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Chinesen werfen Schwein Bungee-Turm hinunter – und kassieren Shitstorm

In China eröffnet ein Freizeitpark eine neue Anlage. Um sie einzuweihen, schmeissen die Mitarbeiter ein Schwein am Seil in die Tiefe. Auf Social Media hagelt es Kritik.



Ein Freizeitpark im Süden Chinas hat ein Schwein etwa 70 Meter in die Tiefe geworfen – gefesselt an einem Bungeeseil. Der Grund dafür war offenbar die Einweihung einer neuen Bungee-Jump-Anlage innerhalb des Parks.

Einem Bericht der «South China Morning Post» zufolge sei ein Video des Schweins am Bungeeseil in sozialen Netzwerken aufgetaucht und heftig von Nutzern kommentiert worden. Wie auf dem Video zu sehen ist, war das etwa 75-Kilogramm-schwere Tier mit Seilen gefesselt und wurde von zwei Männern nach oben auf den Turm getragen.

Dem Schwein wurde ein violettes Cape umgebunden, dann wurde es über den Abgrund in die Tiefe gestossen. In einem Video des Vorfalls ist lautes Quietschen des Schweines zu hören.

Die Reaktionen im Netz nach dem Vorfall waren heftig. Zahlreiche Personen beschwerten sich auf den chinesischen Social Media. «Ich sehe darin überhaupt nichts lustiges», schrieb etwa ein Nutzer in dem Netzwerk Weibo. Nur weil das Tier seine Angst nicht zeigen könne, hiesse das nicht, es habe keine. In China gibt es keine Gesetze, um Tiere zu schützen.

Der Mexin Wine Town Themenpark erklärte, es sei die Eröffnung der Anlage gewesen, zudem markiere der «Stunt» das Ende des «Jahr des Schweins». «Es war nur als eine kleine Unterhaltung gedacht», hiess es vom Park.

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Videobilder zeigen den Vorfall. Video: YouTube/The Paper 澎湃新闻

Mitarbeiter des Parks meinten gegenüber «Beijing News» es habe sich nicht um Tierquälerei gehandelt, sondern sei lediglich ein Experiment gewesen.

Mittlerweile hat sich der Park für den Vorfall entschuldigt. In einem Statement auf Weibo heisst es: «Wir nehmen die Kritik und den Rat vieler Internetnutzer aufrichtig an und entschuldigen uns hiermit aufrichtig bei den Internetnutzer und allen Gemeinschaften der Gesellschaft.»

Das Schwein überlebte den Sprung, wie auf den Videobildern zu sehen ist. Am Leben dürfte es aber mittlerweile nicht mehr sein, war es doch sowieso zur Schlachtung vorgesehen, wie Mitarbeiter des Parks aussagten.

(t-online.de/cma)

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