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Elektroauto

Trump stürzt die US-Autohersteller in die E-Auto-Krise

FILE - President Joe Biden arrives to speak during a visit to the General Motors Factory ZERO electric vehicle assembly plant, Nov. 17, 2021, in Detroit. (AP Photo/Evan Vucci, File)
Joe Biden
Unter Joe Biden wurden E-Autos staatlich gefördert, Trump setzt auf Verbrenner-Autos.Bild: keystone

Trump stürzt die US-Autohersteller in die E-Auto-Krise

Nach Ford muss auch General Motors seine E-Auto-Ziele in den USA zurückfahren.
09.01.2026, 09:0009.01.2026, 15:51

Das Geschäft mit Elektroautos bringt dem US-Autoriesen General Motors eine Riesen-Abschreibung ein. Der Konzern wird eine Belastung von sechs Milliarden Dollar wegen Kürzungen in der Produktion von Elektroautos und Batterien verbuchen.

Zusätzlich werde es eine weitere Abschreibung von 1,1 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit einem Umbau des China-Geschäfts geben, teilte GM mit. Der GM-Erzrivale Ford hatte jüngst eine Abschreibung von 19,5 Milliarden Dollar für sein Elektroauto-Geschäft in Aussicht gestellt.

Nach dem Erfolg von Tesla hatten die grossen US-Autobauer Milliarden investiert, um mehr Elektroautos in ihre Modellpaletten zu bringen. Dabei beschlossen sie auch, die in den USA populären Pickups zu elektrifizieren. Doch die Elektro-Pickups – auch der Cybertruck vom Elektro-Vorreiter Tesla – verkauften sich nicht in den erhofften Stückzahlen.

Trump liess Elektro-Prämie auslaufen

Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Elektroauto-Prämie von 7500 Dollar Ende September auslaufen zu lassen, verpasste dem Markt noch einen Dämpfer. Auch Teslas Verkäufe litten im vierten Quartal unter dem Ende der E-Auto-Förderung. Ausserdem lockert die Trump-Regierung Energieeffizienz-Vorgaben, was Verbrenner-Autos in den USA einen Vorteil verschafft. US-Autokäufer greifen aber schon länger lieber zu Fahrzeugen mit Verbrennungs- und Hybrid-Antrieben.

Anders als in Europa oder China dümpeln E-Autos in den USA seit Jahren bei einem Marktanteil von rund 10 Prozent vor sich hin. Nach dem Auslaufen der E-Auto-Förderung ist ihr Anteil Ende 2025 eingebrochen.

Der Anteil von batterieelektrischen E-Autos (BEV) in China, Europa und den USA

In den USA (gelb) bleiben E-Autos weit hinter China (rot) und Europa (grün) zurück.
In den USA (gelb) bleiben E-Autos weit hinter China (rot) und Europa (grün) zurück. bild: @piloly

General Motors hatte einst angekündigt, mit Investitionen von 35 Milliarden Dollar zum Jahr 2025 die Produktionskapazität auf eine Million Elektrofahrzeuge jährlich hochzuschrauben. Jetzt arbeitet der Konzern daran, die Kosten bei künftigen Elektro-Modellen unter anderem durch neue Batterietechnik zu senken.

(oli/sda/dpa)

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97 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rainer Z. Ufall
09.01.2026 10:18registriert November 2025
Einige der härtesten Umweltauflagen, aufgrund der Ölkrise und des Smogproblems in Kalifornien, haben mitunter zu den grössten Innovationen in der Auto-Industrie geführt: Vom Vergaser zur elektronischen Einspritzung und später zu Hybridfahrzeugen.

Trumps Regeländerungen bringen nur wirtschaftliche Unsicherheit und werden die Autobauer von notwendigen Innovationen abhalten. E-Autos sind auch in den USA günstiger zu unterhalten und werden sich deshalb durchsetzen. Wenn die Amis nichts anbieten können, werden eben die Chinesen und Europäer in den Rest der Welt exportieren.
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Mätse
09.01.2026 10:40registriert September 2015
Irgendetwas muss man mit dem vielen Öl aus Venezuela ja machen :-)
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Fakten_Checker
09.01.2026 11:55registriert September 2025
Wie Trump Politik für China macht und er merkt es nicht einmal:
- Schliessung vom USAID und VOA, China übernimmt die Aufgaben gerne vor allem im globalen Süden.
- Angriff auf Venezuela, Taiwan wird China auf dem Silbertablett serviert.
- Behinderung der Elektromobilität, BYD, XPeng, Geely etc. freuts.

Trump Politik: Make China great.
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