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Brasilien: Präsidentensohn wegen organisierter Kriminalität angeklagt

Brasilien: Präsidentensohn wegen organisierter Kriminalität angeklagt

04.11.2020, 16:5404.11.2020, 16:54

Der Sohn des brasilianischen Präsidenten und Senator, Flávio Bolsonaro, ist wegen organisierter Kriminalität angeklagt worden.

Dem ältesten Sohn von Staatschef Jair Bolsonaro werden die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Veruntreuung, Unterschlagung und Geldwäsche während seiner Zeit als regionaler Abgeordneter zwischen 2007 und 2018 vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft von Rio de Janeiro am Mittwoch mitteilte.

ARCHIV - Flavio Bolsonaro, Sohn des brasilianischen Pr
Der Angeklagte: Flávio BolsonaroBild: sda

Die Klage richtet sich auch gegen Flávio Bolsonaros früheren Berater Fabrício Queiroz und 15 weitere Verdächtige. Queiroz war bereits im Juni im Rahmen von Geldwäscheermittlungen festgenommen worden. Auf seinem Konto wurden zwischen 2016 und 2017 «untypische Bewegungen» von 1.2 Millionen Reais (umgerechnet 200 000 Euro) festgestellt, wie es damals hiess.

Flávio Bolsonaro soll als regionaler Abgeordneter mehrere Angestellte auf seine staatlich finanzierte Gehaltsliste gesetzt haben, die tatsächlich gar nicht arbeiteten. Einen Teil ihres erschlichenen Gehalts sollen sie dann an Bolsonaro abgegeben haben. Der Senator wies die Vorwürfe zurück. «Ich habe nichts Verbotenes getan», schrieb er am Mittwoch auf Instagram. (saw/sda/dpa)

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