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China

Zhang berichtete über Wuhan. Nun ist sie in den Hungerstreik getreten

Sie berichtete aus Wuhan und musste deshalb hinter Gitter: Jetzt droht Zhang der Hungertod

Eine chinesische Journalistin wurde wegen ihrer Berichterstattung zur Pandemie in Wuhan inhaftiert. Nun droht sie im Hungerstreik zu sterben.
05.11.2021, 09:0505.11.2021, 12:08

Im Februar 2020 reiste die Journalistin Zhang Zhan nach Wuhan, um über das Chaos im Zentrum der Pandemie zu berichten. In Smartphone-Videos stellte die ehemalige Anwältin den Umgang der Behörden mit der Pandemie infrage.

A pro-democracy activist holds placards with the picture of Chinese citizen journalist Zhang Zhan outside the Chinese central government's liaison office, in Hong Kong, Monday, Dec. 28, 2020. Zha ...
«Streit gesucht und Unruhe gestiftet»: Zhang Zhan wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.Bild: keystone

Im Mai 2020 wurde Zhang verhaftet und im Dezember zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Grund: Sie habe «Streit gesucht und Unruhe gestiftet».

Im Gefängnis ist Zhang in den Hungerstreik getreten – und darum werde sie aufgrund ihres geschwächten Zustands den kommenden Wintern nicht mehr überleben, berichtete ihr Bruder Zhang Ju letzte Woche. Sie sei 177 Zentimeter gross und wiege momentan weniger als 40 Kilogramm. Zhang ergänzt: «Ich hoffe, die Welt erinnert sich daran, wie sie einmal war.»

Amnesty International forderte die chinesische Regierung auf, Zhang Ju sofort freizulassen, damit sie ihren Hungerstreik beenden und die dringend benötigte medizinische Hilfe erhalten kann. Und weiter: «Wenn Zhang Zhan im Gefängnis stirbt, wird ihr Blut an den Händen der chinesischen Regierung kleben.»

Auch die Journalisten Chen Qiushi, Fang Bin und Li Zehua wurden nach ihrer Berichterstattung aus Wuhan inhaftiert. (yam)

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