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twitter polizei bayern

Die Botschaft hinter diesem Bild ist klar und deutlich.
Bild: twitter/bpol_by

Ein syrisches Flüchtlingskind schenkt der Polizei ein Bild – und das sagt mehr als tausend Worte



Einem Grossteil der Flüchtlinge, die derzeit in Europa ankommen, fällt es wahrscheinlich schwer, sich mit den hiesigen Behörden zu verständigen. Vor allem bei Kindern dürfte die Sprachbarriere oftmals gross sein. Doch wie so oft sind es eben gerade die Kleinsten, denen es dennoch gelingt, sich auf kreative Art und Weise verständlich zu machen.

Einen Beweis dafür hat ganz aktuell die deutsche Bundespolizei geliefert. Denn den Einsatzkräften in Passau, im Bundesland Bayern, ist ein ganz besonderes Geschenk gemacht worden: Ein syrisches Flüchtlingskind hat für sie ein Bild gemalt. Darauf zu erkennen ist der starke Kontrast zwischen dem früheren Leben des Kindes – in Gewalt und Terror – und seiner heutigen Situation im friedlichen Deutschland.

Ohne ein einziges Wort gesagt zu haben, konnte das Kind seine grosse Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Sichtlich gerührt veröffentlichte die Bundespolizei Bayern ein Foto von dem gemalten Bild auf Twitter – und löste damit eine Welle der Begeisterung aus. Nach nur einem Tag wurde der Beitrag mehr als 2500 Mal geteilt und knapp ebenso oft favorisiert.

Immer mehr Kinder auf der Flucht

Die Anzahl der Kinder auf der Flucht nach Europa hat sich laut UNO-Angaben in den vergangenen Monaten dramatisch um 80 Prozent erhöht. Von Januar bis Ende Juli stellten bereits 133'000 Minderjährige in Europa Asylanträge und damit durchschnittlich 19'000 pro Monat. Wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) am Freitag in Genf weiter mitteilte, stammten die meisten dieser Kinder aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan. UNICEF fehle es an Mitteln, um alle Flüchtlingskinder gut betreuen zu können, erklärte Marie-Pierre Poirier, die UNICEF-Koordinatorin für die Flüchtlingskrise. Die Organisation appelliere daher an Geberstaaten und Spender, zusätzlich 14 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen. (sda/dpa)

(viw)

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Mehr zum Thema: Kinder auf der Flucht

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