Die Menschen und ihre Geschichten sind hier.
  • ATOR 25.10.2019 15:45
    Highlight Highlight Ich bewundere diesen Jungen Mann.Ich war im Militär auch Sanitäter und hätte nie einen Unterschied gemacht wem ich Helfe.Es gibt als Sani nicht Freund oder Feind.......es gibt nur Menschen die Hilfe brauchen.
  • P. Silie 25.10.2019 15:06
    Highlight Highlight Ich denke ich beginne zu verstehen, weshalb so viele Linke so stark mit den Kurden sympathisieren -> Auszug aus Wikipedia über Rojava Conflict:

    Goals:
    Libertarian socialism
    Semi-direct democracy
    Gender equality
    Eco-socialism
    Federalization of Syria

    Scheint es nur so, oder seht ihr darin tatsächlich wieder einen neuen Funken Hoffnung für Eure sozialistische/kommunistische Ideologie, auf dass es doch hoffentlich einmal gelingen möge?

    Ist eine ernst gemeinte Frage - denn der Fokus auf die Kurden ist irgendwie entlarvend?
    • Nino F. 25.10.2019 18:19
      Highlight Highlight Was gibt es da zu "entlarven"? Die kurdische Linke strebte früher einen sozialistischen Staat an. Vor einigen Jahren gabs eine ideologische Wende hin zum demokratischen Konföderalismus, eine Form des freiheitlichen Sozialismus. Die linke kurdische Bewegung strebt keinen Nationalstaat an, sondern regionale Selbstbestimmung und ein friedliches Zusammenleben unabhängig von ethnischer und religiöser Zugehörigkeit. Hinzu kommt ein Fokus auf Frauenrechte und Ökologie. Linke und fortschrittliche Menschen unterstützen linke und fortschrittliche Projekte. Das nennt man internationale Solidarität.
    • Doppelpass 25.10.2019 18:27
      Highlight Highlight Ernst gemeinte Antwort:
      Klar ist es der Funken der Hoffnung, dass nicht nur endlich ein Volk einen Staat erhält, welches ihm vom den damaligen Kolonialmächten einfach am Reissbrett abgesprochen wurde, sondern dass auch noch eine Gesellschaft entsteht, welche im Unterschied zu allen anderen Staaten im mittleren Osten, nicht totalitär und diktatorisch, sondern demokratisch, partizipativ und rechtsstaatliche sein wird.
      Das hast du ganz richtig entlarvt. Eine neue Sowjetunion ist übrigens wohl eher nicht geplant. Das ist eher Putins Traum.
      So sehen WIR das. Wie seht IHR das und wer seid IHR?
    • SUF 25.10.2019 18:32
      Highlight Highlight Ich bin bestimmt kein „Linker“, fand aber die Frage interessant.

      Seien wir ehrlich, der Kapitalismus ist in vielen Bereichen pervetiert. Ebenfalls ist der Traum von Chancengleichheit, Fairness und Gemeinsamkeit einfach schön.

      Wenn dann Menschen solche Errungenschaften in schwierigsten Verhältnissen erreichen, dann wirkt das mitreissend.

      In der Schweiz geht es uns so gut. Aber kritisch hinterfragt: Wieso und zu Lasten von wem? Wird es immer so weitergehen oder kollabiert das System? Je nach Beurteilung/Standpunkt wünschen sich dann einige Änderungen, andere überhaupt nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sam Regarde 25.10.2019 14:51
    Highlight Highlight Ein Stück mutiger als Ueli, dieser Matteo! Hochachtung.
  • Knety 25.10.2019 14:39
    Highlight Highlight Ehrenmann! 👍
  • Basswow 25.10.2019 14:20
    Highlight Highlight Wow! Mein tiefster Respekt!
  • Nino F. 25.10.2019 13:39
    Highlight Highlight Was man tun kann? Flagge zeigen!
    Schweizweite Demonstration in Solidarität mit Rojava am Samstag, 26.10.19 14 Uhr, Schützenmatte Bern
    #RiseUp4Rojava
    Benutzer Bild
  • geissenpetrov 25.10.2019 13:29
    Highlight Highlight https://www.arte.tv/de/videos/083960-000-A/freiwillig-in-der-hoelle-von-rakka/

    Bis heute ist wenig bekannt, dass 2017 auch internationale Kämpfer Seite an Seite mit den kurdischen Kampfbrigaden im syrischen Rakka gegen den Islamischen Staat gekämpft haben. Dabei handelt es sich um Freiwillige aus aller Welt, viele ohne militärische Erfahrungen. Die Dokumention fragt nach ihren Motivationen und trifft sie in ihren Heimatländern und direkt im Kampfgeschehen um Rakka.
  • Doppelpass 25.10.2019 13:29
    Highlight Highlight Es scheint deutlich, dass emanzipatorische, demokratische Entwicklungen (Rojava), bei totalitären Regimes (Russland, Türkei) grösseren Ängste auslöst als die Bestrebungen nach einem anderen totalitären Staat (Kalifat/is).
    Werte wie Freiheit und Gerechtigkeit scheinen mächtiger als Demut und Ordnung.
  • bigbackclock 25.10.2019 12:41
    Highlight Highlight Das ist Euphemismus in Reinkultur!
    • Enzasa 25.10.2019 18:48
      Highlight Highlight Warum?
      Natürlich sieht der junge Mann die Demokratiebewegung unter den Kurden, positiver als sie ist. Er will sein Leben im Ernstfall opfern.
      Wenn wir die Euphorie abziehen, bleibt immer noch Demokratieverständnis und Streben übrig.
      Und zwar soviel, dass Erdogan und Assad um ihre Macht fürchten.
  • Chrigi-B 25.10.2019 12:33
    Highlight Highlight Junger Mann, beteilige dich nicht an Kampfhandlungen oder du wirst angeklagt und es droht dir ein längerer Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen bei deiner Rückkehr...
  • Mcapple 25.10.2019 12:30
    Highlight Highlight Ich finde den Freiheitskampf der Kurden und die Haltung des Mannes bewundernswert.
    Meiner Ansicht nach könnte aber der Artikel journalistisch aufgewertet werden.

    Bspw. werden ohne Erläuterungen Aussagen der eher linksgesinnten, europäischen Unterstützer der Kurden transportiert (insb. Demokratie + Feminismus). Interessanterweise können sich die Kurden vor Ort nicht komplett mit deren Auslegung identifizieren, darauf deuten div. Interviews mit Kommandanten und anderen Kurden hin.

    Auch fehlt mir die rechtliche Einordnung, denn der junge Mann macht sich des „fremden Militärdiensts“ schuldig.
    • JaneSodaBorderless 25.10.2019 14:06
      Highlight Highlight Zur rechtlichen Einordnung: Matteo leistet keinen Militärdienst. Er leistet humanitäre Hilfe.
      Im Interview ist ersichtlich welcher Form der Unterstützung er nachgeht ;-)
    • SaraSera 25.10.2019 14:09
      Highlight Highlight Schade haben Sie den Artikel nicht gelesen. Dann kämen Sie nicht auf so wirre Schlussfolgerungen.
    • Chrigi-B 25.10.2019 14:47
      Highlight Highlight Naja, eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit dem Demokratie Teil wäre durchaus angebracht - wie ich von 2 kurdischen Freunden hier in der Schweiz weiss.

      Es ist etwas gar rosig dargestellt, um es höflich zu thematisieren....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Älplermagrönli mit Öpfelmues 25.10.2019 12:22
    Highlight Highlight Wow, respekt. Könnte wohl nicht jeder einfach sein Zuhause aufgeben und die eigene Familie verlassen. Aber danke, das es solche Menschen gibt.
  • RiotGurl 25.10.2019 12:18
    Highlight Highlight Biji Rojava!
    Toller Artikel! :)
    😍
    • dasKorrektorat 25.10.2019 21:49
      Highlight Highlight Consume your product. Consume your revolution. ;)
  • Bruuslii 25.10.2019 11:58
    Highlight Highlight "Als einziger Ort der Welt wird in Rojava nach dem System des demokratischen Konföderalismus regiert."

    in diesem sinne ist auch unser bundesrat mit 7 sitzen föderalistisch.
    nach meinem kentnissstand trifft das auch für alle kantone zu.

    da bin ich ich grad chli stolz auf unsere 🇨🇭✌️

    trotzdem können wir noch lernen und uns verbessern.
    ab gemeindeebene und in unseren institutionen finde ich, sollten wir das auch einführen.
    bei der verteilung der geschlechter sind wir auch noch in arbeit.

    vor dem jungen mann zieh ich meinen hut 🎩 und wünsche ihm erfolg und dass er nicht zu schaden kommt.
    • pun 25.10.2019 15:58
      Highlight Highlight Die konföderalistischen kurdischen Parteien berufen sich unter anderem auch auf die Schweiz und nennen ihre Regionen wie bei uns "Kantone". Bei anderen demokratischen Fragen entnehmen sie ihre Ideen wiederum von anderen, aber das finde ich alleine schon bemerkenswert. 👍
  • JaneSodaBorderless 25.10.2019 11:54
    Highlight Highlight Danke für das Interview mit Matteo - ein bemerkenswerter junger Mann! Chapeau für sein humanitäres Engagement in Rojava! <3


    # Rise Up For Rojava!

    Auf an die Demo! 💪
    Sa 26.10.19 / 13:30 Schützenmatte, Bern

    https://rojavaagenda.noblogs.org/
  • Green Eyes 25.10.2019 11:52
    Highlight Highlight Dieser junge Mann hat meinen vollsten Respekt verdient. Er redet nicht nur, sondern er handelt und hilft.
    Wir können uns alle eine Scheibe von ihm abschneiden.
    Möge der Krieg endlich zu Ende gehen und den Politikern bewusst werden, dass wir alle Menschen sind.
  • AnnikKilledTheStage 25.10.2019 11:45
    Highlight Highlight Ich hoffe ihm und all jenen dort, bleibt das Schlimmste erspart! Was mich in den letzten Jahren immer wieder entsetzte, waren Artikel die aufzeigten wie nah die Türkei zum ISS steht. Ob NZZ, Handelsblatt und co ...
  • Things will be different when I take over the worl 25.10.2019 11:29
    Highlight Highlight Die ekelhaften rechten Patriarchen und Faschisten müssen jede Saat der Gleichheit und Freiheit zerstören. Das machen die ja schon seit Ewigkeiten. Es ist einfach so klar, dass auch unsere rechten Globis klatschen, wenn die Islamofaschisten die kurdische Selbstverwaltung zerstören wollen. Da findet man den Muslimbruder Erdogan plötzlich zuckersüss. Natürlich ist dem Trumpel ein Stein vom Herzen gefallen, da er nun seinen geistigen Bruder nicht sanktionieren muss. Alle jene, die solche Patriarchen feiern, sind mitschuldig an den Rechtsverletzungen gegen Kinder, Frauen und Männer.
    • DomKi 25.10.2019 12:10
      Highlight Highlight Sie sind natürlich mit Ihren extremistischen Aussagen viel besser...
    • rodolofo 25.10.2019 13:34
      Highlight Highlight @ DomKi
      Wie willst Du Extremisten beschreiben, wenn nicht mit extremen Worten?
      Ich meine, das ist ja nicht , wie wenn man FDP'ler und CVP'ler als Würmer bezeichnet, die den gesunden Apfel Schweiz zerfressen...
    • dontknow 25.10.2019 13:40
      Highlight Highlight @DomKi
      Extremistische Aussagen ? Nichts als die Wahrheit was er hier anspricht. An deiner Stelle würde ich mein Weltbild mal hinterfragen wenn du diese Aussagen als extremistisch wahrnimmst...

      In diesem Sinne Biji Rojava! Biji Ypg/Ypj!

    Weitere Antworten anzeigen
  • leu84 25.10.2019 11:26
    Highlight Highlight Er kämpft für die Freiheit eines Volkes. Da sollten manch Schweizer, die Tell als Freiheitssymbol betrachten, die Leute im Kurdistan verstehen.
    • Cédric Wermutstropfen 25.10.2019 14:04
      Highlight Highlight Die Lage dort ist wohl zu komplex, um sie als Aussenstehender komplett zu verstehen. Persönlich wäre ich vorsichtig, die Kurden hier derart zu loben, denn auch ihr Vorgehen ist nicht immer lupenrein und wenn man nicht selbst vor Ort ist, muss man sich eben auf Informationen aus zweiter, dritter usw. Hand verlassen. So dünken mich die Kurden zwar, mit meinem Wissen, am sympathischsten in dieser Region, aber ich weiss weder etwas über die Güte meines Wissens noch über das Ausmass seiner Beschränktheit in dieser Sache, also lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster.
    • Firefly 25.10.2019 19:47
      Highlight Highlight @Cédric Wermutstropfen war es denn "lubenrein" seinen "Feind" in einer hohlen Gasse rücklings zu erschiessen?

      Im Krieg ist wohl kein Vorgehen lubenrein. Man kann sich aber fragen für oder gegen was gekämpft wird. Und wie mit Besiegten umgegangen wird. Steckt man sie ins Gefängnis, erschiesst man sie oder führt man vielleicht sogat öffentliche Hinrichtungen durch?
    • Cédric Wermutstropfen 25.10.2019 20:10
      Highlight Highlight @Firefly: Jemanden aus dem Hinterhalt zu erschiessen ist per se nicht schlimmer als jemanden in irgendeiner anderen Gefechtsart umzubringen. Weiss man, dass der Widersacher durch diese hohle Gasse kommen muss, ist es sogar schlau.

      Die Frage ist doch: Sind wir für die Kurden, weil wir sie bloss besser als den Rest finden oder weil wir ihr Tun befürworten. Diese Frage kann ich ehrlich gesagt nicht beantworten, da ich mich mit der Geschichte in diesem Teil der Welt zu wenig auskenne. Klar ich habe auch etwas darüber nachgelesen, aber reicht das um meine bedingungslose Unterstützung zuzusagen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Suerehohn 25.10.2019 11:25
    Highlight Highlight Meinen tiefsten Respekt hat dieser Junge Mann.

  • El Vals del Obrero 25.10.2019 11:21
    Highlight Highlight Erinnert an die Internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg. Und auch dass man die einzigen mit halbwegs demokratischen und religionsunabhängigen Zielen im Stich erinnert daran.
  • Enzasa 25.10.2019 11:09
    Highlight Highlight Nach diesem Artikel finde ich das Verhalten von Europa und dem Rest der Welt noch schändlicher.
    Demokratie Streben wird nur unterstützt oder sogar gepuscht wenn es dem eigenen Vorteil dient.
    • DerSchöneVomLande 25.10.2019 15:46
      Highlight Highlight Traurigerweise war das schon immer so. Jeder ist sich selbst der nächste. Man investiert (kraft, zeit, geld) nur wenn die vorteile/gewinne überwiegen
  • rodolofo 25.10.2019 11:06
    Highlight Highlight Danke für diesen Bericht eines jungen Idealisten!
    Jetzt erstaunt es mich noch weniger, dass alle faschistischen Kräfte, von Erdogan, über Assad, Putin bis zu Trump dieses Rojava als Vorbild einer demokratischen, multikulturellen und gleichberechtigten Gesellschafter die Region "Naher Osten" hassen, wie die Pest!
    Denn wenn dieses Beispiel eines friedlichen und konstruktiven Zusammenlebens von Menschen und Kulturen Schule machen sollte, wären SIE bald gestürzt! Sie würden sich am UNO-Kriegsverbrecher-Tribunal wiedersehen, wie damals Milosevic, Karadschic und die Völkermörder aus Ruanda...
    • Cédric Wermutstropfen 25.10.2019 14:18
      Highlight Highlight Dumm nur, dass keiner der genannten wirklich ein Faschist ist. Erdogan ist islamisch-konservativ, Putin trauert dem „Glanz“ der „kommunistischen“ Tage Russlands nach, tut und sagt komische Dinge ist aber ebenfalls kein Faschist, Assads Partei ist sozialistisch, allerdings mit einer gewissen nationalen Prägung (also am ehesten ein Faschist) und Trump erfüllt einfach seine Wahlversprechen. Bei Deinen Kommentaren kommen mir schon alleweil die Tränen; so viel Blödsinn, so kompakt.
    • Enzasa 25.10.2019 18:56
      Highlight Highlight Alle vereinen sich unter dem Deckmantel der Machtverliebtheit und angestrebten Diktatur
    • Cédric Wermutstropfen 25.10.2019 19:15
      Highlight Highlight @Enzasa: Seit wann sind „Machtverliebtheit und angestrebte Diktatur“ ein Deckmantel? Gugus ist dieser Kommentar, auch wenn er weltmännisch klingt. 😅 Also wirklich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ThatScout 25.10.2019 11:03
    Highlight Highlight Toller Artikel :)

    Leider finde ich den Titel etwas irreführend, Matteo ist schliesslich nicht tot, womit ich ihn in "warum dieser 23-jähriger Schweizer lieber in Nordsyrien sterben WÜRDE, statt nach Hause zu kommen"
  • Cyberpunk 25.10.2019 11:00
    Highlight Highlight Es ist unerträglich zu sehen was dort passiert. YPG/YPJ haben nicht nur für sich selbst, sondern für den ganzen Westen die IS bekämpft. Die Administration Trump hat sie aufs schlimmste verraten. Und nun müssen sie, alles was sie aufgebaut haben gegen multiple Aggressoren alleine verteidigen. Die Kurden leben eine beispiellose Demokratie, die von westlichen Länder militärisch geschützt werden müsste. Wo bleibt hier eigentlich die militärische Unterstützung der EU ?
    • P. Hodel 25.10.2019 12:19
      Highlight Highlight Die Eu wiegelt ab und wartet auf einen UNO-Beschluss.
      Bis der kommt (wenn überhaupt) ist es zu spät.
  • Holunder 25.10.2019 10:55
    Highlight Highlight "Diese Leute kämpfen jetzt zum Teil wieder in ihrer IS-Uniform in der Freien Syrischen Armee (syrische Rebellenmilizen) an der Seite der Türkei."

    Ein happiger Vorwurf. Ist das bewiesen?

    Würde mich interessieren, was Trump und Erdogan dazu sagen.
    • deedee 25.10.2019 12:51
      Highlight Highlight Erdogan und Trump würden dir nichts anderes als die Wahrheit sagen, da bin ich mir sicher, Ehrenwort✌🏼🤦🏼‍♂️
    • Chrigi-B 25.10.2019 14:27
      Highlight Highlight Wie wäre es, wenn man Obama und seinen CIA Direktor in den Zeugenstand holt und unter EID aussagen lässt?

      Die haben das ganze angezettelt...

      Recherche:
      - Operation Timber Sycamore
      - Tulsi Gabbards (logischerweise) nicht zugestimmter Gesetzesvorlage "Stop funding Terrorists Now"
    • Dong 25.10.2019 16:27
      Highlight Highlight Söldner sind traditionell wenig wählerisch, solange der Sold bezahlt wird, von daher ist das durchaus plausibel. Die FSA ist ja zudem zutiefst dschihadistisch, die Ideologie stellt somit auch kein Problem dar.
  • hüttechäs 25.10.2019 10:46
    Highlight Highlight Sehr spannend. Hab einiges erfahren was ich noch nicht wusste. Danke Watson.

    Die Kurden werden mir immer sympathischer. Wir sollten sie mehr unterstützen. Bzw. den Erdowahn stärker bekämpfen.

    Was macht unsere Regierung?

    Was können wir machen?
  • Liselote Meier 25.10.2019 10:35
    Highlight Highlight Selbst im Krieg die Menschlichkeit nicht verlieren, dass sind wahre Helden!
  • a-n-n-a 25.10.2019 10:18
    Highlight Highlight Toller Artikel, danke watson!

    "Das ist echte und radikale Demokratie, die es so nirgendwo sonst gibt auf der Welt. Die Menschen dort haben unermüdlich für ihre Leute und für ihr Projekt gekämpft und grosse Verluste hinnehmen müssen. Was sie geschafft haben, muss verteidigt werden."

    Ich ziehe meinen Hut vor dir Matteo, ihr seid die wahren Helden unserer Zeit.

    "Hierzubleiben ist mir wichtiger, als nicht zu sterben."

    Biji Rojava! Biji Ypg/Ypj!
    • Bits_and_More 25.10.2019 12:30
      Highlight Highlight Die YPG wird nur von der Türkei als Terrororganisation eingestuft, nicht aber von der EU / USA.

      "The PKK is officially considered a terrorist organisation by the EU and the US but Turkey has failed to convince its Western allies to regard the YPG likewise."

      „Turkey v Syria’s Kurds v Islamic State“ BBC vom 23. August 2016
    • Perpetual 25.10.2019 13:11
      Highlight Highlight @ Bits_and_More mmhh die Qual der Wahl... wie wäre es damit:

      Play Icon

    • Liselote Meier 25.10.2019 13:57
      Highlight Highlight Ja deswegen gibt es in der Türkei ja kaum politisch inhaftierte Politiker u. Journalisten, lach

      "die Rechte der Kurden in den letzten 25 Jahren in der Türkei zum positiven verändert haben"

      Mit diesem Satz entlarvst du dich selber, im Umkehr Schluss heisst dies ja das es vor 25 Jahren ziemlich übel war und 25 Jahren ist ja kein grosser Zeithorizont

      Nur gab es in denn Letzen 10 Jahren wieder einen gewaltigen Rückschritt dank der AKP welche die Türkei wieder in die osmanische Steinzeit zurückführt

      Gibt so was das nennt sich Selbstbestimmungsrecht der Völker, steht über der Nat.-Souvernität
    Weitere Antworten anzeigen

Freysingeroskar und die Biolügie – die Gegner der Homo-Ehe im «Arena»-Dickicht

Thema: Wann ist eine Ehe eine Ehe?

Hauptpersonen:

Nebenfiguren:

Wetter: Kälteregen

T-Shirt-Aufdruck eines Gastes: «Press exit»

Das Thema dieser «Arena» ist eines dieser Themen, mit denen man keinen Blumentopf gewinnen kann. Das Paradoxon der Gleichzeitigkeit der Ungleichzeitigkeit, dass wir etwa an der Schwelle zum Zeitalter der Singularität stehen, aber keine Gleichstellung bei den Rechten von Homosexuellen haben, ist nicht leicht zu erfassen. Erst recht nicht in einem «Arena»-Setting. Aber …

Artikel lesen
Link zum Artikel