International
Boeing

Abstürze von Boeing 737 Max: Richter billigt Deal mit Washington

Richter billigt Boeing-Deal mit Washington zu Max-Abstürzen

06.11.2025, 19:3506.11.2025, 19:35

Für Boeing soll es nach einer US-Gerichtsentscheidung keine weitere Strafverfolgung wegen zweier tödlicher Abstürze von Flugzeugen des Typs 737 Max geben. Der zuständige Richter im Bundesstaat Texas billigte eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Flugzeugbauer und dem US-Justizministerium. Boeing wird als Teil des Deals weitere gut 1,1 Milliarden US-Dollar zahlen.

Bei den Unglücken im Oktober 2018 und März 2019 waren 346 Menschen ums Leben gekommen. Zentraler Auslöser war eine Assistenzsoftware, die die Piloten unterstützen sollte, aber unter bestimmten Umständen zu stark in die Steuerung eingriff. Mitarbeiter des Flugzeugbauers hatten bei der Zertifizierung der 737 Max durch US-Behörden spezielle Schulungen für die Software für unnötig erklärt.

Boeing soll nach der Vereinbarung eine weitere Strafe von 243,6 Millionen Dollar zahlen und zusätzlich 444,5 Millionen Dollar in einen Fonds für Hinterbliebene einbringen. 455 Millionen Dollar sollen zur Stärkung der Sicherheit und Qualität ausgegeben werden. Der Richter lehnte zugleich die Forderung einiger Opferfamilien ab, einen Sonderermittler einzusetzen. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wrackteile von Flug MH370 entdeckt?
1 / 5
Wrackteile von Flug MH370 entdeckt?
Auf den Bildern vom 23. März sind «unbekannte Objekte» zu sehen, bei denen es sich um Trümmer der seit dem 8. März vermissten Boeing 777 handeln soll. (EPA/AZHAR RAHIM)
quelle: epa / tim brakemeier
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Boeing 737 stürzt in China ab – 133 Menschen an Bord
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Wo das Kerosin bereits jetzt knapp wird – und wie die Schweiz gewappnet ist
Die Schliessung der Strasse von Hormus führt zu Engpässen an internationalen Flughäfen. Der Bund rechnet mit ausbleibenden Lieferungen, und zwar schon bald.
Was, wenn die Zapfsäule plötzlich leer ist? Diese Frage treibt derzeit internationale Fluggesellschaften um. So auch die Muttergesellschaft der Swiss, die Lufthansa. Der Kranich-Konzern befürchtet, dass es zu Engpässen bei der Kerosin-Versorgung kommen könnte, sollte der Krieg in Nahost anhalten. «Die Frage der Verfügbarkeit von Flugkraftstoff ist an einigen asiatischen Flughäfen bereits jetzt schwierig», sagt Grazia Vittadini, Vorständin für Technik, IT und Innovation der «Welt am Sonntag».
Zur Story