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epa04759242 A handout picture provided by Presidency of Guatemala shows Guatemalan President Otto Perez Molina speaking during a press conference at presidential residence in Guatemala City, Guatemala, 20 May 2015. Perez Molina announced the dismissal of the Director of the Presidential Commission of Transparency and Electronic Government (Copret) Veronica Taracena, as part of his governmen's efforts to fight corruption in the country. Molina said he asked new Vice President Alejandro Maldonado Aguirre to propose an ideal person for the office.  EPA/PRESIDENCY OF GUATEMALA/HO  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Wie lange kann sich Otto Pérez noch halten? Bild: EPA/EFE/PRESIDENCY OF GUATEMALA

Druck auf Guatemalas Präsident wächst



Im Zusammenhang mit mehreren Korruptionsskandalen in Guatemala wächst der Druck auf Staatschef Otto Pérez. Am Montag (Ortszeit) schloss sich die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú der Forderung nach Pérez' Rücktritt an.

epa04425357 Rigoberta Menchu, 1992 Nobel Peace Prize, speaks during a press conference at the Foundation Rigoberta Menchú Tum in Guatemala City, Guatemala, 30 September 2014. The trial for the massacre of 37 people, among them three Spanish citizens, on 31 January 1980, at the Embassy of Spain in Guatemala, will begin on, 01 October 2014, announced Menchú, whose father Vicente Menchú, died in the massacre. Menchu will be a plaintiff at the trial.  EPA/Saúl Martínez

Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú. Bild: EPA/EFE

Der Präsident sei «der Hauptverantwortliche der Korruptionsseilschaften, die die staatlichen Ressourcen plündern», erklärte die Aktivistin. Pérez fehle es an «jeglicher Legitimität».

Die Korruption vergrössere die Armut in Guatemala und erschwere den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung, kritisierte Menchú. Sie war 1992 für ihren Einsatz für die Maya-Ureinwohner des zentralamerikanischen Landes mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Auch die guatemaltekische Anwaltskammer, in der mehr als 20'000 Juristen organisiert sind, unterstützte am Montag die Forderung nach Pérez' Rücktritt.

Wegen der herrschenden Korruption kollabiere derzeit die Demokratie, sagte ihr Vorsitzender Marco Sagastume bei einer Pressekonferenz zur Begründung. Pérez bekräftigte derweil, dass er bis zum Ende seines Mandats im Januar weiter regieren wolle.

Korruptionsskandal aufgedeckt 

Mitte April war von der Staatsanwaltschaft und der UNO-Kommission für die Reform der Justiz in Guatemala ein Korruptionsskandal aufgedeckt worden war. Den achtmonatigen Ermittlungen zufolge existierte ein Korruptionsnetzwerk, das von dem Privatsekretär von Vizepräsidentin Roxana Baldetti geleitet wurde.

Diese versicherte, nichts von den Machenschaften ihres Sekretärs Juan Carlos Monzón gewusst zu haben, trat am 8. Mai aber zurück. Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Beamte festgenommen, Monzón flüchtete.

Im Zusammenhang mit einem weiteren Korruptionsskandal um einen Vertrag über Dialyse-Dienste mit der Pharma-Firma PISA wurden am Mittwoch vergangener Woche der Chef der Zentralbank, Julio Suárez, und der Leiter der Sozialbehörde IGSS, Juan de Dios Rodríguez, festgenommen.

Rodríguez war früher Privatsekretär von Pérez. Der Staatschef hatte Rodríguez 2013 zum IGSS-Chef gemacht, um in der Behörde Korruption zu bekämpfen. (feb/sda/afp)

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