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Zahl der Opfer in Nepal steigt auf über 4400 – Premier rechnet aber mit bis zu 10'000 Toten



Nach dem gewaltigen Himalaya-Erdbeben mit Tausenden Toten hat Nepals Regierung drei Tage Staatstrauer angeordnet. Die Regierung erklärte ausserdem erstmals öffentlich, trotz Warnungen nicht ausreichend auf das Beben vorbereitet gewesen zu sein. Bisher wurden gut 4400 Opfer geborgen, doch laut dem britischen Guardian geht Nepals Premierminister Sushil Koirala davon aus, dass 10'000 Menschen ihr Leben verloren haben könnten. 

«Wir haben nicht genügend Mittel, und wir brauchen mehr Zeit, um alle zu erreichen», erklärte Innenminister Bam Dev Gautam im staatlichen Fernsehen. Die Behörden hätten Schwierigkeiten, die Krise zu meistern. «Wir waren auf ein Desaster dieses Ausmasses nicht vorbereitet», sagte er.

Selbst in der Hauptstadt Kathmandu beschwerten sich zahlreiche Menschen. «Wir leben hier auf der Strasse, ohne Essen und Wasser, und wir haben in den vergangenen drei Tagen (seit dem Beben) keinen einzigen Beamten gesehen», sagte ein Mann, der mit seiner Familie im Freien campierte. Die Stromversorgung war zusammengebrochen, sodass weder Wasserversorgung noch Telekommunikation gut funktionierten.

epa04723496 A picture made available on 28 April 2015 shows a man looking at a crumbling pagoda at Patan Durbar Square in Kathmandu, Nepal, 27 April 2015, amid continuing aftershocks following the magnitude-7.8 earthquake that struck Nepal on 25 April. Aid efforts ramped up in Nepal on 27 April as the country struggled to provide relief to survivors of the weekend's powerful earthquake, but thousands were spending another night in the open and the official death toll climbed past 4,100.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Zerstörter Tempel in der Hauptstadt. Bild: EPA/YONHAP

Survivors of Saturday's earthquake drink tea as they wake up after spending night in an open ground from fears of earthquake tremors in Kathmandu, Nepal, Tuesday, April 28, 2015. A strong earthquake shook Nepal’s capital and the densely populated Kathmandu valley on Saturday. (AP Photo/Altaf Qadri)

Erdbebenopfer in Kathmandu. Bild: Altaf Qadri/AP/KEYSTONE

Auf der Suche nach Wasser und Nahrung sollen zehntausende Menschen das schwer getroffene Kathmandu-Tal in Nepal verlassen haben. Die nepalesische Zeitung «Himalayan Times» gab ihre Zahl am Dienstag mit mehr als 72'000 an. Auf Fotos waren Lastwagen und Busse voller Menschen zu sehen.

Die Helfer finden im südasiatischen Land immer mehr Menschen unter den Trümmern. Bislang seien allein in Nepal 4347 Leichen gefunden worden, erklärte die Regierung am Dienstag. Auf chinesischer Seite stieg die Zahl der Toten auf 25; in Indien starben 72 Menschen. 

Schweizer Rettungshunde im Einsatz

Eine Rettungshunde-Einheit von REDOG, dem Schweizerischen Verein für Such- und Rettungshunde, ist am Dienstag in den frühen Morgenstunden Schweizer Zeit in Nepal eingetroffen und nimmt die Suche nach verschütteten Überlebenden auf. Die Gruppe besteht aus sechs Personen und drei Hunden, ist über Istanbul ins Katastrophengebiet von Nepal gereist und am Dienstag kurz nach Mitternacht Schweizer Zeit in Kathmandu eingetroffen. 

(sda/dpa/ots)

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    Alle Leser-Kommentare
  • mrgoku 28.04.2015 10:28
    Highlight Highlight das bild mit dem bis zum kopf begrabenen mann ist echt hart.. muss das gezeigt werden? :-/

    ein kandidat für die "Big Pictures" sendung von Galileo
  • zombie1969 28.04.2015 09:43
    Highlight Highlight Ein geplagtes Land, dessen Bevölkerung aber mit einer erstaunlichen Gelassenheit reagiert. Auch von Plünderungen und Unruhen, wie sie in anderen Regionen der Welt sonst an der Tagesordnung wären, hört man bis jetzt relativ wenig.
    Solidarität der internationalen Gemeinschaft ist jetzt gefragt.

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