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Britisches Unterhaus beschliesst Ende der EU-Freizügigkeit – kommt jetzt ein Punktesystem?



Dreieinhalb Monate nach dem Brexit hat das britische Unterhaus das Gesetz zur Beendigung der Freizügigkeit für europäische Arbeitskräfte verabschiedet. Der Gesetzentwurf wurde am Montagabend mit den Stimmen der konservativen Mehrheit gebilligt. 351 Abgeordnete stimmten für die Vorlage, 252 dagegen.

Auch nach dem Brexit wandern immer noch mehr EU-B

Grossbritannien war am 31. Januar nach 47 Jahren Mitgliedschaft aus der EU ausgetreten. Bild: EPA

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass ab Januar 2021 Arbeitskräfte aus der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz keinen freien Zugang zum britischen Arbeitsmarkt mehr haben.

Grossbritannien war am 31. Januar nach 47 Jahren Mitgliedschaft aus der EU ausgetreten. Bis Jahresende läuft jedoch eine Übergangsphase, in der das Land noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion bleibt. Die EU-Regeln gelten bis dahin weiter.

Welche Kriterien ab dem 1. Januar 2021 für die Zuwanderung europäischer Arbeitskräfte nach Grossbritannien gelten sollen, wird in dem Gesetzentwurf nicht präzisiert. Die Regierung von Premierminister Boris Johnson hatte jedoch bereits im Februar ein Punktesystem präsentiert, das Arbeitskräften mit besonderen Qualifikationen den Vorzug gibt.

Innenministerin Priti Patel sagte am Montag, das neue Zuwanderungssystem werde «tragfähiger, fairer und einfacher» sein. Es werde eine «wesentliche Rolle» bei der Genesung der britischen Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie spielen. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Obama & Clinton 19.05.2020 10:02
    Highlight Highlight Was sind denn die besonderen Qualifikationen? Wird es da eine Liste mit den geforderten Fähigkeiten (Schulabschlüsse, Arbeitszeugnisse, nachgewiesene Dienstjahre usw.) geben?

    Ich dachte, qualifiziert ist derjenige, der genau das Wissen, die Fähigkeiten und Erfahrungen mitbringt, die der Arbeitsmarkt gerade nachfragt, und nicht, wer den Wünschen und Vorstellungen einer übergeordneten Behörde entspricht, wie das in der Planwirtschaft der Fall war.
  • mrmikech 19.05.2020 09:58
    Highlight Highlight Kann die UK Wirtschaft nach (oder während) Corona-Krise das Brexit verkraften? Ein gigantisches Experiment für ein Land was es eigentlich sehr gut hat...
  • Popo Catepetl 19.05.2020 08:58
    Highlight Highlight Wie die EU-Lösung für Briten aussieht, weiss man noch nicht, oder?

    So weit ich weiss, hat die Schweiz bilateral mit GB die Weiterführung der jetzigen Freizügigkeit beschlossen. Stimmt das? Das würde sich aber klar zur von GB beschlossenen Punkteregelung widersprechen.
    • swisskiss 19.05.2020 09:37
      Highlight Highlight Popo Catepetl: Die Schweiz hat mit der "mind the cap" Strategie, die Weiterführung des Freihandels, Luftverkehr und Versicherungswesen nach dem Auslaufen der Blateralen gesichert. Die Personenfreizügigkeit ist kein Teil dieser Abkommen. Somit gilt diese Massnahme auch für die Schweiz!
  • Goldjunge Krater 19.05.2020 08:33
    Highlight Highlight Dreieinhalb Monate ist der Brexit schon Geschichte und UK gibts noch immer?

    Die Linken haben doch UK’s Untergang vorhergesagt.. Was läuft denn hier???
    • Amboss 19.05.2020 11:17
      Highlight Highlight Momentan ist der Brexit nur ein Stück Papier, auf dem steht, dass GB nicht mehr EU-Mitglied ist.

      Es gelten momentan gelten noch sämtliche Verpflichtungen wie vor dem Brexit. Insbesondere zahlt GB immer noch genau wie früher etc...

      Aber eigentlich weisst du das ja selbst ganz genau.
      Woher dein Bedürfnis kommt, Dinge zu schreiben von denen dun genau weiss, dass sie Unsinn sind, kann ich mir auch nicht erklären..
    • Samurai Gra 19.05.2020 11:45
      Highlight Highlight Nein der Brexit ist noch nicht zuende sondern die 1. Phase bis Ende Jahr tratt in Kraft, wir Sprechen am 1.1.21 nochmals den im Moment läuft es was Wirtschaft angeht +- noch wie bisher
    • Heidi Weston 19.05.2020 12:18
      Highlight Highlight Ach der Goldjunge....
      Die Umsetzung des Brexit beginnt erst. Bis Ende Jahr sind die Britten noch offiziell im EU Binnenmarkt und in der Zollunion. Ab 1. Januar 2021 ist der Brexit vollzogen. In einem Jahr können wir gerne noch einmal miteinander diskutieren ob sich der Brexit gelohnt hat oder nicht!

      P.S. Würden Sie die Artikel lesen müssten sie nicht so viel Blödsinn schreiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Varanasi 19.05.2020 08:06
    Highlight Highlight Na da bin ich mal gespannt, wie sie das Problem mit den osteuropäischen Erntehelfern lösen wollen. Die Briten selbst zu engagieren, hat jetzt in Corona-Zeiten schon nicht geklappt.
    Das gleiche Dilemma gibt es bei dem Pflegepersonal.

    • misohelveticos 20.05.2020 13:55
      Highlight Highlight Gerade heute im "Guardian" gelesen:
      "Environment secretary George Eustice calls on furloughed Britons to pick fruit"
      Wir haben in Deutschland auch unsere Probleme mit Erntehelfern. Die müssen nicht nur wollen, die müssen es auch können, z.B. Spargelstechen, schwere Arbeit, für die es viel Erfahrung braucht. Die haben polnische und rumänische Spargelstecher - deutsche Studenten und sonst. Freiwiliige meist nicht.
      Aber die Briten sind da bestimmt viel qualifizierter und flexibler, als wir Deutschen!
    • Varanasi 20.05.2020 14:04
      Highlight Highlight Ja, das ist wohl überall so.
      Aber das es nicht so ist, das die Briten flexibler sind, kannst du hier nachlesen:

      One recruiter said 50,000 people responded to the initial call for farm workers. Of those, 6,000 went for interviews, but so far only a couple of hundred have taken up jobs.

      https://www.bbc.com/news/business-52504186
  • bebby 19.05.2020 07:19
    Highlight Highlight Das läuft wohl darauf hinaus, dass weiterhin Banker aus aller Welt in London arbeiten dürfen, aber die Serviceindustrie durch inländische Arbeitskräfte ersetzt werden, die zu diesem Lohn arbeiten wollen. Falls es denn genügend davon gibt.
    • Hitsch 19.05.2020 07:45
      Highlight Highlight @bebby, Das die Engländer in die Service-Industrie arbeiten gehen, steht auf einem anderem Stern. Denn sie sind ja Grossssbritannien and "Rule the world" !!! (Übrigens dass können sie schon jetzt)
    • Jaklar 19.05.2020 09:07
      Highlight Highlight Vielleicht schon. Momentan sieht es aber eher danach aus, dass die banken sich zurückziehen. Wenn es keine einigung mit der eu gibt, dann sind die banken auf der insel am falschen platz. Die arbeitsplätze werden in die eu gezügelt.
    • mrmikech 19.05.2020 09:56
      Highlight Highlight Frage UK Firmen mal ob sie das wollen... Es geht nicht nur um Geld, weil ausländische Arbeitskräfte nicht unbedingt günstiger sind. Es geht um Ausbildung, Erfahrung und Produktivität, Werte die viele inländische Arbeitskräfte nicht genügend haben. Dies kann man nicht einfach lösen, das braucht Zeit, viel Zeit...
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