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30.07.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Eine Frau legt am Bahnsteig 7 im Frankfurter Hauptbahnhof Blumen nieder. Ein achtjähriger Junge ist im Frankfurter Hauptbahnhof von einem Mann vor den einfahrenden ICE gestoßen und getötet worden. (KEYSTONE/DPA/Frank Rumpenhorst)

Bild: dpa

ICE-Drama von Frankfurt: Täter lebte in Wädenswil und war in psychiatrischer Behandlung

Am Montag ist am Frankfurter Hauptbahnhof ein achtjähriger Junge gestorben, nachdem ihn ein 40-jähriger Mann auf das Gleis gestossen hat. Der aktuelle Informationsstand im Überblick.



Wer ist der mutmassliche Täter?

Der mutmassliche Täter stammt aus Eritrea und lebt in der Schweiz. Er ist im Kanton Zürich in Wädenswil wohnhaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt ist der Mann verheiratet und Vater von drei Kindern. Er ist Mitglied der christlich-orthodoxen Glaubensgemeinschaft, wie die Kantonspolizei Zürich an der Medienkonferenz am Dienstagnachmittag mitteilt.

2008 wurde ihm in der Schweiz Asyl gewährt, seit 2011 besitzt er eine Niederlassung der Kategorie C. Der 40-Jährige arbeitete bis im Januar 2019 bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) in einer Werkstatt. Seither war er wegen psychischen Problemen krank geschrieben und befand sich in psychiatrischer Behandlung.

Der mutmassliche Täter wurde im Jahresbericht 2017 einer Integrationsorganisation als Beispiel für gelungene Integration porträtiert. Auf die Publikation verwies Horst Seehofer an der Medienkonferenz in Berlin. Auch aus Sicht der Schweizer Behörden sei er gut integriert gewesen.

Doch am vergangenen Donnerstag ist er erstmals polizeilich aufgefallen. Er sperrte seine Frau und seine drei Kinder in der Wohnung in Wädenswil ein. Zuvor bedrohte er seine Nachbarin mit einem Messer und würgte sie. Danach wurde er schweizweit zur Verhaftung ausgeschrieben.

Was ist passiert?

Am Montagvormittag, kurz vor 10 Uhr, eine Mutter stand mit ihrem acht Jahre alten Sohn am Bahnsteig, als die beiden plötzlich von einem Mann vor einen einfahrenden ICE gestossen wurden.

«Das Kind wurde vom Zug überrollt und tödlich verletzt, es starb noch im Gleisbett», sagte Polizeisprecher Thomas Hollerbach. «Der Mutter ist es noch gelungen, sich zur Seite zu rollen und zu retten.» Laut der Polizei wollte der Mann eine dritte Person schubsen – diese wehrte sich jedoch.

Der mutmassliche Täter konnte zunächst entkommen. Er wurde aber von Passanten verfolgt; die Polizei konnte ihn schliesslich ausserhalb des Bahnhofs festnehmen.

Am Dienstagnachmittag ist der Mann in Untersuchungshaft genommen worden. Der Haftbefehl wegen Verdachts des Mordes und des zweifachen versuchten Mordes sei antragsgemäss erlassen worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Deutschland.

Um 15 Uhr informierte der Innenminister Horst Seehofer an einer Medienkonferenz über das Tötungs-Delikt. Er bezeichnete die Tat als «kaltblütigen Mord».

Was weiss man noch nicht?

Das Tatmotiv ist noch nicht bekannt. «Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass Täter und Opfer sich kannten», sagte eine Polizeisprecherin der Polizei Frankfurt. Auch was seinen ersten Gewaltausbruch in Wädenswil auslöste, weiss die Polizei noch nicht.

Warum er trotz nationaler Fahndung über die Grenze nach Deutschland reisen konnte, sei Gegenstand der Ermittlung sagt Staatsanwalt Thomas Brändli. Wo er sich seit der Tat in Wädenswil aufhielt und warum er ins Ausland reiste sei noch nicht bekannt. Mit wem er seit Donnerstag Kontakt hatte, ist noch ebenfalls nicht geklärt. Eine Radikalisierung oder einen terroristischen Hintergrund schliesst die Polizei aus.

Auch zur Frage seit wann und wegen welcher psychischer Erkrankung er in Behandlung war, konnte er noch nichts sagen. Ob er in einer Klinik war, ist noch unklar.

Gibt es solche Vorfälle öfters?

Wie jetzt in Frankfurt gab es in Deutschland schon in der Vergangenheit Fälle, bei denen Menschen von Fremden auf die Gleise gestossen wurden:

Voerde, 20. Juli 2019: In der niederrheinischen Stadt stösst ein 28-jähriger Mann eine 34-jährige Frau vor eine einfahrende Regionalbahn. Sie stirbt an ihren Verletzungen. Das Motiv des Mannes ist unklar. Er war wegen Diebstahls und Körperverletzungen polizeilich bekannt.

München, 26. April 2017: Ein 59-jähriger Mann wartet an einem U-Bahnhof, als ihn eine 38-jährige Frau vor die einfahrende Bahn stösst. Der Zug bremst und kommt etwa zehn Meter vor dem Mann im Gleisbett zum Stehen. Die Frau leidet unter paranoider Schizophrenie. Ein Gericht ordnet eine Unterbringung in der Psychiatrie an.

Berlin, 19. Januar 2016: Eine junge Frau wird auf einem U-Bahnhof von einem psychisch kranken 29-Jährigen vor eine Bahn gestossen, überrollt und tödlich verletzt. Der Täter wird im Prozess zur dauerhaften Unterbringung in der Psychiatrie verurteilt.

Innenminister Horst Seehofer kündigte an der Medienkonferenz Konsequenzen an. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sei angespannt. «Wir brauchen dringend mehr Polizeipräsenz.» Ausserdem fordert Seehofer eine Verstärkung der Videoüberwachung an den Bahnhöfen.

(jah/watson.de/sda)

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104Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tigger622 31.07.2019 09:58
    Highlight Highlight Finde es beschämend, für unsere Gesellschaft, wenn man mehr über die Herkunft diskutiert, als über die furchtbare Tat selber...und bei den anderen ähnlichen Taten interessiert sich keine Sau dafür.Mir ist völlig egal, wer es war! Alle Taten an sich, sind einfach schlimm!Möchte sowas nie erleben!Macht endlich mal euren Kopf wieder zu!
  • RatioRegat 30.07.2019 23:49
    Highlight Highlight Die Tatsache, dass der Beschuldigte aus Eritrea stammt ist für die Tat nicht von Belang. Es geht hier nicht um Integration, sondern um eine Tat, die von einer mutmasslich psychisch kranken Person verübt wurde.

    Aus der Neuro-Kriminologie ist bekannt, dass Personen, die zuvor nie auffällig waren, beispielsweise aufgrund einer Gehirnverletzung oder eines Tumors urplötzlich völlig unerklärbare Gewalttaten begehen.

    Anstatt hier wieder pauschal gegen Migranten zu wettern, sollten die Erkenntnisse der zuständigen forensischen Psychiater abgewartet werden.
    • Gipfeligeist 31.07.2019 07:39
      Highlight Highlight Deswegen sehe ich hier in den Kommentaren auch niemand, der die Staatsangehörigkeit für die Tat verantwortlich macht.
      Aber erklär das mal einen AfD'ler. Aber erwarte nicht, dass die "Forensik" oder "Tumor" verstehen ;)
    • Fritz N 31.07.2019 10:43
      Highlight Highlight Danke hierfür!
  • Helianthus 30.07.2019 21:20
    Highlight Highlight Nebst allem was gesagt werden kann, hoffe ich sehr, die ‚dritte‘ Person (Opfer) verkraftet diesen Vorfall!
  • Gipfeligeist 30.07.2019 21:00
    Highlight Highlight Ein unglaublicher Vorfall. So ein Mord entsetzt tief, weil er Unschuldige trifft und überall passieren kann. Ich wünsche der Mutter genügend Kraft.

    Aber Seehofer will "dringend mehr Polizeipräsenz"? So eine Tat ist nicht verhinderbar und rechtfertigt keinen Sicherheitsstaat
  • Heinzbond 30.07.2019 20:31
    Highlight Highlight Überwachungsfanatiker seehofer, was sollen den noch mehr Kameras an bahnhöfen bringen?
    A ist eh niemand eingestellt der drauf schaut, b hockt der der draufschaut in einer sicherheits zentrale am a. Der Welt,
    C kann die Kamera auch keinen wahnsinnigen aufhalten, d weshalb müssen Passanten so einen stoppen und festhalten bis die Polizei kommt.
    Die Tat hätte sicher nicht durch einen Polizisten auf jedem bahnsteig verhindert werden können, aber es würde den Menschen vielleicht eine Spur von Sicherheit geben wenn man nicht nur jahrelang Personal bei der Polizei einspart....
  • Spooky 30.07.2019 19:48
    Highlight Highlight Mit Begriffen wie Gesundheit oder Krankheit kommt man in so einem Fall nicht weiter. Verstehen oder begreifen kann man so eine Tat nicht. Man kann sie aber einordnen. Ich denke, es war ein Amoklauf:
    [https://de.wikipedia.org/wiki/Amok]
    • RatioRegat 30.07.2019 23:57
      Highlight Highlight Es gibt ein einigermassen populärwissenschaftliches Buch zur Neuro-Kriminologie mit dem Titel "Tatort Gehirn" (von Siefer/Markowitsch).

      Ich glaube nicht, dass Sie nach der Lektüre dieses Buches an Ihrem Kommentar festhalten würden.
    • trio 31.07.2019 00:19
      Highlight Highlight Schon nach der Lektüre des verlinkten Wikipedia-Artikels ist klar, das es sich hier nicht um einen Amok handelt. Oder jedenfalls nach den bisherigen Informationen sehr Unwahrschrscheinlich ist.
      Das eine psychische Krankheit vorliegt ist weder schwierig vorzustellen noch unwahrscheinlich.
      Wieso also diese blöde Bemerkung Spooky? Etwas Panik verbreiten auf Kosten von Asylbewerber?
    • Spooky 31.07.2019 05:26
      Highlight Highlight @RatioRegat

      "Ich glaube nicht, dass Sie nach der Lektüre dieses Buches an Ihrem Kommentar festhalten würden."

      Das ist gut möglich. Ich müsste zuerst das Buch lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miicha 30.07.2019 19:47
    Highlight Highlight Wie er über die Grenze reisen konnte? Wann habt ihr euch an der Grenze das letzte Mal ausweisen müssen?
    • Shabaqa 30.07.2019 20:31
      Highlight Highlight Das kommt immer mal wieder vor, wenn nach jemandem gefahndet wird.
    • Gipfeligeist 30.07.2019 21:43
      Highlight Highlight In meinen Augen ist eine Grenzkontrolle nicht die Lösung. Die Grenzen sind nunmal nicht dicht, ich hab wenig Bock auf eine Mauer. Eine europäische koordinierte Fahndung ist der bessere Weg
    • Saraina 30.07.2019 21:45
      Highlight Highlight Ja, Jeden kontrollieren würde das Problem mit dem Einkaufen im grenznahen Ausland sicher lösen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 30.07.2019 19:35
    Highlight Highlight "Warum er trotz nationaler Fahndung über die Grenze nach Deutschland reisen konnte, sei Gegenstand der Ermittlung"

    Keine Grenzkontrollen?
  • mrgoku 30.07.2019 19:17
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • JaneSodaBorderless 30.07.2019 19:22
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • R. Peter 30.07.2019 18:56
    Highlight Highlight Was heisst „psychisch krank“? Welche Diagnose hat er?
    • TingelTangel 30.07.2019 23:46
      Highlight Highlight Irgendwas Richtung Paranoide Schizophrenie.
    • RatioRegat 31.07.2019 00:15
      Highlight Highlight Das werden wir so schnell nicht erfahren. Da wird man das Urteil bzw. die Angaben der psychiatrischen Begutachtung abwarten müssen.

      Falls bereits eine Diagnose vorliegt, unterliegt sie dem Arztgeheimnis und dürfte nicht ohne weiteres bekannt werden.

      Es auch zudem durchaus möglich, dass die offenbar bereits vorliegende Diagnose (immerhin ist er ja krankgeschrieben) unzutreffend oder unvollständig ist. Die korrekte Durchführung bestimmter Diagnosen mit den vorgesehenen Diagnoseinstrumenten ist aufwändig und kostspielig...
    • trio 31.07.2019 00:23
      Highlight Highlight Warum sollten wir das 2 Tage nach der Tat in der Zeitung lesen? Genügt "psychisch krank" nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 30.07.2019 18:21
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
    • Lukas Aurelius 30.07.2019 18:32
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Butschina 30.07.2019 18:34
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • TheRealSnakePlissken 30.07.2019 18:38
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • adi37 30.07.2019 18:11
    Highlight Highlight Dass solche Täter für immer weggesperrt gehören, und nicht noch gehätschelt werden als einzigartiges Subjekt, müsste die klare Antwort der Behörden sein, ob es sich um Einheimische oder Zugewanderte handelt, spielt dabei keine Rolle! Aber genau diese sind ein gefundenes "Fressen" für aller Art von Wissenschaftlern, die doch wissen wollen, warum einer so etwas Grausames tun kann. Resultat: mildernde Umstände, weil psychisch "geschädigt" - und nach paar Jahren wieder auf freiem Fuss! Unglaublich!
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 30.07.2019 20:29
      Highlight Highlight In Deutschland kenne ich mich nicht so gut aus, aber zumindest auf die Schweiz bezogen wäre diese Aussage völlig falsch. Eine psychische Erkrankung führt eher dazu, dass man länger, nämlich "unbefristet" weggesperrt wird.
    • Pfauenauge 30.07.2019 22:32
      Highlight Highlight Würde auch sagen, dass das so nicht stimmt. Meine Schwester arbeitet in der Forensik, also mit psychisch kranken Straftätern, da sitzt der ein oder andere, der in einer Psychose einen ihm unbekannten Menschen umgebracht hat. Die Leute kommen da nie wieder raus, das wäre viel zu gefährlich, nur sitzen sie halt für den Rest ihres Lebens in der Psychiatrie und nicht im Gefängnis...
    • RatioRegat 31.07.2019 00:18
      Highlight Highlight In der Schweiz und Deutschland ist die Rechtslage ähnlich. Selbst wenn dem Täter in diesem Fall vollständige Schuldunfähigkeit attestiert würde und er freigesprochen werden müsste, würde man eine freiheitsentziehende Massnahme verhängen, die beliebig lange verlängert werden kann.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Denverclan 30.07.2019 18:02
    Highlight Highlight Es macht so unendlich traurig, eine solche Tat zieht soviel Leid nach sich. Die Dosis dieser täglichen Horrormeldungen ist einfach zu hoch und macht krank. Umso mehr brauchen wir Menschen um uns, die uns Liebe, Geborgenheit und Vertrauen entgegen bringen. Wir dürfen einfach nicht in diese vernichtende Negativecke geraten, welche uns den gesunden Menschenverstand raubt. Wenn wir nur noch zu hassen beginnen, ist vieles hoffnungslos verloren. Es darf nicht sein, dass die negativen Gedanken überhand nehmen, wenn es auch schwer fällt! Wir brauchen Menschen die nicht einknicken und positiv bleiben.
  • Eskimo 30.07.2019 17:42
    Highlight Highlight "Warum er trotz ausgeschriebener Fahndung nach Deutschland ausreisen konnte ist Gegenstand der Ermittlung"
    Äähhmmm offene Grenzen?
  • So en Ueli 30.07.2019 14:23
    Highlight Highlight Unfall, Drama?? Nein, es wurde ein Verbrechen begangen und ich hoffe, der Täter wird für Mord zur Anklage gebracht.
    • trio 31.07.2019 00:30
      Highlight Highlight Steht das etwa zuoberst auf deiner Prioritätenliste?
      Wenn es sich um eine psychische Erkrankung handelt, wird er wahrscheinlich lebenslänglich verwahrt. In der Schweiz jedenfalls. Da macht es doch keinen Unterschied ob er für Mord verurteilt wird oder nicht.
    • So en Ueli 31.07.2019 14:13
      Highlight Highlight Egal, wer so etwas tut, der gehört weggesperrt. Und bei jemanden der auf sein Asylgesuch wartet (Kenne den aktuellen Status der Person nicht) Wäre es ratsam die Person ins Ursprungsland zurück zu senden.
  • Theodorli 30.07.2019 14:02
    Highlight Highlight Was muss so ein Mensch für eine Mördergrube im Herzen haben. Schrecklich, grausam, ja sogar bemittleidenswert.
    Mein Beileid allen angehörigen !!!
    • DerTaran 30.07.2019 21:57
      Highlight Highlight Muss er gar nicht, es kann auch sein, dass er ein Monster oder was auch immer gesehen hat. Für ihn war das real. Tip, schau die mal 'a beautifull mind' an. Dann verstehst du es eventuell besser.
  • Michele80 30.07.2019 14:01
    Highlight Highlight London zB hat an starkfrequentierten Bahnsteigen solche durchsichtigen Schranken, die erst aufgehen wenn der Zug da ist (ähnlich wie die Skymetro am Flughafen Zürich) und Bahnpersonal als "Aufpasser" an anderen zu Rushhour. Meiner Meinung nach ne Möglichkeit auch bei uns. Geht sicher nicht an jedem Provinzbahnhof aber an den grössten wärs ne Möglichkeit?!
    • El Vals del Obrero 30.07.2019 14:17
      Highlight Highlight Das geht bei U-Bahnen oder ähnlichen Inselbetrieben, wo immer die selben oder ähnliche Fahrzeuge mit immer gleichen Türabständen unterwegs sind. Ausserdem braucht es automatischen Betrieb oder zumindest Anhalteassistens, damit zentimetergenaues Anhalten möglich ist.

      In einem länderübergreifendem Bahnnetz mit dutzenden unterschiedlichen Fahrzeugen wäre das viel schwieriger.

      Wieder mehr menschliches Personal wäre sehr zu begrüssen. Aber bezahlen will das wohl niemand und in diesem traurigen Fall hätte es auch nichts genützt.
    • piranha 30.07.2019 15:49
      Highlight Highlight Eine solche Tat zu verhindern, ist leider fast unmöglich, kaum durch Technik, absolut nicht durch Personal! Man kann nur hoffen, dass der Täter mit aller Härte des Gesetzes bestraft wird!
    • Darkglow 30.07.2019 15:54
      Highlight Highlight Müsste evtl. nicht so gebaut werden, dass es gleich am Zug ist, sondern 1,5m davon entfernt... und geöffnet werden die Schranken erst 3 Minuten nach einfahrt des Zuges wenn die meisten Passagiere ausgestiegen sind. Die aussteigenden werden zu den Ausgängen geleitet und grosis und opas die es ganz ganz eilig haben dürfen wie alle anderen auch warten bis alle ausgestiegen sind...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan Claws 30.07.2019 13:50
    Highlight Highlight Am Ende kommt noch raus, dass Krieg, Flucht und seelische Grausamkeit zu psychischen Problemen führen können.

    Vor 25 Jahren wurde mir in der Metro von Paris geraten genug weit von den Schienen entfernt zu stehen, weil immer wieder Leute runter gestossen oder gerempelt wurden. Früher gab es aber kein Smartphone oder Twitter. Nicht falsch verstehen es ist eine grausame Tat und der Täter muss gerecht bestraft werden.

    Was muss mit einem Menschen passiert sein damit er so etwas tun kann?
    Helft diesen Menschen. Ein Flucht mit Schleppern kostet mehr als ein Flug.

    Viel kraft der Familie des Opfers.
  • ächt jetzt? 30.07.2019 13:38
    Highlight Highlight Ein grauenvolles Drama, als erstes mein tiefes Beileid an die Betroffenen.
    Oft stehen hinter solch absurden Gewaltdelikten, die sich jeder Nachvollziehbarkeit oder Logik entziehen und scheinbar keinem Motiv folgen, unbehandelte psychische Erkrankungen - allen voran Formen der paranoiden Schizophrenie.
    Ursache? Genetisch, biologisch, Traumata und - THC kann solche Psychosen ebenfalls auslösen. Bei jedem und jeder.
    Schizophrenien sind eigentlich gut medikamentös therapierbar.
    • oh mein lieber Herr! 30.07.2019 14:04
      Highlight Highlight Vielleicht war der Kerl einfach nur besoffen und aggressiv.
    • Mutzli 30.07.2019 19:41
      Highlight Highlight @oh mein lieber Herr!

      Vielleicht sollte man ein Miniquiz über den Artikel einführen, bevor man kommentieren darf:"Seither war er wegen psychischen Problemen krank geschrieben und befand sich in psychiatrischer Behandlung.[...]Doch am vergangenen Donnerstag ist er erstmals polizeilich aufgefallen. [...] Zuvor bedrohte er seine Nachbarin mit einem Messer und würgte sie. Danach wurde er schweizweit zur Verhaftung ausgeschrieben."

      Aber ja, ein mit Agression verbundener plötzlicher psychotischer Break paar Tage vorher ist natürlich viel weniger wahrscheinlich ein Einfluss als "Aggroalki"./i

    • TingelTangel 30.07.2019 23:54
      Highlight Highlight ächt jetzt? Nee, Paranoide Schizophrenie - ist keine THC Psychose.

  • Peter R. 30.07.2019 12:27
    Highlight Highlight "Die Tat spricht für eine psychische Erkrankung"
    Was soll diese Aussage - Fakt ist der Typ hat einen Jungen vor den Zug gestossen und wollte dasselbe auch noch mit Anderen machen.
    • Magnum44 30.07.2019 12:44
      Highlight Highlight Fakt ist einzig, dass man als Staatsanwalt seine Klienten kennt. Alles andere wird jetzt gerade abgeklärt.
    • Fritz N 30.07.2019 15:11
      Highlight Highlight Das "wollen" ist bei psychischen Erkrankungen eben so ein Problem... Aber wie ich sehe ist hier die Kommentarspalte schon voll im Meuchelmodus
    • Oban 30.07.2019 18:13
      Highlight Highlight Vor 2 Wochen als ein Deutscher das selbe tat waren die Kommentarspalten noch nicht ganz so voll. Naja da war ja auch nur eine 34 Jährige Frau das Opfer und der Täter halt kein Ausländer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bieler95 30.07.2019 11:32
    Highlight Highlight Traurige Welt 😢
    Benutzer Bild
  • Wander Kern 30.07.2019 11:31
    Highlight Highlight Was mich bei all der Schrecklichkeit am meisten schockiert, ist die Tatsache, dass der Mann Vater ist. Seit ich Kinder habe, kann ich solche Artikel im Allgemeinen nicht mal mehr lesen.
    • P.Rediger 30.07.2019 18:13
      Highlight Highlight Bei psychischen Problemen spielen solche Dinge irgendwann leider keine Rolle mehr.
    • Wander Kern 30.07.2019 20:23
      Highlight Highlight @prediger
      Einvertanden. Es war mehr eine Aussage über meine Gefühlslage, denn eine Bewertung der Tat(hintergründe).
      Meine erste Reaktion wäre, dem mutmasslichen Täter sofort den Schädel einzuschlagen. Glücklicherweise waren die Götter so gnädig, mich
      a. mit einem hemmenden Grosshirn auszustatten, und
      b. keinen Polizisten aus mir zu machen.
  • Maracuja 30.07.2019 11:12
    Highlight Highlight <Was wir über das ICE-Drama vom Frankfurter Bahnhof wissen ... Am Montag ist am Frankfurter Hauptbahnhof ein achtjähriger Junge tödlich verunfallt>

    Es handelt sich um ein Verbrechen und nicht um ein Drama. Und der arme Junge ist auch nicht verunfallt, sondern wurde getötet. Diese schreckliche, absolut unverständliche Tat macht fassungslos, eine verharmlosende Sprache in der Berichterstattung ist deswegen aber nicht angebracht.
    • EndrisM 30.07.2019 11:46
      Highlight Highlight Hier wird nichts verharmlost, sondern sachlich beschrieben. Alles was wir aktuell mit Sicherheit bestätigen können ist, dass am Frankfurter Bahnhof gestern ein Junge gestorben ist. Alles andere sind zwar Wahrscheinlichkeiten, die sich vermutlich bald bestätigen werden, zum aktuellen Zeitpunkt ist aber vieles noch unklar. Zeitungen haben sachlich zu informieren und nicht zu werten. Werten kannst Du als Leser jederzeit selbst – aber scheinbar kann's Dir nicht schnell genug gehen...
    • Anded 30.07.2019 12:24
      Highlight Highlight Dass der Junge vor den Zug gestossen wurde scheint Fakt zu sein. Somit ein Tötungsdelikt und kein Unfall.
      Man kann es auch als mutmassliches Tötungsdelikt beschreiben, wenn die Details noch nicht klar sind.
    • Hardy18 30.07.2019 12:34
      Highlight Highlight Wir sind hier nicht beim Blick.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MrFaeh 30.07.2019 10:48
    Highlight Highlight Ist schon eine kaputte Welt, in der wir leben..
    • Oigen 30.07.2019 10:52
      Highlight Highlight korrekt.

      Aber wir haben uns diese Welt geschaffen.

      Also müsste man sagen:

      Wir haben uns schon ne kaputte Welt geschaffen in der wir jetzt leben müssen!
    • Astrogator 30.07.2019 10:53
      Highlight Highlight Nein, selektive Wahrnehmung...
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 30.07.2019 11:45
      Highlight Highlight Und sowas kriegt bisher 53 Herze!! Fasse es nicht! 🤦‍♂ ... es ist eine sehr schöne Welt mit sehr schönen Dingen!! Und nur weil manchmal schlimme Dinge passieren, wird die Welt damit nicht "kaputt"! Die Welt ist zum Beispiel auch gross! Siehe die vielen vielen schönen Dinge darin! Unter Menschen und in der Natur.
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