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Urnen-Odyssee: Brite war fünf Tage in Haft wegen verdächtiger Asche in Urne

Urnen-Odyssee: Brite war fünf Tage in Haft wegen verdächtiger Asche in Urne

13.03.2016, 11:1613.03.2016, 11:33

Ein Brite, der die Asche seines verstorbenen Freundes auf dessen Wunsch hin in Kanada verstreuen wollte, ist von den dortigen Grenzbehörden festgenommen und für fünf Tage ins Gefängnis gesteckt worden.

Wie der Sender CBC am Samstag berichtete, war der 41-jährige Russell Laight in die kanadische Provinz Neuschottland an der Atlantikküste unterwegs, die der an Krebs gestorbene Simon Darby besonders geschätzt hatte.

Bei seiner Ankunft am Flughafen von St. John's beschlagnahmten die Grenzbeamten dem Bericht zufolge die Urne, um deren Inhalt auf möglicherweise illegale Substanzen zu untersuchen. Bei einer ersten Analyse wurden demnach Spuren von Ketamin nachgewiesen. Ketamin ist ein Narkosemittel, das ursprünglich für die Tiermedizin entwickelt wurde. Es wird aber auch als Partydroge konsumiert.

Laight sagte dem Sender, er habe daraufhin fünf Tage in Haft verbracht und sei behandelt worden «wie ein Krimineller». Eine weitere Untersuchung, diesmal in Ottawa, ergab, dass die Urne kein Ketamin enthielt. Am Montag kam Laight wieder auf freien Fuss. Jetzt will er die Asche seines Freundes so schnell wie möglich zurückbekommen, um ihm seinen letzten Wunsch doch noch zu erfüllen.

Der Brite räumte zugleich ein, dass er die für die Einfuhr der Urne erforderlichen Formalitäten nicht beachtet habe. Seinen Sinn für Humor hat Laight indes nicht verloren. Wie er dem Sender sagte, hätte sich sein Freund Simon über sein Abenteuer wohl köstlich amüsiert und gesagt: «Du hast eine Dummheit begangen, jetzt trägst du die Folgen». (sda/afp)

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