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Lieber Onkel #Erdogan, schau mich nicht so böse an – Twitter war's

Lieber Onkel #Erdogan, schau mich nicht so böse an – Twitter war's

29.03.2016, 21:2430.03.2016, 06:45
Gut gemacht: Dank Erdogans PR-Kampagne beim deutschen Botschafter ist dieses Video nun viral. Hier die Version mit türkischen Untertiteln.
YouTube/extra 3

Besser kann eine PR-Aktion nicht laufen: Der türkische Präsident hat einem deutschen Satiremagazin ungeahnte Aufmerksamkeit beschert. Bevor Recep Tayyip Erdogan auf höchster Ebene gegen das Video von «extra3» vorgegangen ist, wurde der Clip gut 50'000 Mal angeschaut. Nachdem er sich aufgeführt hat wie ein beleidigter Schuljunge, der von einigen Mädchen auf dem Pausenhof gehänselt wurde, sind es gut 750'000 Views. Inzwischen wurde das Video auch Englisch und Türkisch untertitelt. 

«extra3» feixt:

Angeblich soll der dünnhäutige Staatsvorsteher sogar vom deutschen Botschafter gefordert haben, man möge das Video des Norddeutschen Rundfunks löschen. Das ist verständlich: Wer in der Türkei Eminenz Erdogan kritisiert, landet wegen Majestätsbleidigung im Kerker. Da können auch mal schnell ganze Redaktionen geschlossen und deren Mitglieder durch linientreue Mitläufer ersetzt werden. 

Dumm nur: Die Majestätsbeleidigung wurde in Deutschland zusammen mit dem Kaisertum 1918 abgeschafft. Noch dümmer: Das Internet schlägt jetzt in bester «Jetzt erst recht»-Manier zurück. Insbesondere auf Twitter wagen es die Menschen, den womöglich doch nicht so unfehlbaren Präsidenten aufs Korn zu nehmen. 

Diesen Spassvögeln geben wir gerne Raum: Der Schweizer Botschafter hat morgen angeblich noch einen Termin frei, El Presidente!

(phi, via Meedia)

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