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In this image from TV, a car destroyed with blood showing in the aftermath after heavy fighting erupted in Terter, Azerbaijan, Saturday April 2, 2016, between Armenian and Azerbaijani forces over the separatist region of Nagorno-Karabakh.  Russia expressed grave concern on Saturday over the recent military conflict along the Azerbaijan-Armenia border, calling on all parties involved to stop fighting and exercise restraint. Officials from each of the former Soviet republics blamed the other on Saturday for the fighting which began overnight. (Kanal S TV  via AP) TV OUT

Zerstörtes Auto nach Gefechten in Bergkarabach. 
Bild: AP/Kanal S TV

Gefechte fordern 30 Tote: USA und UNO warnen vor Eskalation in Berg-Karabach



Nach den heftigen Gefechten zwischen Armenien und Aserbaidschan an der Frontlinie zum umstrittenen Grenzgebiet Berg-Karabach haben auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und die US-Regierung die Konfliktparteien zur Vermeidung einer weiteren Eskalation aufgerufen.

Ban liess am Samstag (Ortszeit) in New York erklären, er sei «beunruhigt» über die Gefechte, diese müssten sofort enden. Er sei «besonders besorgt über den Einsatz schwerer Waffen und die hohe Opferzahl, darunter welche in der Zivilbevölkerung», hiess es in der Erklärung.

Der UNO-Generalsekretär rufe alle Beteiligten auf, «den Kämpfen ein sofortiges Ende zu setzen, die Waffenstillstandsvereinbarung vollständig zu respektieren und sofortige Schritte zur Deeskalation der Situation zu unternehmen».

US-Aussenminister John Kerry verurteilte den Vorfall in einer Erklärung «auf das Schärfste». Er rief Armenien und Aserbaidschan auf, «Zurückhaltung zu zeigen, weitere Eskalation zu vermeiden und sich strikt an die Waffenruhe zu halten».

Treffen am Dienstag geplant

Die «instabile Lage vor Ort» zeige, warum die Beteiligten sofort in einen umfassenden Verhandlungsprozess für eine Beilegung des Konflikts treten müssten, der unter der Federführung der sogenannten Minsker Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stehen solle. «Wir bekräftigen, dass es keine militärische Lösung für den Konflikt gibt», mahnte Kerry in Washington.

Stepanakert, der Hauptort von Berg-Karabach.
karte: google maps

Für Dienstag sei ein Treffen geplant, teilte US-Botschafter James Warlick von der Minsk-Gruppe mit. Zu dem OSZE-Gremium gehören unter anderem Russland, die USA, Deutschland, Frankreich und die Türkei.

Ähnliche Appelle wurden von der EU-Aussenbeauftragten Federica Mogherini, dem Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland, und Frankreichs Staatschef François Hollande veröffentlicht. Auch der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier und Russlands Präsident Wladimir Putin hatten vor einer Eskalation der Lage gewarnt und zur Einhaltung des Waffenstillstand aufgerufen.

Dutzende Tote

Bei den Gefechten waren am Samstag auf beiden Seiten insgesamt mindestens 30 Soldaten getötet worden. Nach Angaben des von Armenien unterstützten Verteidigungsministeriums in Karabach wurde beim Beschuss armenischer Dörfer in der umstrittenen Region zudem ein zwölfjähriger Junge getötet.

Die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan streiten seit vielen Jahren um die Region Berg-Karabach. Proarmenische Rebellen hatten das mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnte Gebiet, das zu Sowjetzeiten Aserbaidschan zugeschlagen worden war, Ende der 80er Jahre mit Eriwans Unterstützung unter ihre Kontrolle gebracht.

Im Zuge eines jahrelangen Kriegs wurden hunderttausende Menschen aus beiden Ländern vertrieben und schätzungsweise 30'000 Menschen getötet. Im Jahr 1994 wurde ein Waffenstillstand vereinbart, einen Friedensvertrag gibt es aber bis heute nicht. International wird Berg-Karabach weiterhin als Teil Aserbaidschans angesehen, Armenien erkennt dies aber nicht an. (cma/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 03.04.2016 16:28
    Highlight Highlight Armenien erholt sich langsam, aber stetig. Die Stammbäume der armenischen Familien zeigen Kahlschlag, doch selbst im vom Völkermord geprägten 20. Jahrundert haben die Armenier international bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht. Darauf bauen die Menschen, unterstützt von der verstreuten Diaspora, die trotz aller Probleme zum eigenen Staat steht.
    Der Nachbar Türkei hält die Grenze verschlossen, bis die Maximalforderungen des Nachbarns auf der anderen Seite, Aserbaidschan, bezüglich Berg-Karabach erfüllt seien. Aserbaidschan droht offen mit Krieg.
    • Paco69 03.04.2016 16:42
      Highlight Highlight 2)
      Im Moment vergeht keine Woche ohne Verwundete und Gefallene auf beiden Seiten. Die Türkei hätte mit ernstgemeintem Bedauern und der Anerkennung historischer Tatsachen den Schlüssel für die Vertrauensbildung in der Hand. Maximalforderungen und Schuldzuweisungen in der Karabach-Frage helfen keinen Schritt weiter. Damit ergibt sich ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem historischen Geschehen und der aktuellen Situation.
    • Kibar Feyzo 03.04.2016 19:24
      Highlight Highlight Die Fakten sind klar. Karabach ist seit 25 Jahren besetzt! 10’000 azerische Zivilisten wurden getötet! Dieses Gebiet gehört den Azeris, Punkt und aus!
  • Kibar Feyzo 03.04.2016 09:38
    Highlight Highlight Mit dem nun schon seit einen Vierteljahrhundert völkerrechtswidrig von Armenien besetzten aserbaidschanischen Gebiet Karabach steht schon der nächste Stellvertreterkrieg der Grossmächte an. Putin ist es anscheinend schon wieder langweilig..😉
    • opwulf 03.04.2016 17:10
      Highlight Highlight Putin alleine die Schuld zu geben ohne Erdogans Rolle als Supporter Azerbeijans zu nennen ist ein bisschen gar Einseitig, aber du bist ja auch nicht gerade dafür bekannt superkritisch mit Erdogan zu sein, jedoch sehr empfindlich auf Kritik an Erdogan zu reagieren ... Oder täusche ich mich? ;))
    • Kibar Feyzo 03.04.2016 20:21
      Highlight Highlight Putin rüstet Armenien gratis auf und stellt seine Armee an der türkischen Grenze auf. Dagegen ist die wirtschaftliche Kooperation
      zwischen TR und Azerb. harmlos und kaum erwähnenswert. Armenien soll erstmal die Souveränität der Türkei anerkennen, bevor Grenzöffnung ein Thema wird.

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