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Lieber Onkel #Erdogan, schau mich nicht so böse an – Twitter war's



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Gut gemacht: Dank Erdogans PR-Kampagne beim deutschen Botschafter ist dieses Video nun viral. Hier die Version mit türkischen Untertiteln.
YouTube/extra 3

Besser kann eine PR-Aktion nicht laufen: Der türkische Präsident hat einem deutschen Satiremagazin ungeahnte Aufmerksamkeit beschert. Bevor Recep Tayyip Erdogan auf höchster Ebene gegen das Video von «extra3» vorgegangen ist, wurde der Clip gut 50'000 Mal angeschaut. Nachdem er sich aufgeführt hat wie ein beleidigter Schuljunge, der von einigen Mädchen auf dem Pausenhof gehänselt wurde, sind es gut 750'000 Views. Inzwischen wurde das Video auch Englisch und Türkisch untertitelt. 

«extra3» feixt:

Angeblich soll der dünnhäutige Staatsvorsteher sogar vom deutschen Botschafter gefordert haben, man möge das Video des Norddeutschen Rundfunks löschen. Das ist verständlich: Wer in der Türkei Eminenz Erdogan kritisiert, landet wegen Majestätsbleidigung im Kerker. Da können auch mal schnell ganze Redaktionen geschlossen und deren Mitglieder durch linientreue Mitläufer ersetzt werden. 

Dumm nur: Die Majestätsbeleidigung wurde in Deutschland zusammen mit dem Kaisertum 1918 abgeschafft. Noch dümmer: Das Internet schlägt jetzt in bester «Jetzt erst recht»-Manier zurück. Insbesondere auf Twitter wagen es die Menschen, den womöglich doch nicht so unfehlbaren Präsidenten aufs Korn zu nehmen. 

Diesen Spassvögeln geben wir gerne Raum: Der Schweizer Botschafter hat morgen angeblich noch einen Termin frei, El Presidente!

(phi, via Meedia)

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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bangawow 30.03.2016 21:13
    Highlight Highlight Nachtrag: Das Video ist lustig und traurig zugleich.
  • bangawow 30.03.2016 21:07
    Highlight Highlight Video des Jahres, gefolgt von allen abstrusen Ziegenvideos.
  • Baba 30.03.2016 08:58
    Highlight Highlight Das Pferd, das ihn abgeworfen hat, landete sicher später auf dem präsidialen Grill... Gut gemachtes Video :-).
  • demokrit 30.03.2016 07:52
    Highlight Highlight Gestern ist das Video noch 790'000 Mal gespielt worden, heute morgen waren es dann schon 2.6 Mio. Mal.
  • rodolofo 30.03.2016 07:46
    Highlight Highlight Ich liebe die deutschen Komiker!
  • Digichr 30.03.2016 06:49
    Highlight Highlight Auf Twitter gibt es den Hashtag #WeLoveErdogan. Ich kann diese Leute nicht verstehen. Oder sollen wir nach der Rede von unserem Bundespräsidenten #WeLoveSchneiderAmmann tweeten?
  • Grecko 30.03.2016 05:58
    Highlight Highlight Supper Video! Echt amüsant, aber das traurige daran ist dass es wahr ist...
  • Momone 30.03.2016 02:22
    Highlight Highlight Auch nachdem ich das Video zum dritten Mal geschaut habe weiss ich immer noch nicht ob ich darüber lachen oder doch eher weinen soll.
  • Beobachter24 30.03.2016 01:30
    Highlight Highlight Man darf gespannt sein, wie Erdogan auf diese erneuten Beleidigungen reagieren wird.
    Lässt er sich den Gesichtsverlust mit weiteren Euro-Milliarden abgelten oder lässt er seine Wut raus mit Haubitzenschüssen in Richtung Rojava?
    • Toerpe Zwerg 30.03.2016 16:00
      Highlight Highlight Vermutlich wird irgendein VT Depp dann Obama für die Haubizenschüsse verantwortlich machen ...
  • Sheez Gagoo 30.03.2016 01:09
    Highlight Highlight Ich hoffe, es ist jetzt dem hintersten und letzten klar, welch Geistes Kind der IS-Unterstützer und Diktator Erdogan ist. Jede Zusammenarbeit betreffend Flüchtlinge ist für Europa nicht vertretbar. Wie in dem Lied erwähnt, scheint Erdogan nach der Lösung der "Kurdenfrage" keine Bombe für den IS übrigzuhaben.
    Offenbar ist Realpolitik (manchmal zurecht) wichtiger. Und so etwas ist NATO-Partner.
  • Paganapana 29.03.2016 23:31
    Highlight Highlight Politiker wie erdogan oder trump werden in ein paar jahrzehnten aus dem gleicheb grund noch immer bekannt sein, wie es mr bean momentan ist :)
    • giandalf the grey 30.03.2016 08:27
      Highlight Highlight Hoffentlich! Denn wenn nicht sind sie es aus dem gleichen Grund wie Hitler...
    • Driver7 30.03.2016 11:06
      Highlight Highlight Erdogan, Trump, Putin, Assad, Kim irgendwas, Berlussconi, Hitler, Napoleon bis zurück zum Cäser.. im Prinzip sind das immer wieder der gleiche Typ Mensch, überzeugend, grössenwahnsinnig, machtbessessen, usw.. und für ein Grossteil der Kriege und damit des menschlichen Leids verantwortlich!
    • rodolofo 31.03.2016 07:50
      Highlight Highlight @ Driver7
      Mit dieser Analyse fällst Du auf den "Machbarkeitswahn" dieser "Führer" herein.
      Im Grunde sind diese Herrscher selbst beherrscht, nämlich von ihrer jeweiligen Ideologie (z.Bsp. "östliche Werte" und solchen Quatsch) und von ihrer Sucht, bewundert und bejubelt zu werden.
      Sie leben in einer Art "Symbiose" mit ihrer Hooligan-Gefolgschaft, wie Gurus mit ihren Jüngern in einer x-beliebigen Sekte.
      Das alles sind Inszenierungen von Grösse und Macht, die so täuschend echt ist, dass selbst wir von diesen Inszenierungen in den Bann gezogen werden und darüber lästern und spötteln müssen...
  • demokrit 29.03.2016 23:24
    Highlight Highlight Deutschland hat allerdings auch noch Revisionsbedarf. Siehe:
    http://dejure.org/gesetze/StGB/90.html

    Sogar hier darf man ausländische Diktatoren offenbar laut StGB Art. 296 nicht beleidigen. Unerhört!
    • demokrit 30.03.2016 07:41
      Highlight Highlight Ja und? Das Gesetz besteht trotzdem noch.
    • demokrit 30.03.2016 13:39
      Highlight Highlight http://dejure.org/gesetze/StGB/90.html

      Eigentlich gibt es da keinen Unterschied (da ebenfalls Majestätsbeleidigung). Letzteres ist in Deutschland und der Schweiz strafbar.

      Was in einem Strafgesetzbuch steht, kann auch jederzeit angezeigt werden.
  • Donalf 29.03.2016 22:57
    Highlight Highlight Für Erdogan wäre das Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei. Alle westlichen Staaten sollten den Mut aufbringen, bei jeder Missachtung von Menschenrechten und Pressefreiheit durch Erdogan, dessen Botschafter ebenfalls einzuberufen. Aber eben der gesamte Westen kuscht, schämen wir uns deswegen im Namen der Politik.
    • Nefti 30.03.2016 19:58
      Highlight Highlight Dasselbe gilt übrigens für Saudi Arabien.

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