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Fall Fernandes: Nun geht Ulmen juristisch gegen den «Spiegel» vor

Rudolstadt // 26.08.2014 // Rudolst
Ulmen hat mutmasslich über Jahre hinweg Fakeprofile unter Collien Fernandes' Namen betrieben.Bild: imago stock&people

Fall Fernandes: Nun geht Ulmen juristisch gegen den «Spiegel» vor

01.04.2026, 18:4801.04.2026, 22:07

Nach der Veröffentlichung schwerwiegender Anschuldigungen durch seine Ex-Frau, Collien Fernandes, hat der Schauspieler Christian Ulmen nun den Rechtsweg eingeschlagen. Sein Anwalt, der bekannte Medienrechtler Christian Schertz, hat beim Landgericht Hamburg einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den «spiegel»-Verlag eingereicht.

Die strittigen Publikationen

Im Zentrum der juristischen Auseinandersetzung stehen zwei Beiträge, die im März 2026 erschienen sind: Der Print-Artikel «Entblösst im Netz» in der Ausgabe vom 20. März. Und die Online-Berichterstattung unter dem Titel «Du hast mich virtuell vergewaltigt» vom 21. März.

Dem Verlag sei eine Frist zur Stellungnahme eingeräumt worden, bestätigte das Landgericht Hamburg, wie die deutsche Wochenzeitung Die Zeit berichtete. Mit einer Entscheidung sei deshalb in den kommenden Tagen noch nicht zu rechnen.

Drei Kernpunkte

Ulmens Rechtsbeistand zielt mit dem Antrag auf drei spezifische Aspekte der Berichterstattung ab. Erstens soll der «Spiegel» es unterlassen, den Eindruck zu erwecken, Ulmen habe Deepfake-Videos seiner Ex-Frau erstellt oder verbreitet. Zweitens wehrt sich die Verteidigung gegen Formulierungen, die nahelegen, Ulmen habe Fernandes körperlich angegriffen, verletzt oder schwer bedroht. Und drittens werden Aussagen über eine Verhandlung vor dem Bezirksgericht in Palma de Mallorca im März 2026 angegriffen.

Auslöser war eine umfassende Recherche des «Spiegel», in der Collien Fernandes schwere Anschuldigungen gegen ihren ehemaligen Partner erhob. Die Moderatorin gab an, Ulmen habe über Jahre hinweg Fakeprofile unter ihrem Namen betrieben. Dabei seien im beruflichen Umfeld manipulierte Nacktfotos und Sexvideos (Deepfakes) versendet worden.

Laut Fernandes habe Ulmen die Taten ihr gegenüber gestanden, nachdem sie Anzeige gegen unbekannt erstattet hatte. Diese Vorwürfe verbreitete die Schauspielerin zudem über ihren eigenen Instagram-Kanal. (val)

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25 Kommentare
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goschi
01.04.2026 19:00registriert Januar 2014
also...
Ulmen widerspricht NICHT, dass er das ihm vorgeworfene getan hat, er bekämpft hier nur sehr spezifische Details der Sache. Nicht aber die Vorwürfe an sich.


Das ist vermutlich alles sagend...
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Walser
01.04.2026 20:15registriert Februar 2018
Es ist wie bei Montana Crans. Alle geifern, kläffen, schwadronieren, mutmassen, behaupten. Alles für die Katz. Dann geht ihnen die Puste aus, es ist Ruhe im Stall und die Staatsanwaltschaften können endlich arbeiten.
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