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Australien bestraft Hitlergruss künftig mit Gefängnis

Australien bestraft Hitlergruss künftig mit Gefängnis

06.02.2025, 15:2106.02.2025, 15:21

Das australische Parlament hat eine Gesetzesnovelle verabschiedet, die Mindeststrafen für eine Reihe von Vergehen festlegt, darunter das Zeigen des Hitlergrusses. Die Gesetzesänderung sieht unter anderem eine Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis für den Hitlergruss sowie drei Jahre für Terrorfinanzierung und sechs Jahre für die Beteiligung an einem Terroranschlag vor.

Sie wurde von der Mitte-Links-Regierungsmehrheit und der konservativen Opposition unterstützt. Australien war zuletzt von einer Reihe antisemitischer Vorfälle erschüttert worden. Vergangene Woche hatte die Polizei bekanntgegeben, in einem Wohnwagen am Stadtrand von Sydney Sprengstoff und Drohschreiben gegen jüdische Einrichtung gefunden zu haben.

In den Monaten zuvor waren unter anderem eine Kindertagesstätte in Sydney in Brand gesteckt, eine Synagoge in Melbourne mit Brandbomben angegriffen und jüdische Wohnviertel mit antisemitischen Graffitis besprüht worden.

Die Gesetzesnovelle verschärft zudem Straftaten im Zusammenhang mit der Befürwortung von Gewalt und schaffen neue Straftaten für die Androhung von Gewalt oder die Beschädigung von Eigentum.

Premierminister Anthony Albanese verteidigte seine Unterstützung für obligatorische Mindeststrafen, obwohl seine Partei solche Massnahmen eigentlich ablehnt. «Wir wollen, dass Menschen, die an antisemitischen Aktivitäten beteiligt sind, gefasst, angeklagt und in den Knast gesteckt werden. Das ist meine Priorität», sagte der Regierungschef. (dab/sda/afp)

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