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Mülllawine auf Philippinen – Ein Toter, Dutzende Vermisste

Mülllawine auf Philippinen – Ein Toter, Dutzende Vermisste

09.01.2026, 15:4309.01.2026, 15:43

Durch eine gewaltige Mülllawine ist auf einer Deponie auf den Philippinen ein Mensch ums Leben gekommen, viele weitere sind verschüttet.

A man cleans garbage along a flooded street due to Typhoon Fung-wong and high tide on Monday, Nov. 10, 2025, in Navotas, Philippines. (AP Photo/Aaron Favila)
Philippines Extreme Weather Asia Typhoon
Anhaltende Regenfälle machten den Müllberg nach Angaben der Stadtverwaltung instabil.Bild: keystone

Mindestens 34 Menschen gelten als vermisst, nachdem grosse Mengen Abfall am Donnerstag eine Recyclinganlage und mehrere Häuser unter sich begraben haben, wie örtliche Behörden mitteilten. Rettungskräfte suchten auch in der Nacht nach Vermissten.

Regen machte Müllberg instabil

Anhaltende Regenfälle machten den Müllberg nach Angaben der Stadtverwaltung instabil. Die meisten Vermissten seien Beschäftigte der Deponie und der Recyclinganlage; zudem wurden nahegelegene einfache Wohnhäuser teilweise verschüttet.

Aufnahmen in sozialen Netzwerken zeigten das eingestürzte Dach und den zerdrückten Metallrahmen der Recyclinganlage sowie weit verstreuten Müll. Nach der Mülllawine war eine Staubwolke über dem Gebiet zu sehen, Schreie und Weinen von Kindern war zu hören.

An aerial view of a huge mound of garbage that collapsed at a waste segregation facility in Binaliw, Cebu city on Friday, Jan. 9, 2026. (AP Photo/Jacqueline Hernandez)
APTOPIX Philippines Landfill Col ...
Die Philippinen kämpfen seit Jahren mit massiven Problemen bei der Abfallentsorgung.Bild: keystone

67 Menschen seien aus Müll, Schutt und Trümmern gerettet worden, von denen 12 in medizinischer Behandlung seien, sagte der Bürgermeister von Cebu City, Nestor Archival. Die Stadt liegt rund 560 Kilometer südlich von Manila, der Hauptstadt des südostasiatischen Inselstaates.

Ähnliches Unglück bereits im Jahr 2000

Die Philippinen kämpfen seit Jahren mit massiven Problemen bei der Abfallentsorgung. Offene Deponien gelten insbesondere in ärmeren Wohngebieten als Risiko.

Im Juli 2000 geriet nach tagelangem Starkregen in einem Armenviertel von Quezon City im Grossraum Manila ein riesiger Müllberg ins Rutschen. Mehr als 200 Menschen kamen ums Leben, viele weitere galten als vermisst. In der Folge wurden strengere Regeln beschlossen – ihre Umsetzung gilt jedoch als unzureichend. (sda/dpa)

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