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Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin lobt das Engagement der Schüler und Schülerinnen in Klimafragen.
Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin lobt das Engagement der Schüler und Schülerinnen in Klimafragen.Bild: EPA/EPA

Angela Merkel spricht über «Fridays for Future» – ein Satz dürfte für Diskussionen sorgen

13.05.2019, 22:31

Angela Merkel (CDU) war am Montag im Wuppertal. Ein «Bürgerdialog» stand an, anlässlich von «70 Jahre Grundgesetz».

Die Bundeskanzlerin stellte sich dabei den Fragen der rund 70 geladenen Bürgern aus den Partnerstädten Wuppertal und Schwerin. Es ging vor allem auch um die deutsche Klimapolitik – und die Proteste von Schülerinnen und Schüler.

Merkel hatte das Engagement der Kinder und Jugendlichen von «Fridays for Future» schon in der Vergangenheit gelobt. Dieses Mal traf sie in Wuppertal aber auf einen Lehrer – und im Gespräch mit ihm äusserte Merkel einen Satz, der womöglich noch für rege Diskussionen sorgen dürfte.

Merkel warb zunächst für pramatische Lösungen für Schulschwänzer

Mit pauschalen Verboten sei der Konflikt nicht zu lösen, betonte die Bundeskanzlerin.

Merkel äusserte auch Sympathie für einen Solinger Schulleiter, der berichtete, er würde sich mit seinen Schülern eng abstimmen, unter welchen Bedingungen er die Teilnahme an den Umwelt- und Klimademos genehmigen könne, ohne dass Prüfungen darunter litten. Er fragte Merkel auch, wie er mit der schwarz-gelben NRW-Landesregierung umgehen soll, die die auf der Einhaltung der Schulpflicht besteht. So berichtet die «Welt» von der Begegnung zwischen Schulleiter und Kanzlerin.

«Ich setze auf Leute wie Sie», lobte Merkel zunächst. Und dann folgte die brisante Äusserung: «Die Schulpflicht ist eins, aber es gibt auch noch andere Erwägungsgründe. »

Erteilt die Kanzlerin da den Freifahrtsschein zum Schuleschwänzen?

Soweit würde Merkel sicherlich nicht gehen. Aber der Satz verdeutlicht doch, wie sehr die Kanzlerin den Schülerinnen und Schülern offenbar zugestehen will, auf die Strasse zu gehen.

Weiter sagte Merkel:

«Die jungen Menschen machen uns Dampf. Ich finde das auch richtig.» Die Kanzlerin, unter deren Amtsführung Deutschland seine selbst gesteckten Klimaschutz-Ziele verfehlte, fügte hinzu: «Es bricht einem fast das Herz, wie Raubbau an der Natur betrieben wird.»

Immerhin verriet Merkel auch: «Mein Haus habe ich der Wärmedämmung unterworfen.» Und sie versprach: Sie werde bis zum Ende ihrer Amtszeit alles daran setzen, dass die Bundesregierung ihr Klimaziel schaffe, den CO2-Ausstoss in Deutschland bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren, betonte die Kanzlerin. Dafür müsse ihr Klima-Kabinett bis zum Jahresende Vorschläge vorlegen. «Das will ich noch so machen, dass das was wird.»

(watson.de)

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