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80 Festnahmen bei neuen Protesten in Belarus gegen Lukaschenko



epa08639430 Belarus students march with the opposition flags to show their solidarity with political prisoners in Minsk, Belarus, 01 September 2020. Belarusian students marked the beginning of a new schpool year with protest solidarity action. Opposition protests in Belarus continue against alleges poll-rigging and police violence at protests following election results claiming that president Lukashenko had won a landslide victory in the 09 August elections.  EPA/STRINGER

Die Proteste gehen weiter - die Verhaftungen auch. Bild: keystone

Bei den Studentenprotesten in Belarus (Weissrussland) gegen den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko hat es nach Angaben von Aktivisten fast 80 Festnahmen gegeben. Das Menschenrechtszentrum Wesna listete in der Nacht zum Mittwoch allein für die Hauptstadt Minsk 75 Festgenommene mit Namen auf.

Hunderte Studenten waren am Dienstag zum Beginn des neuen Semesters auf die Strasse gegangen und hatten etwa die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert. Dabei gingen die Sicherheitskräfte teilweise rabiat gegen friedlichen Demonstranten vor.

Erneut gerieten auch Journalisten ins Visier der Uniformierten. Der Journalistenverband des Landes sprach von rund zehn Medienvertretern, die in Polizeigewahrsam kamen. Das unabhängige Portal tut.by berichtete, dass sechs von ihnen die Nacht in einer Polizeistation verbracht hätten. Sie sollen nun wegen angeblicher Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration vor Gericht kommen.

Vor der Polizeistation hätten Journalisten in der Nacht Mahnwachen abgehalten, schrieb das Nachrichtenportal weiter. Die Medienvertreter seien während ihrer Arbeit festgenommen worden. Bereits in den vergangenen Tagen waren die Behörden gegen Journalisten vorgegangen. Vielen Medienvertretern wurde die Akkreditierung entzogen, darunter auch einem ARD-Fernsehteam.

Hintergrund der Proteste ist die Präsidentenwahl vor mehr als drei Wochen. Lukaschenko hatte sich danach mit 80.1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die Opposition hält dagegen Swetlana Tichanowskaja für die wahre Siegerin. Die Abstimmung steht international als grob gefälscht in der Kritik. (aeg/sda/dpa)

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