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Sri Lanka: Anschläge waren offenbar Vergeltung für Christchurch-Attentat



epa07519597 Police and military officials inspect remains of victims at the scene after an explosion hit at St Anthony's Church in Kochchikade in Colombo, Sri Lanka, 21 April 2019. According to news reports at least 138 people killed and over 400 injured in a series of blasts during the Easter Sunday service at St Anthony's Church in Kochchikade, Shangri-La Hotel and Kingsbury Hotel with many more places.  EPA/M.A. PUSHPA KUMARA

Bild: EPA/EPA

Die Anschläge in Sri Lanka waren nach ersten Erkenntnissen der Regierung als Vergeltung für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März gedacht. Das erklärte Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene am Dienstag im Parlament des Inselstaates.

Die Zahl der Toten stieg ihm zufolge inzwischen auf 311 - darunter 37 Ausländer. Mehr als 500 Verletzte wurden nach Angaben der Polizei noch in Spitälern behandelt. 42 Menschen waren demnach in Gewahrsam. Darunter sei auch ein syrischer Staatsbürger.

Sieben Selbstmordattentäter hatten sich am Ostersonntag in drei Kirchen und drei Luxushotels in die Luft gesprengt. Eine extremistische Islamistengruppe mit Verbindungen zur Gruppe National Thowheeth Jamaath habe nach Einschätzung der Regierung die Anschläge verübt, sagte Wijewardene. Rachegelüste und Hass, nicht Religion, hätten die Täter motiviert.

Notstand ausgerufen

Staatspräsident Maithripala Sirisena hatte zuvor einen öffentlichen Notstand erklärt. Die zunächst nicht näher benannten Bestimmungen traten in der Nacht zum Dienstag in Kraft, der zu einem nationalen Trauertag erklärt wurde. Am Morgen wurden drei Schweigeminuten abgehalten. Zahlreiche Bestattungen waren geplant. Im Ort Negombo, wo am Ostersonntag eine Kirche angegriffen worden war, gab es eine Massenbeerdigung.

epaselect epa07522396 Relatives and friends burry the victims of a series of bomb blasts, at cemetery Don David Katuwapitiya in Colombo, Sri Lanka, 23 April 2019. According to police, at least 290 people were killed and more than 400 injured in a coordinated series of blasts during the Easter Sunday service at churches and hotels in Sri Lanka on 21 April 2019.  EPA/M.A. PUSHPA KUMARA

Beerdigung in Colombo am Dienstag. Bild: EPA/EPA

In der Nacht zum Dienstag hatte erneut eine Ausgangssperre gegolten. Um das Verbreiten von Gerüchten zu unterbinden, blieb der Zugang zu sozialen Medien gesperrt.

Sirisena habe den Notstand im Interesse der öffentlichen Sicherheit, der Wahrung der öffentlichen Ordnung und zur Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen erklärt, hiess es in einer Erklärung des Präsidenten.

Die Sicherheitskräfte sollen seinem Büro zufolge weitreichende Befugnisse erhalten. Nach dem Gesetz können diese etwa für Hausdurchsuchungen ohne Erlaubnis eines Gerichts und für Verhaftungen ohne Haftbefehl gelten. Solche Bestimmungen waren während des Bürgerkriegs in Sri Lanka von 1983 bis 2009 fast dauerhaft in Kraft - und auch darüber hinaus noch bis 2011.

20 Häuser durchsucht

Vieles blieb über die Täter und ihre Hintergründe unklar. Einer der Attentäter war nach Angaben eines Kabinettsministers vor wenigen Monaten wegen der Beschädigung von Buddha-Statuen festgenommen worden. Bei neun Festgenommenen handelte es sich um Mitarbeiter einer Fabrik, die einem der anderen Täter gehörte. Mehr als 20 Häuser seien inzwischen durchsucht worden, sagte die Polizei.

Die Regierung ist überzeugt, dass die Täter Hilfe aus dem Ausland gehabt haben müssen. «Wir glauben nicht, dass diese Angriffe von einer Gruppe von Menschen verübt wurden, die auf dieses Land begrenzt waren», sagte Kabinettssprecher Rajitha Senaratne. «Es gab ein internationales Netzwerk, ohne das diese Angriffe nicht gelungen wären.»

Nach den Worten Senaratnes gab es vor den Attacken Hinweise auf Anschlagspläne der National Thowheeth Jamaath. Ausländische Geheimdienste hätten bereits am 4. April über mögliche Selbstmordanschläge auf Kirchen und Touristenziele in Sri Lanka informiert. «Wir tragen die Verantwortung, es tut uns sehr leid», sagte Senaratne im Namen der Regierung.

Zwei Brüder unter Attentätern

Zwei der Selbstmordanschläge auf Hotels in Colombo wurden offenbar von einem muslimischen Bruderpaar aus Sri Lanka verübt. Die Söhne eines wohlhabenden Gewürzhändlers hätten sich als Gäste ausgegeben und sich in den Hotels Shangri-La und Cinnamon Grand in die Luft gesprengt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus Polizeikreisen.

Ein Ermittler sagte, die Brüder seien beide Ende zwanzig gewesen und hätten innerhalb ihrer Familie eine «Terrorzelle» gebildet. Sie seien führende Mitglieder der Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ). Weiter hiess es, ein Anschlag auf ein viertes Hotel sei geplant gewesen, aber gescheitert. Ob die Bombe dort absichtlich nicht gezündet wurde oder nicht funktionierte, war zunächst unklar.

Interpol unterstützt Ermittlungen

Sirisena berief ein dreiköpfiges Team ein, das die Anschlagsserie untersuchen und in zwei Wochen einen ersten Bericht vorlegen soll. Die internationale Polizeiorganisation Interpol kündigte an, Spezialisten mit Expertise in den Bereichen Tatortuntersuchung, Sprengstoff, Terrorismusbekämpfung und Opferidentifizierung zu entsenden.

Die meisten Opfer hatte es bei den Anschlägen in den Kirchen gegeben, als gerade Ostergottesdienste stattfanden. In dem Inselstaat sind etwa sieben Prozent der 20 Millionen Einwohner Christen.

«IS» reklamiert Anschlag für sich

Amaq, das Propaganda-Organ des sogenannten «Islamischen Staats», beanspruchte am Dienstag den Anschlag für sich. Allerdings lieferte der «IS» keinerlei Belege oder Beweise für die Behauptung. (jaw/sda/dpa)

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66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Do not lie to mE 24.04.2019 01:01
    Highlight Highlight Eine kontroverse ist ausgebrochen rund um prominente Ami-Politiker
    https://twitter.com/tarekFatah (Muslime Sozialist von Canada/Indian)
    "Es ist kein Wunder, dass das Trio der lebenden liberalen Heiligen Amerikas, Barack Obama, Hillary Clinton und Elizabeth Warren, alle den Ausdruck "Easter Worshippers / Osteranbeter" anstelle von Christen verwendeten. Es war fast so, als wäre das C-Wort unter ihnen."
  • 2sel 23.04.2019 21:56
    Highlight Highlight "waren offenbar... " sind wohl keine gesichten Fakten sondern nur Spekulaion...
  • Hans der Dampfer 23.04.2019 21:44
    Highlight Highlight Schon verrückt irgendwie. Als der verheerende Anschlag in Christchurch auf Moscheen stattfand wo 50 Personen ihren Tod fanden und 50 weitere verletzt wurden, gab es überall Trauerbekundungen. Friedensmärsche wurden organisiert und Spendenaktionen ins Leben gerufen. Und jetzt, wo über 300 Menschen in Kirchen zu Tode kommen? Nichts. Gar nichts. Die Linken Verbände die gerne für alles mögliche streiken, zeigen sich ausgerechnet jetzt Wortkarg und gleichgültig. Mit dem Christlichen Glauben geht es wohl tatsächlich bergab.
    • Drbueb 24.04.2019 00:54
      Highlight Highlight Vielleicht haben wir uns zu sehr an den islamistischen Terror in asiatischen und arabischen Ländern gewöhnt. Nur aus den Reaktionen im Internet, welche hier in den Medien gezeigt werden, auf die allgemeine Haltung zu schliessen, dünkt mich ein bisschen übertrieben.
  • Hierundjetzt 23.04.2019 19:06
    Highlight Highlight Klar. Als ob die Vorbereitung für die Anschläge nicht Monate in Anspruch genommen hätten 🙄

    Ist ja nicht so, dass eine dermassen grosses Ereignis ein einen Organisationsgrad eines Kindergeburtstages hätte.

    - „Ahmed du kaufst dann im Migros 50kg Sprengstoff (ist grad Aktion)“
    - „Mohamed: Du klebst alles zusammen“
    - „ Hassan: Du sprengst Dich dann in die Luft“ Merci gäll

    Voilà. Erledigt.

    E schöne Abig no! Pflegets.

    Come oooon 😂😂😂😂

  • Citation Needed 23.04.2019 18:08
    Highlight Highlight Ein Auge für einen Zahn, und dann erst noch bei der falschen Person.

    Oder ich bin zu bescheuert zu begreifen, wie man sich an neuseeländischen Nazis rächt, indem man Sri Lankische Christen (und Luxushotelgäste) wegbombt..

  • Rumbel the Sumbel 23.04.2019 17:34
    Highlight Highlight Ich nehme an, es findet sich jetzt auch, analog Christchurch, einfach umgekehrt, ein muslimischer oder islamischen Politiker, welcher seine Kopfbedeckung nun für die Trauerzeigung wegnimmt.
    • Citation Needed 23.04.2019 18:13
      Highlight Highlight Er müsste wenn schon ein Kreuz hochhalten/anziehen. Es geht ja nicht drum, dass er/sie seins nicht mehr ist (Kopfbedeckung abnehmen), sondern dass er/sie die Religion der Opfer zwecks Solidaritätsbezeugung symbolisch annimmt.

      'Wenn schon', weil es auch so nicht dasselbe ist. Neuseeland ist westlich-säkular, Sri Lanka ein asiatisches Land, das erst kürzlich aus blutigen Bürgerkriegen (Religion) auftauchte.
    • Loeffel 23.04.2019 19:32
      Highlight Highlight Ein Versuch Öl ins Feuer nachzugiessen?
  • Dides 23.04.2019 16:04
    Highlight Highlight Sehr plausible Erklärung der Regierung. Entsprechende Hinweise bezüglich Anschläge waren bereits im Vorfeld bekannt. Statt dass man diesen Hinweisen nachgeht, ignoriert man die Meldung. Auch sonst hat die Regierung mit inneren Problemen zu kämpfen. Eine Aussöhnung der Tamilen und Singalesen hat bis zum heutigen Zeitpunkt nicht stattgefunden. Machtkämpfe in Sri Lanka sind nicht unüblich. Erst kürzlich wurde der Premierminister abgesetzt durch den Präsidenten. Es ist ein Teufelskreis, das durch die Inkompetenz der Regierung gekennzeichnet ist.
  • Fandall 23.04.2019 16:03
    Highlight Highlight Ein Grund mehr warum ich Atheist bin. Immer noch einer der hohlsten Gründe jemand anderem das Leben zu nehmen, nur weil er/sie an das "falsche" imaginäre Idol glaubt...
    Und die Vergeltung macht ja nicht mal Sinn, der Attentäter in Neuseeland hatte offenbar aus rassistischen Motiven gehandelt, aber bei Ideologien ist es ja auch sinnlos nach rationalen Gründen zu suchen. Dasselbe kann man ja auch in der Politik beobachten.
    Einfach nur tragisch und feige.
  • Domino 23.04.2019 15:24
    Highlight Highlight Saemtliche Gewalttaten sind natuerlich abscheulich und zu verurteilen. Es besteht aber ein fundamentaler Unterschied zwischen diesem Massaker in Sri Lanka und dem in Christchurch. Der Attentaeter in Christchurch war ein irrer Einzelgaenger, er konnte sich nicht auf eine Religion oder Unterstuetzer Gruppe berufen. Die Attentaeter in Sri Lanka gehoeren einem gut vernetzten islamistischen Netzwerk an, mit zahlreichen Unterstuetzern und Sympatisanten unter Muslimen auf der ganzen Welt.
    • Huelsensack 23.04.2019 18:31
      Highlight Highlight Sind die Täter Weiss und Christlich heisst es immer. Oh, es war ein Einzeltäter, ein Irrer. Er hatte keine Freunde. Seine Familie war mit ihm überfordert und wusste von nichts. Echt jetzt? Wie denkst du kommt einer in Neuseeland ohne Hilfe und unbemerkt an all diese Waffen?
    • H. L. 23.04.2019 18:58
      Highlight Highlight Nun, auch der Christchurch-Attentäter hat viele (anonyme) gut vernetzte Sympathisanten auf der ganzen Welt - man findet sie vornehmlich im Internet.
    • Xnce 23.04.2019 22:47
      Highlight Highlight @Huelsensack

      Oder es heisst, dass es ein Einzeltäter war, weil er die tat alleine begangen hat (Definition von Einzeltäter!) und die in Sri Lanka nicht?

      Nachdem ich ihren Kommentar gelesen habe, mache ich mir echt sorgen um Sie.
  • Don Alejandro 23.04.2019 13:13
    Highlight Highlight ...und die Spirale des Hasses dreht mal wieder weiter. Wir werden es nie lernen.
    • TheOnlyZeus 23.04.2019 14:27
      Highlight Highlight "Wir"? Ich habe das durchaus gelernt.
  • swisskiss 23.04.2019 13:06
    Highlight Highlight Ah ja... Seit wann brauchen Terroristen, egal welcher Couleur, Ideologie oder Religion, einen Vorwand um Terror zu verbreiten?

    Das die Planung einer solch koordinierten Anschlagsserie Monate braucht, ist die wesentliche Frage: Von welchen innenpolitischen Problemen will die Regierung Sri Lankas ablenken?

    Das die interreligiösen Spannungen in diesem Land steigen , ist offensichtlich und unbestritten.

    Aber einen solchen Versuchsballon des Auge um Auge Narrativs, ist nur noch peinlich und ist der Versuch von eigener Unfähigkeit abzulenken. Nice try, aber fällt nicht Jeder darauf rein.
  • Knäckebrot 23.04.2019 12:44
    Highlight Highlight So Sätze wie: "Rachegelüste und Hass, nicht Religion, hätten die Täter motiviert" mag ich fast nicht mehr höhren.

    Rachegelüste und Hass sind Gefühle. Religion ist auf einer ganz anderen Ebene. Ein System, mit definiertem Weltbild, welches je nach Dogmatik sogar vorgibt welche Gefühle und Empfindungen anzustreben sind.

    Klar kann die Theologie Rache und Hass begünstigen oder auch Vergebung und Versöhnung. Je nach dem, wie was ideologisch gewertet wird.
    • Saraina 23.04.2019 14:37
      Highlight Highlight Allerdings ruft der Islam als Theologie eben nicht zu Hass und Rache auf, sondern zu Gerechtigkeit und Vergebung.

      Wie übrigens auch das Christentum, dessen Gründer sich auch gewundert haben dürfte, als seine Theologie zum Genozid an den Indianern Südamerikas und Versklaving grosser Mengen von Afrikanern benutzt wurde.

      Es gibt nichts Gutes, dass der Mensch nicht pervertieren kann.
    • Deckardcain 23.04.2019 14:44
      Highlight Highlight Was hättest du den lieber gehört?
    • Rabbi Jussuf 23.04.2019 21:14
      Highlight Highlight Saraina
      "Allerdings ruft der Islam als Theologie eben nicht zu Hass und Rache auf, sondern zu Gerechtigkeit und Vergebung."
      Man kann das nicht mehr hören! Eine simple Propaganda.

      Das war schon vor Jahren grundfalsch und ist es heute immer noch. Wer nur ein bisschen im Koran liest - egal wo - kommt auf gänzlich andere Aussagen.

      Ich würde dir empfehlen, etwas mehr Abstand zu nehmen, vielleicht siehst du dann den Wald wieder...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aurum 23.04.2019 12:26
    Highlight Highlight Feuer mit Petrol bekämpfen. Sehr gute Idee.
  • Unicron 23.04.2019 12:26
    Highlight Highlight Hin und her und hin und her und hin und her und hin und her und hin und her.
    Ist ein bisschen wie Tennis.

    Und erinnert an den Israel Konflikt.
    • Knäckebrot 23.04.2019 12:48
      Highlight Highlight Nur, dass es kein hin und her ist, sondern sie sich bei Leuten rächen, welche weder ethnisch, national, ideologisch, religiös null Bezug zum anderen haben.

      Das ist genau gleich wie damals beim Charlie Hebdo vorfall, als Muslime dann in Niger Kirchen anzündeten und Christen umbrachten.

      Ich bezweifle auch, dass sich die Sri Lankis bei Muslimen rächen werden.
    • Saraina 23.04.2019 14:33
      Highlight Highlight In Sri Lanka wurden schon letztes Jahr muslimische Häuser und Geschäfte angezündet. Auch die christliche Minderheit muss von Extremisten in der buddhistischen Mehrheit, die sich an Myanmar orientieren, einstecken.

      Es gab gute Gründe für den Entscheid der Regierung, eine Ausgangssperre zu verhängen, und die sozialen Medien zu blockieren. Der Krieg zwischen der Regierung und den Tamil Tigers ist erst zehn Jahre her, und wurde beidseitig mit grosser Grausamkeit geführt. Die Tigers benutzten damals auch Selbstmordattentate auf zivile Ziele.
    • Mutzli 23.04.2019 15:47
      Highlight Highlight @Knäckebrot

      Bzgl. Racheaktionen sollten Sie sich wohl keine Illusionen machen; Sri Lanka hat eine leider lange Geschichte religiös motivierter Gewalt gegen religiöse Minderheiten, inkl. Christen, Muslime und Hindus (siehe z.B. -> https://www.theguardian.com/world/2019/apr/21/sri-lanka-caught-off-guard-attacks-despite-violent-past) oder die anti-muslimischen Ausschreitungen im März 2018:"hundreds of Muslim families had watched their homes ransacked and their businesses set on fire" (https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/may/05/facebook-anti-muslim-violence-sri-lanka)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pisti 23.04.2019 12:01
    Highlight Highlight Und wieso machen sie die Vergeltung dann nicht in Neuseeland?
    Gut ist dass Sri-Lanka warscheinlich mit aller Härte gegen die Islamisten vorgehen wird.
    • TheOnlyZeus 23.04.2019 14:27
      Highlight Highlight Ich verstehe zwar irgendwie was du meinst, aber es wäre in Neuseeland genau so falsch gewesen und hätte die falschen getroffen.
  • ubu 23.04.2019 11:59
    Highlight Highlight NEIN. Die Anschläge "waren" nicht die Vergeltung, sie werden von den Terroristen so legitimiert! Übernehmt doch nicht die Auge-um-Auge-Rhetorik der Terroristen. Was die Anschläge WAREN ist: genauso blöd, sinnlos und menschenverachtend, wie diejenigen in Christchurch (und Syrien. Und Nizza. Und Irak. Und Paris. Und hunderte andere bescheuerte Terror-Anschläge)
  • So en Ueli 23.04.2019 11:57
    Highlight Highlight Mol, sehr schlaues Verhalten von diesen Terroristen. Die denken auch nicht viel weiter als ihr eigener Tellerrand. Die wissen wohl nicht, dass Gewalt nur mehr Gewalt fördert. Schade, dass es solche Menschen gibt, deren Sprache nur die der Gewalt ist.
    • Liselote Meier 23.04.2019 13:18
      Highlight Highlight Das ist ja eben das terroristische Kalkül.
      Die Gewaltspirale zu seinen Gunsten drehen lassen um so Zulauf zu erhalten um Raumgreifend agieren zu können.

      Mit einem terroristischem Anschlag zeigt man , dass der "Feind" angreifbar ist und drängt ihn zu einer Überreaktion auf ganze Bevölkerungsgruppen, die radikalisiert sich dadurch und wenn das Kalkül aufgeht, gibt es regen Zulauf und man ist in der Lage militärische Ziele ins Visier zu nehmen, Gebiete erobern usw.
    • Walter Sahli 23.04.2019 13:39
      Highlight Highlight Perfekt zusammengefasst, Frau Meier!
    • So en Ueli 23.04.2019 14:40
      Highlight Highlight Wenn es so weiter geht, dann würde ich eine Zukunft à la Equilibrium begrüsse. Weg mit den dummen Emotionen. ;-)
  • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 23.04.2019 11:18
    Highlight Highlight Zum glück liess sich da wieder wer finden dem man es in die Schuhe schieben kann, ohne Fakten oder Beweise.


    Viel Kraft den Hinterbliebenen in der nächsten Zeit...
    • MetalUpYour 23.04.2019 11:59
      Highlight Highlight Woher kennst Du denn die aktuellen Ermittlungsergebnisse bzw. die derzeitige Beweislage so genau?
    • Unicron 23.04.2019 12:24
      Highlight Highlight Wem sollen sie es denn beweisen?
      Dir?
      Und warum sollten sie?
      Und welcher Art müssen diese Beweise sein damit sie von Skeptikern akzeptiert werden?
      Ich bin weder Polizist noch Forensiker, vermutlich würde ich die Beweise dafür nicht mal als solche erkennen wenn sie vor mir liegen würden. Also solange unsere Regierungen nicht sagen "Ääääh, das sehen wir aber anders!" gehe ich davon aus dass die zuständigen Behörden wissen wie sie ihren Job machen müssen.
    • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 23.04.2019 13:07
      Highlight Highlight Metalup

      Wo behaupte ich das ich die Beweislage kenne?

      Gemäss der Polizei & den Nachrichten Islamisten.
      Beweise hat man keine.

      Seltsam ist auch, das man von den "Plänen" wusste, aber nichts unternommen hat? Wüsste ich von solchen Plänen, würde ich sehr wohl was dagegen unternehmen.

      Uni;
      Da ich indirekt davon betroffen bin, weil eine ganze Glaubensgemeinschaft seit Jahrzehnten als der Bösewicht schlechthin dargestellt wird und man dies im Alltag spürt, wären Beweise nett.

      Unsere Regierungen sagten damals auch & heute noch im Irak gings nicht um das Öl.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Things will be different when I take over the worl 23.04.2019 11:10
    Highlight Highlight Was für bekloppte Leute. Mühsam, dass sich die Welt noch immer mit diesen religiösen/politischen Eiferern abgeben muss. Die gehören alle zusammen in die Klapse. Dafür müsste man bei der unerhörten Menge an Idioten auf dieser Welt ein ganzes Land für die Psychiatrie mieten. Salafisten, Faschisten, Frauenhasser, radikale Anhänger der evangelischen Kirche... alle zusammen ein Graus und alle zusammen reif für die Klapse.
    • Fandall 23.04.2019 16:13
      Highlight Highlight Ich fand damals die Idee von Scott Adams, den Islamischen Staat mit einer Mauer zu begrenzen und sich selbst versorgen zu lassen eigentlich ganz gut. Dann hätten die ihr Kalifat gehabt, und alle anderen ihre Ruhe.
      Deine Idee klingt schon fast wie eine Art Battle Royale der Fundis der Welt. Ethisch bedenklich und irgendwie hat's trotzdem was.
  • Wander Kern 23.04.2019 10:56
    Highlight Highlight Furchtbar.
  • Deckardcain 23.04.2019 10:50
    Highlight Highlight «Auge um Auge und die ganze Welt wird blind sein.»
    - Mohandas Karamchand Gandhi
    • Gender Bender 23.04.2019 11:46
      Highlight Highlight @Deckardcain: Der Träumer hat Hitler auch einen Brief geschrieben und darin angedeutet er solle doch das mit den Kriegen sein lassen. Lustig, nicht, diese kindlichen Vorstellungen.
    • Deckardcain 23.04.2019 12:25
      Highlight Highlight Gandhi hatte seine Fehler,dennoch denke ich einen naiven Versuch zu unternehmen besser ist, als es zu ignorieren.
  • Baba 23.04.2019 10:50
    Highlight Highlight Aug um Aug, Zahn um Zahn... dieses alttestamentarische Verhalten bringt die Welt kein Jota weiter.
    • El Vals del Obrero 23.04.2019 11:44
      Highlight Highlight "Aug um Aug, Zahn um Zahn" wäre es wohl gewesen, wenn sie den Christchurch-Attentäter umgebracht hätten.

      Einfach beliebige andere Leute, die per Zufall zur einer selben Gruppe gehören, sonst aber rein gar nichts miteinander zu hatten, war damit wohl nicht gemeint.

      Aber eben, sobald es nicht um die eigene Gruppe geht, scheint es leider menschlich-psychologisch so zu sein, dass man es nicht mehr schafft einzelne Gruppenmitglieder auseinanderzuhalten. (Auch in anderen Bereichen)
    • DomKi 23.04.2019 12:29
      Highlight Highlight Moment, Moslems richten sich nicht nach AT
    • Knäckebrot 23.04.2019 12:35
      Highlight Highlight El Vals: Der von NZ gehörte nicht mal zur selben Gruppe und berief sich gar nicht auf Jesus, wie die Sri lankischen Opfer. Er sah sich als ethno-Nationalist und Ökofaschist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gigi,Gigi 23.04.2019 10:49
    Highlight Highlight Nach dieser Logik sind wir am Schluss alle tot.
    • Bert der Geologe 23.04.2019 13:11
      Highlight Highlight @Gigi: Es ist die Logik der hirnverbrannten Fanatiker, die uns fassungslos macht.
    • Devante 23.04.2019 16:52
      Highlight Highlight das sind wir früher oder später ohnehin
    • Gigi,Gigi 23.04.2019 18:34
      Highlight Highlight Lieber später eines natürlichen Todes als früher und vor allem als Opfer von hirnverbrannten Fanatikern.

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