International
Deutschland

Arian aus Bremervörde ist tot – dies bestätigt die Polizei

Polizei bestätigt: Gefundene Kinderleiche ist Arian

Vor drei Tagen war eine Kinderleiche nahe dem Wohnhaus des vermissten Sechsjährigen gefunden worden. Nun bestätigt die Obduktion: Es ist Arian, der tot gefunden wurde.
27.06.2024, 15:2227.06.2024, 16:25
Mehr «International»

Der in Deutschland vermisste Arian aus Niedersachsen ist tot. Bei der am Montag gefundenen Leiche handelt es sich um den Sechsjährigen, wie eine rechtsmedizinische Untersuchung ergab. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Es gebe keine Hinweise, dass der seit April vermisste Junge Opfer eines Verbrechens wurde. Die Todesursache nannten die Ermittler zum Schutz der Familie nicht.

Arian verschwand vor mehr als zwei Monaten, am 22. April, aus seinem Zuhause in der knapp 100 Kilometer westlich von Hamburg gelegenen Stadt Bremervörde. Die Polizei ging davon aus, dass das autistische Kind das Haus selbstständig verliess und leitete eine grosse Suche ein. Zeitweise waren bis zu 1200 Helfer beteiligt.

Landwirt findet totes Kind

Am Montagnachmittag fand ein Landwirt beim Mähen einer Wiese nahe Arians Heimatort ein totes Kind. Der Bereich war nach dem Verschwinden im April mehrfach von Einsatzkräften abgesucht worden, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Ermittler gingen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass das tote Kind der sechsjährige Arian ist. Sicherheit brachte nun das Obduktionsergebnis.

Suche nach Arian an Land, aus der Luft und im Wasser

Nach Arians Verschwinden hatten Einsatzkräfte und Freiwillige Tag und Nacht Dörfer, Wiesen und Wälder durchkämmt. Ein naher Fluss wurde abgefahren. Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk und Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft waren beteiligt. Zeitweilig suchten sie mit Hunden, Pferden, Helikoptern, Drohnen, Wildtierkameras, einem Tornado-Flieger, Booten und Tauchausrüstung.

Rund eine Woche nach dem Verschwinden des Jungen entschied die Polizei in Absprache mit dem niedersächsischen Innenministerium, die flächendeckende Suche einzustellen. Eine Gruppe aus fünf Ermittlern und Ermittlerinnen ging dem Fall weiter nach. Hunderte Hinweise gingen ein, doch eine heisse Spur gab es nicht. Mitte Mai suchte die Polizei erneut zwei Tage lang nach Arian, auch dabei fanden sie das Kind nicht. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
10 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Butschina
27.06.2024 16:39registriert August 2015
Das ist ein sehr tragischer Fall. Wäre er ein Junge ohne Autismus hätte er mit den verschiedenen Suchaktion mit guter Wahrscheinlichkeit gefunden werden können. Der Polizei darf man keine Vorwürfe machen.
Ich vermute, dass Arian vor Fremden Menschen und grösseren Menschenansammlungen Angst hat. Das macht eine Suche extrem schwierig.
Ich glaube nicht, dass die Polizei mehr hätte machen können.
Ich hoffe die Eltern können irgendwie lernen mit dem Verlust ihres Sohnes umzugehen.
594
Melden
Zum Kommentar
avatar
Erklärbäär
27.06.2024 18:05registriert August 2017
Der arme kleine, die Eltern tun mir wahnsinnig leid. Ich kann und will mir das nicht vorstellen.
270
Melden
Zum Kommentar
10
Provokation mit Maulkorb: Rumänische Rechtsaussen-Abgeordnete aus EU-Parlament geworfen

Eklat im Europaparlament kurz vor der Abstimmung über eine zweite Amtszeit für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: Parlamentspräsidentin Roberta Metsola liess die rechtsextreme rumänische Europaabgeordnete Diana Iovanovici Sosoaca wegen mehrfacher Störrufe aus dem Plenum werfen.

Zur Story