International
USA

JD Vance verteidigt Schüsse bei ICE-Einsatz in Minneapolis

Vance: «Sie hat versucht, ihn an seiner Arbeit zu hindern»

08.01.2026, 18:1308.01.2026, 18:13

US-Vizepräsident JD Vance hat die Kritik an tödlichen Schüssen eines Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE auf eine Frau in Minneapolis als «absurd» bezeichnet.

«Dieser Mann hat nur seine Arbeit gemacht. Sie hat versucht, ihn daran zu hindern», sagte Vance auf X in der Debatte darüber, ob die Schüsse des Beamten gerechtfertigt waren.

Der Vizepräsident warf der Frau dabei unter anderem vor, die Arbeit der Strafverfolgung behindert zu haben. Der Beamte habe ferner die Schüsse nicht abgegeben, um die Frau an der Flucht zu hindern. Stattdessen habe er «in Notwehr» gehandelt. Lokale Behörden widersprechen dieser Darstellung. Vance bezeichnete den Vorfall als «Tragödie».

Trump verteidigt Vorgehen

Am Mittwoch war eine Frau bei einem umstrittenen ICE-Einsatz im Bundesstaat Minnesota von dem Beamten erschossen worden. Nach Angaben der Polizei befand sich die 37-Jährige in ihrem Auto und blockierte eine Strasse, als sich ein ICE-Beamter zu Fuss näherte. Der Wagen setzte sich demnach in Bewegung, woraufhin mindestens zwei Schüsse fielen. Die Frau habe eine Kopfverletzung erlitten und sei im Krankenhaus für tot erklärt worden.

Auch US-Präsident Donald Trump verteidigte den Schützen. Der demokratische Gouverneur des Bundesstaates, Tim Walz, warf der US-Regierung hingegen eine Führung vor, die darauf ausgelegt sei, «Angst, Schlagzeilen und Konflikt zu erzeugen». Der demokratische Bürgermeister der Stadt, Jacob Frey, hatte die Darstellung der Selbstverteidigung nach Sichtung von Videoaufnahmen entschieden zurückgewiesen.

Trump verschärfte in seiner zweiten Amtszeit, die bald ein Jahr dauert, massiv seine Abschiebepolitik. ICE-Einsätze sind dabei ein wichtiger Bestandteil. Razzien der Behörde gegen Migranten mit teils vermummten Beamten führen regelmässig in vielen demokratisch regierten Städten zu Protesten. (sda/dpa)

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71 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gurgelhals
08.01.2026 18:58registriert Mai 2015
Frage: Ist es wirklich nötig, die derart offensichtlichen und immer schamloseren Lügen dieser "Regierung" immer noch zu verbreiten? Weil: Hilfreich ist es garantiert nicht und sehr wahrscheinlich macht man den Schaden nur noch grösser, wenn man diesem, pardon, Dreck auch noch zusätzliche Reichweite gibt.
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Eckhardt
08.01.2026 19:51registriert Juni 2024
Vance lässt das jurist. Argument der Verhältnissmässigkeit völlig ausser Acht.
Weil jemand ‚seine Arbeit macht‘, reicht noch lange nicht um, Mord zu rechtfertigen.
Verklausuliert meint Vance wohl:
Wenn Leute die Aufträge vom Präsidenten, vom Vize und anderen Regierungsmitglieder ausüben, haben sie die Erlaubnis, Leute die Widerstand leisten bei solchen Aufträgen, durch Niederknallen aus dem Weg zu räumen.
Es braucht kein Gesetz, kein Verfahren, kein Gericht, keine Gewaltentrennung. Trump und Co sind alles selbst.
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Firefly
08.01.2026 19:21registriert April 2016
Ich werde dauernd daran gehindert meine Arbeit zu machen. Ich hätte schon duzende auf dem Gewissen nach dieser Logik.
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