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Dänemark

Rechtsliberaler will Regierung in Dänemark bilden

Rechtsliberaler will Regierung in Dänemark bilden

09.05.2026, 07:2909.05.2026, 07:29
Chairman of the Liberal Party Troels Lund Poulsen arrives to take part in a party leaders debate the day after the parliamentary election at the Confederation of Danish Industry's building in Cop ...
Dürfte versuchen mögliche Regierungskoalition aus Parteien des bürgerlich-konservativen Lagers aufzustellen: Troels Lund Poulsen.Bild: keystone

Nach wochenlangen Verhandlungen hat Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen vorerst das Mandat für die Bildung einer neuen Regierung verloren. Stattdessen darf nun der Rechtsliberale Troels Lund Poulsen die Chancen für seine Wunschkoalition ausloten. König Frederik X. habe Poulsen gebeten, die Verhandlungen über die Bildung einer Regierung zu führen, teilte das dänische Königshaus mit. Zuvor hatte die Sozialdemokratin Frederiksen dem Monarchen eine neue sogenannte Königsrunde empfohlen.

Dabei werden alle Parlamentsparteien bei König Frederik X. vorstellig und geben bekannt, für wen sie sich als Leiter der Regierungsverhandlungen aussprechen. Wer die grösste Unterstützung hinter sich vereint, darf als Erstes versuchen, eine Regierung zu bilden. Nach der ersten Königsrunde Ende März hatte Frederiksen dieses Mandat bekommen, bei ihren Verhandlungen bislang aber keinen Durchbruch erzielt.

Rückschlag für Mette Frederiksen – aber noch nicht das Aus

Nach der zweiten Königsrunde am Freitagabend ist nun Troels Lund Poulsen am Zug. Seine rechtsliberale Partei hatte bis zur Parlamentswahl gemeinsam mit den Moderaten des früheren Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen zur Regierung von Frederiksen gehört. Nun könnte Poulsen versuchen, eine Koalition aus Parteien des bürgerlich-konservativen Lagers auf die Beine zu stellen.

Für Mette Frederiksen bedeutet das nicht zwangsläufig das Aus. Denn auch für Poulsen dürfte die Regierungsbildung keine leichte Aufgabe werden. Eine dritte Königsrunde – und eine dritte Amtszeit für Frederiksen – sind damit noch nicht ausgeschlossen. (sda/dpa)

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