International
Bankgeheimnis

Das Bankgeheimnis ist in Österreich Geschichte

Das Bankgeheimnis ist in Österreich Geschichte

07.07.2015, 15:2707.07.2015, 15:28

Österreich schafft im Zuge der Finanzierung einer grossen Steuerreform sein umstrittenes Bankgeheimnis ab. Die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament erreichte die rot-schwarze Koalitionsregierung am Dienstag mit den Stimmen der oppositionellen Grünen.

Insgesamt soll das Reformpaket, das Anfang 2016 in Kraft tritt, der Staatskasse rund fünf Milliarden Euro bescheren. Vom Wegfall des Bankgeheimnisses verspricht sich die Regierung durch bessere Kontrollmöglichkeiten Mehreinnahmen bei der Besteuerung von Kapitalerträgen von rund 700 Millionen Euro.

Nur bei begründetem Verdachtsfall

Dafür soll ein zentrales Register eingeführt werden, in dem sämtliche der rund 20 Millionen Konten bei Geldinstituten in Österreich erfasst werden.

«Wir wollen nicht, dass das Bankgeheimnis länger missbraucht wird», sagte SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer. Steuerbetrug sei Diebstahl an der Gesellschaft. Voraussetzungen für eine Kontoeinsicht sind aber ein begründeter Verdachtsfall sowie die Genehmigung eines Richters am Bundesfinanzgericht.

Teil der umfassenden Reform ist eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 50 auf 55 Prozent ab Einkommen von einer Million Euro. Die Steuer auf Kapitalerträge wird auf 27.5 Prozent erhöht, während sie bei Zinsen für Sparkonten bei 25 Prozent bleibt. (whr/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Diesel jetzt auf Rekordhoch – was das für Schweizer Hypotheken bedeutet
Der Iran-Krieg hat einen globalen Energiepreisschock ausgelöst, der zunehmend auch in der Schweiz die Hypothekarzinsen bewegt.
Die Zinsen bewegen sich weltweit. In den USA stiegen die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen diese Woche zwischenzeitlich auf über 5 Prozent und erreichten damit den höchsten Stand seit 19 Jahren. Dann musste die Notenbank Fed ihren Leitzins erhöhen, obwohl US-Präsident Donald Trump vehement eine Senkung gefordert hatte. Die Fed hatte keine Wahl. Wie ihr neuer Chef, Kevin Warsh, sagte:
Zur Story