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Die süddeutsche Polizei war wegen Schülermob gefordert (Archivbild).
Die süddeutsche Polizei war wegen Schülermob gefordert (Archivbild).Bild: DPA

Schüler-Mob will Polizeistation stürmen – weil Kollege in Gewahrsam ist

26.07.2019, 08:5326.07.2019, 15:11

Die Festnahme eines im Alkohol- und Drogenrausch randalierenden 15-jährigen Gasts einer Schulabschlussfeier hat in Starnberg in Bayern zu einem Grosseinsatz der Polizei geführt. Etwa hundert Schüler zogen von der Feier am Donnerstagabend zur örtlichen Polizeiwache und versuchten den Randalierer zu befreien.

Das teitle das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Freitag mit. Der Sicherheitsdienst der Schulfeier habe die Polizei wegen des unkontrolliert randalierenden 15-Jährigen alarmiert, nachdem alle Beruhigungsversuche gescheitert waren. Demnach fragte der Jugendliche einen Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts, ob er Drogen für ihn habe.

Gegenüber der Polizei habe sich der Teenager dann völlig uneinsichtig gezeigt und gepöbelt. Als er auch nicht der Aufforderung folgte, die Feier zu verlassen, nahmen ihn die Polizisten in Gewahrsam.

Bereits auf der Feier hätten mehrere Schüler versucht, die Mitnahme des 15-Jährigen zur Polizei zu verhindern. Ein Tritt nach dem Kopf eines Beamten habe sein Ziel verfehlt. Kurz nach Ankunft auf der Wache seien dann bis zu hundert Unterstützer des Festgenommenen erschienen.

Grossaufgebot der Polizei

So seien aus einer Gruppe von etwa 50 Schülern Flaschen und Steine auf die Wache geworfen worden. Einzelne versuchten sogar, die Eingangstür der Polizei aufzubrechen und das Polizeischild am Eingang herunterzureissen.

Um diese Polizeistation soll es sich handeln.
Um diese Polizeistation soll es sich handeln.Bild: AP

Erst mit Hilfe eines grossen Aufgebots von benachbarten Polizeistellen sei es gelungen, die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Ein 19-Jähriger und ein weiterer 15-Jähriger wurden vorläufig festgenommen. Nach einer Blutentnahme und der Feststellung ihrer Personalien wurden sie wieder entlassen. Der 15-Jährige wurde im Anschluss seinen Eltern übergeben.

Der 15-jährige Randalierer wurde in eine Klinik gebracht, weil er über Kopfschmerzen klagte. Ein Alkohol- und Drogenschnelltest schlug bei ihm an. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, der versuchten Gefangenenbefreiung, der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Millionärs-Vorort

Starnberg ist bekannt dafür, die höchste Millionärsdichte Bayerns zu haben. Laut der Sueddeutschen Zeitung waren es im Jahr 2018 16.6 Millionäre auf 10 000 Einwohner.

Auf Twitter fallen die Reaktionen auf den Vorfall der Schüler amüsant aus:

(mim/sda/afp)

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