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Mysteriöser Tod eines Staatsanwalts: DNA-Spuren deuten im Fall Nisman auf Suizid hin

Glauben nicht an Selbstmord: Aufgebrachte Einwohner von Buenos Aires demonstrieren gegen das Justizsystem. 
Glauben nicht an Selbstmord: Aufgebrachte Einwohner von Buenos Aires demonstrieren gegen das Justizsystem. Bild: EPA/EFE
Thriller in Argentinien

Mysteriöser Tod eines Staatsanwalts: DNA-Spuren deuten im Fall Nisman auf Suizid hin

31.01.2015, 09:1931.01.2015, 10:31

Knapp zwei Wochen nach dem mysteriösen Tod des argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman verfestigt sich nach Angaben der Ermittler die These eines Suizids. An der neben der Leiche gefundenen Waffe seien einzig DNA-Spuren des Toten festgestellt worden.

Das teilte die mit den Ermittlungen beauftragte Staatsanwältin Viviana Fein am Freitag mit. Fein hatte einen Tag nach Nismans Tod die DNA-Untersuchung angeordnet - auch für das T-Shirt und die Shorts, die er trug.

Nismans Leiche war am 19. Januar in seiner Wohnung in Buenos Aires aufgefunden worden - wenige Stunden vor einer geplanten brisanten Anhörung im Parlament. Dabei wollte der Staatsanwalt Beweise für seinen Vorwurf vorlegen, dass Präsidentin Cristina Kirchner an einer Aufklärung des Anschlags auf die jüdische Wohlfahrtsorganisation Amia im Jahr 1994 nicht interessiert sei.

Nisman machte den Iran für den Anschlag verantwortlich und beschuldigte die Regierung, die Aufklärung des Falls zu vereiteln, um das Verhältnis zu Teheran nicht zu belasten. Bei dem Anschlag waren 85 Menschen getötet und 300 weitere verletzt worden.

Kirchner kritisiert Komplott

Viele Argentinier glauben deshalb, die Regierung habe Nisman ermorden lassen, weil sie seinen Parlamentsauftritt fürchtete. Dagegen deuteten nach Angaben der Ermittler bereits erste Autopsie-Ergebnisse auf einen Suizid hin. Nisman war demnach durch einen Kopfschuss aus nächster Nähe gestorben.

Kirchner selbst geht von einem Komplott gegen sie aus. Ihr Umfeld verwies auf ehemalige Geheimdienstmitarbeiter, die sich womöglich für ihre kürzliche Entlassung rächen wollten und Nisman mit falschen Informationen versorgt haben könnten. Kirchner hatte im Dezember die damalige Spitze des Geheimdienstes abgelöst. Das sorgte in Sicherheitskreisen für erhebliche Unruhe. (sda/afp)

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