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epa07567312 German Chancellor Angela Merkel attends a citizens' dialogue on '70 years constitutional law' with members of the public in Wuppertal, Germany, 13 May 2019. German Chancellor Angela Merkel meets citizens on a regular basis for talks.  EPA/SASCHA STEINBACH

Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin lobt das Engagement der Schüler und Schülerinnen in Klimafragen. Bild: EPA/EPA

Angela Merkel spricht über «Fridays for Future» – ein Satz dürfte für Diskussionen sorgen



Angela Merkel (CDU) war am Montag im Wuppertal. Ein «Bürgerdialog» stand an, anlässlich von «70 Jahre Grundgesetz».

Die Bundeskanzlerin stellte sich dabei den Fragen der rund 70 geladenen Bürgern aus den Partnerstädten Wuppertal und Schwerin. Es ging vor allem auch um die deutsche Klimapolitik – und die Proteste von Schülerinnen und Schüler.

Merkel hatte das Engagement der Kinder und Jugendlichen von «Fridays for Future» schon in der Vergangenheit gelobt. Dieses Mal traf sie in Wuppertal aber auf einen Lehrer – und im Gespräch mit ihm äusserte Merkel einen Satz, der womöglich noch für rege Diskussionen sorgen dürfte.

Merkel warb zunächst für pramatische Lösungen für Schulschwänzer

Mit pauschalen Verboten sei der Konflikt nicht zu lösen, betonte die Bundeskanzlerin.

Merkel äusserte auch Sympathie für einen Solinger Schulleiter, der berichtete, er würde sich mit seinen Schülern eng abstimmen, unter welchen Bedingungen er die Teilnahme an den Umwelt- und Klimademos genehmigen könne, ohne dass Prüfungen darunter litten. Er fragte Merkel auch, wie er mit der schwarz-gelben NRW-Landesregierung umgehen soll, die die auf der Einhaltung der Schulpflicht besteht. So berichtet die «Welt» von der Begegnung zwischen Schulleiter und Kanzlerin.

«Ich setze auf Leute wie Sie», lobte Merkel zunächst. Und dann folgte die brisante Äusserung: «Die Schulpflicht ist eins, aber es gibt auch noch andere Erwägungsgründe. »

Erteilt die Kanzlerin da den Freifahrtsschein zum Schuleschwänzen?

Soweit würde Merkel sicherlich nicht gehen. Aber der Satz verdeutlicht doch, wie sehr die Kanzlerin den Schülerinnen und Schülern offenbar zugestehen will, auf die Strasse zu gehen.

Weiter sagte Merkel:

«Die jungen Menschen machen uns Dampf. Ich finde das auch richtig.» Die Kanzlerin, unter deren Amtsführung Deutschland seine selbst gesteckten Klimaschutz-Ziele verfehlte, fügte hinzu: «Es bricht einem fast das Herz, wie Raubbau an der Natur betrieben wird.»

Immerhin verriet Merkel auch: «Mein Haus habe ich der Wärmedämmung unterworfen.» Und sie versprach: Sie werde bis zum Ende ihrer Amtszeit alles daran setzen, dass die Bundesregierung ihr Klimaziel schaffe, den CO2-Ausstoss in Deutschland bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren, betonte die Kanzlerin. Dafür müsse ihr Klima-Kabinett bis zum Jahresende Vorschläge vorlegen. «Das will ich noch so machen, dass das was wird.»

(watson.de)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 14.05.2019 10:31
    Highlight Highlight Früher hat das noch anders getönt bei Merkel. Zuerst gab sie ja Putin die Schuld. 😂

    https://www.heise.de/tp/news/Schulstreiks-Merkel-sieht-Russland-am-Werk-4311139.html
  • chäsli 14.05.2019 07:08
    Highlight Highlight Dieses unselige Frau muss nur noch eines machen, endlich von der politischen Bildfläche verschwinden. An dem was sie angerichtet hat, wird das deutsche Volk noch lange zu kauen haben. Ihre Scheisspanikmache nach Fukushima und anschliessend das elende Theater mit den Wirtschaftsflüchtlingen und nun springt sie eilends auf den Zug der Klimahysteriker auf, es ist zum ko….
    Man müsste die alte Frau fragen, wann stellt Deutschland die Kohlekraftwerke ab ? Es gäbe noch viele Fragen die diese kinderlose Frau nicht beantworten kann. Weg mit ihr Amen.
  • Der Rückbauer 14.05.2019 07:04
    Highlight Highlight Angie ist eine gebrochene Frau. Sie hat ihr Herz selbst gebrochen.
    Tja, das ist eben Politik. Meine Grossmutter, geb. 1875, pflegte jeweils ganz entspannt und abgeklärt zu sagen: "Die Politik ist eine Hure, und Politiker sind Huerebuebe." Zu jener Zeit waren nur Männer in der Politik. Wie würde der Spruch heute lauten? Politisch und gendermässig korrekt? Wie es heute in der Verlogenheit der Politik eben sein muss? Ich bin gespannt auf die Antworten.
  • Gipfeligeist 13.05.2019 23:50
    Highlight Highlight Merkel hat "Heldenhaft" den Atomusstieg angeführt und brav weiter auf Kohlestrom gesetzt. Die Lobby freut sich
  • koks 13.05.2019 23:47
    Highlight Highlight Es ist eine Farce, wenn der mächtigste Mensch Deutschlands die Jugendlichen lobt, dass sie Dampf machen. Merkel hätte in all ihren Regierungsjahren hundert Sachen machen können. Wollte sie aber nicht. Stattdessen hat sie Deutschland in eine sozialpolitische Sackgasse geführt.
  • Joe Smith 13.05.2019 23:14
    Highlight Highlight Es ist einigermassen absurd, wenn Merkel die Klimademonstranten lobt, nachdem sie sich als Bundeskanzlerin 14 Jahre lang geweigert hat, Klimapolitik zu betreiben.
  • Luke1879 13.05.2019 22:51

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