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Das ist Arthur Oesterle. bild: screenshot jfda

Deutscher TV-Sender lädt Neonazi zu Diskussion ein – nun hagelt es Kritik



Was ist passiert?

Vor fast genau einem Jahr löste der Tod eines 34-jährigen Deutschen nach einem Streit mit mehreren Ausländern Proteste in Chemnitz aus. In der Folge kam es zu Grossdemonstrationen, Rücktritten in der Politik und wüsten Szenen auf der Strasse.

Anlässlich des Jahrestags hat der öffentlich-rechtliche Sender MDR eine Dokumentation produziert. Am 22. August soll der Dok-Film Premiere feiern, im Anschluss wird mit den Protagonisten eine Podiumsdiskussion durchgeführt.

Einer dieser Protagonisten ist der Rechtsextreme Arthur Oesterle, der bei den «Pro Chemnitz»-Demonstrationen sogenannter Chefordner war.

Nebst Oesterle sind auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD), Margarete Rödel (Grüne Jugend), Prof. Dr. Olfa Kanoun (Technische Universität Chemnitz) und Wolf-Dieter Jacobi (Programmdirektor des MDR) vertreten.

Wer ist Arthur Oesterle?

Er wird zwar offiziell als Vertreter der AfD angekündigt, tatsächlich war er aber bei den Aufmärschen 2018 in der Funktion eines «Pro Chemnitz»-Demonstrations-Ordners dabei. «Pro Chemnitz» organisierte die rechten Trauermärsche mit bis zu 6000 Teilnehmern.

«Pro Chemnitz» gilt als extrem rechts und wird seit 2018 vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet. In einer Neubewertung vom Januar schreibt der Verfassungsschutz:

«Es liegen tatsächliche Anhaltspunkte für ziel- und zweckgerichtete Verhaltensweisen vor, die wesentliche Schutzgüter der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekämpfen [...], insbesondere die Garantie der Menschenwürde, das Recht auf körperliche Unversehrtheit, den Gleichheitsgrundsatz, die Gewaltenteilung und das Gewaltmonopol des Staates.»

Deutscher Verfassungsschutz

Als der MDR bekannt gab, dass Oesterle bei der Podiumsdiskussion auf der Bühne sei, hagelte es Kritik. So zum Beispiel vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA):

Oesterle war bei den Aufmärschen in Chemnitz «Chef-Ordner»:

Aber Oesterle ist eben nicht nur bei der AfD und «Pro Chemnitz», sondern war auch bei Aufmärschen der neonazistischen Partei «Der III. Weg» dabei, wie eine Aufnahme vom 1. Mai 2018 zeigt:

Das Investigativmagazin des Senders «Exakt» schrieb vor einem Jahr: «Er [Arthur Oesterle] unterstützt die AfD und ist beim rechten Verein Heimattreue Niederdorf aktiv.» Dieser wird ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet.

Darf man Rechtsextremen eine Plattform geben?

Ja, meint der MDR und rechtfertigt sich:

«Sowohl die Doku ‹Chemnitz – Stadt in Aufruhr› als auch der neue Film ‹Chemnitz – Ein Jahr danach› begleiten Arthur Österle kritisch und machen seine rechtsextremen Verbindungen transparent. Durch die Preview können alle Teilnehmer einordnen, in welchem politischen Spektrum sich A. Österle bewegt. Dem MDR ist es wichtig, aktuelle Dokumentationen vor der Ausstrahlung mit Veranstaltungen vor Ort zu begleiten. Zu MDR-Previews werden vor allem Protagonisten eingeladen, die die gesamte Bandbreite des Films widerspiegeln, um dem Publikum einen unmittelbaren Eindruck zu vermitteln und den Austausch zu ermöglichen.»

Nein, meint Georg Restle, der Leiter und Moderator des ARD-Politmagazins «Monitor», und widerspricht vehement:

Und er ist nicht allein.

Wie fielen die Reaktionen aus?

Dennis Radtke, Europa-Abgeordneter (CDU) für das Ruhrgebiet, versteht's nicht:

Margarete Rödel, ebenfalls ans Podium eingeladen, hat ihre Teilnahme abgesagt:

«Mir war bei der Zusage an den MDR nicht klar, dass es sich bei Arthur Österle um einen eingefleischten Neonazi handelt. Es sollte ihm keine derartige Bühne durch den MDR geboten werden. Da ich das nicht unterstützen möchte, habe ich meine Teilnahme an der Diskussion abgesagt.»

Margarete Rödel, Grüne Jugend Sachsen

Restle legt nach:

Ist das die Normalisierung von extrem rechten Positionen?

Kritik an der Auswahl der Gäste:

Kein Dialog mit Personen ausserhalb des demokratischen Spektrums:

Die stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos in Sachsen kritisiert ebenfalls:

Übrigens: Der MDR hält an seiner Einladung fest, bekräftigte die Pressesprecherin des Senders gegenüber der «Welt».

(jaw)

Umfrage

Findest du die Einladung von Oesterle gerechtfertigt?

  • Abstimmen

1,172

  • Ja, in einem Dialog sollten alle Meinungen vertreten sein, auch extreme.36%
  • Nein, solchen Leuten sollte man keine Plattform bieten.56%
  • Ich weiss nicht.8%

Demonstrationen in Chemnitz

65'000 Menschen zeigen in Chemnitz: #WirSindMehr

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 16.08.2019 00:07
    Highlight Highlight Passend zu Chemnitz
    Play Icon
  • Maracuja 15.08.2019 17:55
    Highlight Highlight Die Rechten (inkl. des mit marschierenden Roger Köppel) haben hartnäckig behauptet, in Chemnitz hätten mehrheitlich besorgte Bürger demonstriert. Erstaunlich, dass der MDR als Repräsentanten dieser Demonstranten nun einen Neonazi einlädt. Oder waren diese Demoteilnehmer eben doch mehrheitlich rechtsextrem und der Oesterle durchaus repräsentativ? Wie auch immer, die Biedermänner vom MRD spielen mit dem Feuer. Für die Propaganda von Extremisten sind solche Auftritte extrem nützlich (sah man auch beim ISZR), für eine freie Gesellschaft hingegen gefährlich.
  • aglio e olio 15.08.2019 17:38
    Highlight Highlight Es gibt Dinge/Anschauungen die weit darüber hinausgehen was noch diskussionswürdig ist. Diskutiert man diese dennoch, findet bereits eine Annäherung an diese, bzw. Normalisierung dieser statt.
    Darum sollte man diesem menschenverachtenden Extremisten m.M.n keine Plattform geben.
    Dann könnte man ja auch z.B. über Euthansie zum Wohle des Umweltschutzes reden. Machen wir aber nicht. Wir sind ja keine Monster.
  • Juliet Bravo 15.08.2019 17:07
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, weshalb aufrechte Demokraten Neonazis in Schutz nehmen, und ihnen eine Plattform für die Verbreitung ihrer rassistischen Propaganda eine Plattform bieten wollen.
  • Magnum44 15.08.2019 16:47
    Highlight Highlight Dürfte ja kein Problem sein, diese Witzfigur verbal zu zerstören. Immerhin hat er die "Trauerstelle" eines Halbkubaners gegen die bösen Medien verteidigt.
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 15.08.2019 17:06
      Highlight Highlight Klar ist es ein Kinderspiel gegen einen Rechtsextremen zu argumentieren. Nur bringt das absolut nichts. Das ist sprichwörtliche Perle vor die Säue werfen. Sobald die Argumente ausgehen zieht man sich in die Opferrolle zurück und labert irgendwas von "Mainstreampresse" etc
  • Purscht 15.08.2019 16:01
    Highlight Highlight Alles was er will, ist sein extremistisches Gedankengut im "normalen" Fernsehen, dem Volk als legitim zu präsentieren. Und alles unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit. Somit hat er erreicht was er will und das Fernsehen hat einem Extremisten mehr, unüberlegt eine Platform geboten.
    Ich bin ja auch dafür, dass jeder seine Meinung vertreten darf und dass man darüber diskutieren soll. Aber solche Leute wollen nicht diskutieren. Sie wollen nur ihre extremistischen Meinungen schleichend salonfähig machen.
    • Chanich das ändere? 15.08.2019 18:08
      Highlight Highlight Also ich habe keine Angst, dass die Zuschauer einer solchen Sendung danach alle "gehirnwäscht" wären. Im Gegenteil. Vermutlich sogar eher bestärkt, weil der Protagonist nicht überzeugen kann.

      Seine Teilnahme könnte umgekehrt aber dazu führen, dass ein paar seiner "Fans" wieder mal eine "normale" Diskussion schauen... und damit die extreme Bubble zumindest vorübergehend verlassen. Und vielleicht sogar wieder mal zum Nachdenken angeregt werden...

      Ausgrenzung ist kein hilfreiches Mittel gegen Ausgrenzung.
    • Maracuja 15.08.2019 21:16
      Highlight Highlight @Chanich das ändere: Ausgrenzung ist kein hilfreiches Mittel gegen Ausgrenzung

      Ich wurde - wie wohl die meisten hier - noch nie in eine Talkshow eingeladen. Ich fühl mich deswegen nicht ausgegrenzt. Die Teilnahme an einer Fernsehsendung ist kein Menschenrecht. Medien haben eine Verantwortung, dazu gehört m.E. Menschen, die Hetze betreiben und extremistisches Gedankengut vertreten, keine Plattform zu geben. Auch wenn sie mit solchen Auftritten bei der Mehrheit nur Abscheu erregen, besteht doch die Gefahr, dass sie neue Anhänger gewinnen und bestehende radikalisieren.
  • Hardy18 15.08.2019 15:41
    Highlight Highlight Wie war das mit dem Bullshitbingo?
    ...lasst den sprechen. 😄
  • *sharky* 15.08.2019 15:32
    Highlight Highlight Hiermit ist alles gesagt, resp. Georg Restle bringt es auf den Punkt;

    Benutzer Bild
  • Hecate 15.08.2019 15:17
    Highlight Highlight Wovon haben wohl die Nazis Angst, und wovon träumen sie? Bald werden wir es erfahren, denn jetzt macht man sie salonfähig und gibt denen eine grosse Plattform, was vermutlich nur der erste Schritt ist... Damit so viele Zuschauer wie möglich der Nazi Propaganda ausgesetzt werden und sich davon inspirieren lassen. Was könnte daran falsch sein, sagen viele, schliesslich sollte jeder eine Chance haben, seine Meinung zu sagen... auch wenn er Hass und Gewalt predigt. Alles in Namen der "Meinungsfreiheit". Unglaublich, dass man darauf reinfällt.
    • Juliet Bravo 15.08.2019 17:03
      Highlight Highlight Danke!!💪🏽🙏🏼
    • Alienus 15.08.2019 18:35
      Highlight Highlight Bis 1933 hatten die Nationalsozialisten auch freie Rede / Meinungsfreiheit, ab 1933 gab es durch die Nazis KEINE freie Rede / Meinungsfreiheit.

      Bitte nie wieder.

      Wehrt den Anfängen!
    • Nkoch 16.08.2019 14:01
      Highlight Highlight Wenn sich eine erwähnenswerte Menge Menschen von einem (1) TV-Auftritt über die ich-werd-jetzt-doch-Vollzeitnazi-Grenze schubsen lässt war doch lange vorher alles zu spät. Lasst ihn reden, wer ihn danach noch ernst nimmt war eh längst verloren. Übrigens immer wieder nice zu lesen wie wenig man den TV-Zuschauern zutraut. Ist wie mit muslimischen Männern, bei der kleinsten vermeintlichen Provokation werden die armen sofort zu Monstern - und der deutsche Zuschauer wird sofort dumm und unselbständig wenn mal der falsche Mann aufm Schirm auftaucht. Lächerlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 15.08.2019 14:30
    Highlight Highlight Wenn die Positionen des Mannes falsch sind, dürfte es ja ein leichtes sein ihn in einer Diskussion zu widerlegen und jedem der zuhört aufzuzeigen wo die Defizite sind.
    • Satan Claws 15.08.2019 15:45
      Highlight Highlight Rhetorisch begabte können auch Unsinn plausibel darstellen. Man sollte Hass niemals eine Plattform bieten. Zur Erinnerung es gab mal einen sehbehinderten Redner mit Klumpfuss und schlechter Idiologie.
    • geissenpetrov 15.08.2019 16:34
      Highlight Highlight Das kennt man doch bereits zu genüge. Werden rechte Argumente widerlegt, flüchten sich diese in eine kognitive Dissonanzreduktion. Hier eine Auswahl von möglichen Varianten:
      - die Systemmedien sind links
      - Das Publikum war gekauft und hat "falsch" geklatscht
      - Die Gegenseite war in Überzahl
      - Der Gesprächsverlauf zielte darauf ab, die Meinung zu diskreditieren
      - Andere Voten wurden nicht gleichermassen kritisch behandelt
      - aber die anderen auch

      Ich denke, es ergibt keinen Sinn, jedem Dummkopf eine Plattform zu bieten.
  • DocJay 15.08.2019 14:29
    Highlight Highlight Immer wieder notig...
    Benutzer Bild
    • Pümpernüssler 15.08.2019 16:31
      Highlight Highlight und wer definiert was intolerant ist? die linken? 😅
    • DocJay 15.08.2019 17:05
      Highlight Highlight Das ist jetzt wahrlich nicht so schwierig Intoleranz zu definieren. Geh einfach von deinen Grundmenschenrechten aus und schau dort, ob eine Einstellung denen gegenüber tolerant oder intolerant sind. Wenn du die als "links" bezeichnest, bist du wohl weiter rechts als du gedacht hast ;)
    • aglio e olio 15.08.2019 17:44
      Highlight Highlight Toleranz ist ebenso definierbar wie Schwangerschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • es isch wies isch (Love & Peace Edition) 15.08.2019 14:21
    Highlight Highlight Das nennt sich Demokratie.
    Beginnen wir Minderheiten den Dialog zu verweigern, verabschieden wir uns von den Werten, welche eine gesunde Demokratie ausmachen.
    Alleine schon, dass man im Vorfeld dieser Sendung über das Recht auf Meinungsfreiheit diskutieren muss, stimmt mich nachdenklicher, als seine (Oesterles) Teilnahme.
    Der Rückzug der Grünen Politikerin ist das schlechteste Zeichen, welches sie setzen konnte. Verweigert sie ihm das Recht auf freie Meinung oder fehlen ihr die Inhalte um ihm in einer Diskussion die Stirn zu bieten? Die AfD wird's zu schätzen wissen.
    • Satan Claws 15.08.2019 15:48
      Highlight Highlight Gesunde demokratische Werte mit Rassisten teilen. Klingt logisch.
    • solomon london 15.08.2019 16:25
      Highlight Highlight Wenn nur wenige tausende Menschen rechtsradikal sind aber an einem Tisch mit 5 Leuten die Rechtsradikalen eingeladen werden verzerrt dies das Bild unglaublich und andere Menschen kriegen auf einmal das Gefühl diese Meinung sei gar nicht so randständig und sehen sich berechtigt. Ich finde es in Ordnung wenn Leute sagen dürfen was sie wollen aber ein öffentlicher Sender muss ihr nicht als Plattform dienen.
  • Hayek1902 15.08.2019 14:20
    Highlight Highlight Wenn man Vertrauen in die eigenen Ideen hat, dann braucht man die Gegenseite nicht zu fürchten. Im Gegenteil, es wird einem eine Plattform geboten, um diese Öffentlichkeitswirksam verbal auseinanderzunehmen.
    • DocJay 15.08.2019 15:30
      Highlight Highlight Leider funktioniert öffentliche Meinung so nicht. Wenn die rationalen Argumente immer gewinnen würden, müssten wir ja im goldenen Zeitalter der Ratio angekommen sein.
      Die ganzen Föhnfrisuren, die zurzeit an der Macht sind, widerlegen dies eindrücklich.
  • Satan Claws 15.08.2019 14:16
    Highlight Highlight Jede Art von Behinderung hat das Recht am öffentlichen Diskurs teilzunehmen.
  • Lowend 15.08.2019 14:05
    Highlight Highlight Warum verteidigen normale, rechts denkende Schweizer eigentlich solche demokratiefeindlichen Neonazis, die aus dem deutschen Staat wieder eine Diktatur nach Hitlers Vorbild machen möchten? Nur weil die auch Ausländer hassen, oder warum?
    • Cédric Wermutstropfen 15.08.2019 15:16
      Highlight Highlight Weil in Deutschland immer noch gewaltige Demokratiedefizite herrschen. Linke Parteien und die linke „Zivilgesellschaft“ halten den freien Geist in einem Käfig der Erbschuld gefangen. Diesen gilt es aufzubrechen, damit sich ein jeder politisch so entfalten kann, wie er es für richtig hält. In Deutschland wurde alles was sich kritisch, auf rechte Art, zu den Ereignissen in Chemnitz geäussert hat, medial niedergemacht. Was geblieben ist, sind Radikale. Dass man jetzt einen Rechtsextremen als Dialogpartner für einen gesunden Diskurs braucht, ist Schuld der deutschen Verhältnisse.
    • Varanasi 15.08.2019 17:13
      Highlight Highlight @Cedric Und woher weisst du das?
      Lebst du dort?
      In Deutschland gab es schon immer Nazis. Der Unterschied ist nur, jetzt kommen sie aus ihren Löchern gekrochen und äussern sich öffentlich.
    • Lowend 15.08.2019 17:41
      Highlight Highlight Ach, für Sie sind die Rechtsextremen am Ende noch die Opfer der deutschen Demokratie, an deren totalitärem Wesen nun Deutschland genesen soll?

      Selten solchen Schwachsinn gelesen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • LibConTheo 15.08.2019 13:49
    Highlight Highlight Bei aller Kritik muss doch platziert werden, dass der MDR verstanden hat, was Demokratie bedeutet.
    • Lou10end 15.08.2019 18:25
      Highlight Highlight «Es liegen tatsächliche Anhaltspunkte für ziel- und zweckgerichtete Verhaltensweisen vor, die wesentliche Schutzgüter der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekämpfen [...], insbesondere die Garantie der Menschenwürde, das Recht auf körperliche Unversehrtheit, den Gleichheitsgrundsatz, die Gewaltenteilung und das Gewaltmonopol des Staates.»
      Wenn du wirklich der Meinung bist dass unser Demokratieverständnis beinhalten sollte dass man mit Leuten die versuchen die Demokratie abzuschaffen ernsthaft in Dialog tritt, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, gleichwertig. Not my Dem
  • fidget 15.08.2019 13:36
    Highlight Highlight Es ist doch Sinn und Zweck einer Diskussion gegenteilige Meinungen zu präsentieren. Ich gehe nicht davon aus, dass der MDR Herrn Österle eine Plattform für die Verbreitung seines Gedankengutes und seiner Parolen bietet. Und gerade weil seine Aussagen grenzwertig sind sollten die anderen Gäste teilnehmen und ihm mit Worten Paroli bieten. Jetzt sieht es eher so aus, als würden die Absagenden Herrn Österle die Bühne kampflos überlassen.
  • Maracuja 15.08.2019 13:23
    Highlight Highlight Ladet sie ein, die Neonazis, Faschisten, Salafisten usw., heisst sie willkommen in eure illustren Gesprächsrunden in euren Studios, macht die Feinde einer freien, die Menschenrechte respektierenden Gesellschaft wieder salonfähig. Gebt ihnen eine Plattform für ihr gefährliches Gedankengut und fühlt euch dabei soo tolerant. Es sind ja nicht eure Kinder, die abgeschlachtet, eure Häuser, die abgefackelt, nicht eure Leben, die bedroht werden. Und wenn es schief geht, habt ihr nichts gewusst und vergiesst ein paar Tränen für die Opfer. Meine Unterstützung für Eure Leichtsinnigkeit habt ihr NICHT!
    • Unkel Wullewu 15.08.2019 13:45
      Highlight Highlight Solange die Kapitalisten ihr gefährliches Gedankengut ungehindert verbreiten können, müssen wir uns über Rechtsextreme keine Sorgen machen. Die Kapitalisten werden nämlich alle kaputt machen, auch sich selber und die Tiere. Dagegen sind Rechtsextreme Häfelischüler, mit eingeschränktem Blick...
    • Jesses! 15.08.2019 14:27
      Highlight Highlight Nun, auch wenn diese Leute nicht öffentlich mit diskutieren: Verschwinden tun sie deswegen trotzdem nicht. Leider.
    • Maracuja 15.08.2019 18:17
      Highlight Highlight @Jesses: Verschwinden tun sie deswegen trotzdem nicht.

      Das ist leider so. Aber wenn man ihnen keine Plattform bietet, hemmt man wenigstens das Wachstum solcher Gruppierungen es n bisschen. Eine Einladung in eine Talkshow bietet Extremisten eine willkommene Bühne, deshalb lassen sie sich solche Angebot ja auch nicht entgehen. Hat man ja in CH mit den Islamisten vom ISZR gesehen.
  • Señor Ding Dong 15.08.2019 13:19
    Highlight Highlight Man schliesst die extreme Rechte schon viel zu lange aus. In solchen Diskussionen kann man sie demontieren, wenn man ja sowieso im Recht ist. Wenn man wirklich davon ausgeht, dass die mit ihrem Gewäsch zu viele Leute erreichen, sollten wir besser über Bildung sprechen, statt über Rassismus.
    • xlt 15.08.2019 14:04
      Highlight Highlight Ausschliessen? Die extreme Rechte ist an jeder Diskussion beteiligt und gibt zudem jeweils die Themen vor.
    • Señor Ding Dong 15.08.2019 15:49
      Highlight Highlight Richtig, jetzt, wo sie in allen Ländern legitimierte Parteien haben. Aber die letzten 50 Jahre hat man schlicht die Augen davor verschlossen und nicht auf Augenhöhe diskutiert. Diese Menschen existieren, und es sind nicht Wenige. Durch Stummschalten erreicht man gar nichts.
    • Juliet Bravo 15.08.2019 16:54
      Highlight Highlight Mit Rassisten und Faschisten sollte auch nicht auf Augenhöhe diskutiert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stambuoch 15.08.2019 13:04
    Highlight Highlight Wer Sprech- und Mitdiskussionsverbote fürnicht genehme Meinungen verlangt, hat von Demokratie nicht viel verstanden und stellt sich selbst auf eine Stufe mit solchen Leuten.

    Was haben die Menschen in den letzte 200 Jahren dafür gekämpft, damit man frei seine Meinung in freier Debate äussern darf. Im Moment sind wir in einer Rückwärtsbewegung, wo Rechte aber auch ganz fleissig Linke, Sprech- und Meinungsverbote aussprechen und diese mit aller Gewalt versuchen durchzusetzen.
    Eine bedenkliche Entwicklung, die jedem Demokraten zu denken geben müsste.
    Besser, man stellt solche Leute argumentativ.
  • Baccaralette 15.08.2019 12:56
    Highlight Highlight Ja, eine Diskussion ist etwas Gutes, auch wenn dabei ein Extremist zu Wort kommt.
    ABER (und könnte ich würd ichs fett und unterstrichen schrieben) hier muss eine enge Begleitung gewährleistet sein. Wenn er dann frei seine Parolen brüllt und diese Schiene fährt, geht gar nicht.
    Es muss ein kritischer Moderator her, der sowas händeln kann. Was ich schlicht bezweifle. Es müssen Gesprächspartner her, die diesem A******* die Stirn bieten, die mit Argumenten arbeiten, die ihn untergraben. Das bezweifle ich ebenfalls.
    Und darum: Keine Bühne.
  • derEchteElch 15.08.2019 12:53
    Highlight Highlight Gerade das macht unsere Demokratie aus. Wir diskutieren/argumentieren mit Leuten, die nicht unserer Meinung sind.

    Das ist die Meinungsäusserungsfreiheit!

    Wenn wir das nicht tun, bekommen sie genau das, was sie wollen, den Ausschluss aus der Gesellschaft, die Bestätigung ihrer Vorurteile gegenüber unserer Demokratie, Isolation unter Ihresgleichen.

    Manchmal habe ich das Gefühl, gewisse Journalisten der ARD (aber auch SRF oder Watson) vergessen den Auftrag neutraler, jedoch kritischer Berichterstattung..
    • Pafeld 15.08.2019 13:06
      Highlight Highlight Dann bin ich mal darauf gespannt, wie der Elch reagieren wird, wenn in der nächsten 1. Mai- Arena oder im Tschiitigs-Club im SRF ein vermummter Antifa-ler in der Runde sitzt. Denn du wärst ja der erste, der den Polizeiknüppel ziehen würde.
    • Juliet Bravo 15.08.2019 13:21
      Highlight Highlight Medien wie Watson müssen nicht neutral sein.
    • derEchteElch 15.08.2019 13:38
      Highlight Highlight @Pafeld, solange auch dieser Herr seine normal Meinung äussert und dabei keine Straftaten begeht darf er das gerne tun. Ich hör mir auch die Meinung eines Sozialisten und Antifalers an.

      Ich werde ihm aber klar sagen, in welchen Punkten ich mit ihm wieso nicht einverstanden bin. Hoffe aber, auch er akzeptiert andere Meinungen als sein linkes Weltbild..
    Weitere Antworten anzeigen
  • piatnik 15.08.2019 12:50
    Highlight Highlight es werden täglich irgentwelche radikale in tv sendungen eingeladen...
  • Sapere Aude 15.08.2019 12:42
    Highlight Highlight Mit Extremisten lässt sich nicht reden, egal von welcher Seite diese kommen. Die haben bereits dann gewonnen, wenn man sie einladet. Bezüglich dem Rechtsextremismus scheint das irgendwie noch nicht alle begriffen zu haben.
  • MartinArnold 15.08.2019 12:41
    Highlight Highlight Will man Extremismus ob links oder rechts bekämpfen, muss man ihn kennen. Da bieten sich Diskussionen mit Extremisten, um deren Beweggründe wirklich kennen zu lernen, an. Ein guter Weg um dagegen vorzugehen!
  • Lowend 15.08.2019 12:35
    Highlight Highlight Wenn man der Begründung des MDR folgt, müsste in Zukunft auch jeder Verbrecher, bis hin zu Mördern oder Vergewaltiger die Gelegenheit erhalten, die Beweggründe für seine Schandtaten darzulegen, wenn ihre Verbrechen zum Thema in den Medien werden?

    Zum Glück ist das noch irgendwie unvorstellbar, aber bei politischen Gewalttätern, speziell aus der braunen Ecke, scheint dieses Tabu gefallen zu sein.
    • Tjuck 15.08.2019 12:56
      Highlight Highlight Absolut korrekt.
    • Silverstone 15.08.2019 13:04
      Highlight Highlight Also wenn einem seine persönliche Ideologie sagt, dass man keine Ausländer im eigenen Land haben will, ist man ihrem Sinne nach per Se ein Mörder, Vergewaltiger, etc.?
      Auch eine "extreme" Meinung...
    • E7#9 15.08.2019 13:08
      Highlight Highlight Muss ja nicht grad jeder oder jede sein. Aber ja, ich finde es interessant, wenn man von Mörder und Vergewaltiger den Grund für ihre Verbrechen erfährt. Was spricht dagegen? Und ich finde es auch interessant zu hören, warum Extremisten zu solchen wurden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • What’s Up, Doc? 15.08.2019 12:31
    Highlight Highlight Nach Ansicht von Prof. Eran Halperin lassen sich eingefrorene Meinungen nur durch paradoxes Denken ändern und das geht nicht über Ausgrenzung. Eine Ausgrenzung verschlimmert die eingefrorene Meinung nur weiter. Wen es interessiert kann hier kurz nachlesen was damit gemeint ist: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/strategie-fuer-verhandlungen-paradoxes-denken-gegen-feste-meinungen-a-981020.html
  • Bruno Wüthrich 15.08.2019 12:15
    Highlight Highlight Eigentlich ist eine kritische öffentliche Auseinandersetzung auch mit extremen Exponenten eine gute Sache. Aber sie ist nicht frei von Gefahren.

    1.) Bereits jetzt stellen wir fest, dass gewisse Ansichten und Haltungen heute sehr nahe an die Normalität heran gerückt sind, die noch vor ein paar Jahren niemand auch nur anzusprechen gewagt hätte.
    2.) Eine extreme Ansicht zu haben, ist das Eine. Sie jedoch verkaufen zu können, das Andere. Doch auch Menschen mit extremen Positionen können gute Verkäufer, gute Rhetoriker sein. Wenn solche Leute ein grosses Publikum finden, bleibt einiges hängen.
  • Nkoch 15.08.2019 12:10
    Highlight Highlight Scheint ein richtig unangenehmer Mensch zu sein. Würd ich mich auch nicht mit abgeben wollen. Aber wenns ne echte Diskussion werden soll gehört diese Seite nunmal auch dazu. Muss einem nicht gefallen, ist aber so.
    • Hecate 15.08.2019 15:19
      Highlight Highlight Nazis sind viel, viel mehr als nur "unangenehme Menschen", würden deren Opfer sagen...
  • MarGo 15.08.2019 12:02
    Highlight Highlight Ist doch nichts Neues, dass in Deutschland "solchen" eine Plattform geboten wird. Die AfD stellt mit Kalbitz sogar einen Spitzenkandidaten aus diesem Metier, obwohl er nationalsozialistische Verbindungen hat und gerne mal bei "solchen" Treffen vorne mit dabei ist...
    Brauner Sumpf, der bis hier her reicht... Ich habe täglich mit Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten zu tun - und die Tendenz zu rechtem Gedankengut ist auch hierzulande stark verbreitet...
    Fazit: Sicher nicht noch ins Fernsehen einladen!
  • My Senf 15.08.2019 11:58
    Highlight Highlight Sie wollen doch nur zeigen, das auch neonazis normale Menschen wie du und ich sind.
    Nur keine Panik schieben, der will doch nur spielen
  • P. Silie 15.08.2019 11:56
    Highlight Highlight ..und es ist RICHTIG! dass man ihn einlädt.. Nazis können nur durch das sachliche Gespräch entlarvt, enttarnt und ihre logischen Fehler klar aufgezeigt werden.
    Das Nicht-Einladen würde genau das Gegenteil auslösen, als dass sich Rechtsextreme bestätigt und durch die Benachteiligung der Systempresse u.a. irrtümlicherweise in ihren Freiheiten benachteiligt sehen.

    Was mir mehr sorgen macht sind Personen wie Restle (ARD). Die ARD hat gefälligst neutralen Journalismus (Staatsauftrag) und keine Meinungsmache zu betreiben!
    • Albert Stpeck 15.08.2019 12:40
      Highlight Highlight Klar.
      Nachdem die Neonazis gesehen haben, welch hohle und menschenfeindliche Argumente ihr Sprecher raufgewürgt hat, haben sie ihre Gesinnung hinterfragt.
      So zeigen Argumente nunmal ihre Wirkung, nicht wahr.
    • Honk 15.08.2019 12:54
      Highlight Highlight Agree!
      Und ich wette, würde jemand aus dem Schwarzen Block (also dem Linken Extrem) eingeladen würde kein Hahn danach krähen. Demokratie heisst JEDEN mit einbeziehen. Auch Leute mit extremen Meinungen. Nur weil mir die Meinung eines Nazis nicht passt darf ich Ihn nicht ausschliessen. Es ist einzig darauf zu achten, dass es im Juristischen Ramen bleibt. Hetze und der gleichen muss im Kein Erstickt werden.
    • P. Silie 15.08.2019 13:16
      Highlight Highlight Wissen Sie Albert Stpeck, Sie werde immer einige wenige Ewiggestrige haben, seien es Nazis oder Sozialisten/Kommunisten. Bei beiden haben die jeweiligen Ideologien und Regime zu zig-Millionen Toten geführt! Die einen wurden einfach umgebracht, die anderen umerzogen - kommt aber trotz netter Benennung auf der einen Seite auf dasselbe raus.

      Man muss den jeweiligen Rändern zuhören, sie in öffentliche Gesprächsrunden bringen und sie mit Fakten, Zahlen, Tatsachen schlagen, ohne belustigend zu wirken.

      Nur so hat extrem Rechts wie auch extrem Links keine Chance und wird eine Randerscheinung bleiben
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kruk 15.08.2019 11:54
    Highlight Highlight Anlässlich des "Jubiläums" (tönt etwas feierlich für solche Geschehnisse) passt dies ja.

    In Gedenken daran eher nicht.
    • SörgeliVomChristophNörgeli 15.08.2019 12:12
      Highlight Highlight Natürlich nicht. Ist dort wie hier bei der SVP: Vorne wettern sie gegen Ausländerkriminalität, aber hintenrum freuen sie sich klammheimlich über jede Straftat von Ausländern.

      PS: Bin ich der einzige, der findet, der Neonazi auf dem Bild sieht eher wie ein Dschihadist aus?
    • Kruk 15.08.2019 12:52
      Highlight Highlight Du meinst wegen dem Bart? Ist wohl ein Fascho-Hipster. Die Frisur stimmt nicht für einen Dschihadisten.
  • aglio e olio 15.08.2019 11:49
    Highlight Highlight "Anlässlich des Jubiläums"
    Echt jetzt? Jubiläum? Nicht Jahrestag?
    • Julian Wermuth 15.08.2019 12:10
      Highlight Highlight Hey aglio e olio.
      Du hast natürlich recht, vielen Dank für den Hinweis. Hab's korrigiert.
  • Tjuck 15.08.2019 11:49
    Highlight Highlight In erster Linie findet eine kritische Diskussion statt. Falls diese öffentlich ist, dann ist nicht zu vermeiden, dass diese auch eine Plattform für alle Teilnehmenden darstellt, ihre Argumente öffentlich vorzubringen. Was in einer aufgeklärten Demokratie nicht problematisch ist, sondern sogar wünschenswert und notwendig. Im Rahmen des gesetzlich Zugelassenen selbstverständlich. Aufruf zur Gewalt oder zur Diskriminierung sind verboten usw.

    Dass der Sender angesichts gewisser Teilnehmer mit Kritik rechnen muss, sollte klar sein. Auch das ist erlaubt und gehört zu einer öffentlichen Diskussion.
    • ChiliForever 15.08.2019 12:05
      Highlight Highlight Ist es aber "eine Plattform für alle Teilnehmenden" und "Aufruf zur Gewalt oder zur Diskriminierung sind verboten", wenn jemand teilnimmt, der aktiv eben genau diese Aufrufe zur Diskriminierung unterstützt? Selbst wenn er es in der speziellen Sendung nicht tut? Und letzteres weiß an ja nicht im Voraus. Das die modernen Nazis aber sehr gut darin sind, ihre sonst ausgelebte Verachtung andersdenkender im öffentlichen Auftritt zu verbergen ist ja nicht neu, macht es aber nicht besser und ist neben verlogen immer noch genau so menschenverachtend.
    • Rainer Winkler 15.08.2019 12:29
      Highlight Highlight Ganz genau, könnte ich nicht besser sagen! Ausser dass der Aufruf zur Gewalt oder zur Diskriminierung auch erlaubt sein sollte sonst macht es keinen Spass.
    • Tjuck 15.08.2019 12:54
      Highlight Highlight @ChiliForever

      Ich geben dir zu 100% recht. Wer sonst immer zu Gewalt aufruft, darf nicht zu Wort kommen lassen. (Ich kenne den Typen nicht.) Oder ihn entsprechend vorführen vor laufender Kamera. Gilt für alle Extremisten: Rechtsextreme, Linksextreme, Dschihadisten usw. Man diskutiert ja auch nicht mit Thomas N. über seine Meinungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 15.08.2019 11:44
    Highlight Highlight Nicht nachgeben MDR!

    Es ist nur die übliche Twitteratimeute, welche in keinster Weise representativ für die Bevölkerung ist.
    • Things will be different when I take over the worl 15.08.2019 16:54
      Highlight Highlight Sagt der rechtsextreme Chrigi-B. Du repräsentierst vielleicht in Saudi Arabien die Mehrheitsgesellschaft, aber hier ganz bestimmt nicht.

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