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Brasilianischer Präsident will Handelsabkommen noch dieses Jahr

Brasilianischer Präsident will Handelsabkommen noch dieses Jahr

17.07.2023, 14:5117.07.2023, 15:22
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Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva strebt trotz anhaltender Differenzen mit europäischen Staaten einen zügigen Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur an.

epa10751069 Brazil's President Luiz Inacio Lula da Silva delivers a speech at the opening of the EU-LAC Business Round Table at the European Commission headquarters in Brussels, Belgium, 17 July  ...
Lula da Silva am Gipfel in Brüssel. Bild: keystone

Man wolle den Deal noch «in diesem Jahr abschliessen», sagte Lula am Montag in Brüssel vor einem Gipfeltreffen der EU mit lateinamerikanischen und karibischen Staaten. Ein «ausgewogenes Abkommen» werde «neue Horizonte» eröffnen.

Das geplante Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay liegt seit dem Abschluss von Verhandlungen im Jahr 2019 auf Eis, weil einigen EU-Staaten nicht stark genug auf Themen wie Klima, Umwelt und Menschenrechte eingegangen wird. Vorschläge für eine Zusatzerklärung wollten die Südamerikaner bislang allerdings nicht akzeptieren. Das Freihandelsabkommen könnte eine der grössten Freihandelszonen der Welt mit mehr als 700 Millionen Menschen schaffen. Es soll Zölle abbauen und damit den Handel ankurbeln.

Lula betonte in seiner Rede zum Auftakt des Gipfels in Brüssel die Bedeutung des öffentlichen Auftragswesens für die Handelsbeziehungen. Diese seien ein wichtiges Instrument zur Vernetzung von Investitionen in die Infrastruktur und zur Unterstützung der Industriepolitik, sagte er. Zum öffentlichen Auftragswesen gehören beispielsweise Ausschreibungen für den Neubau öffentlicher Gebäude oder Strassen. (saw/sda/dpa)

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