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Der Beitrag, für den Susanna Ohlen nach Auftauchen der Videos kritisiert wurde.
Der Beitrag, für den Susanna Ohlen nach Auftauchen der Videos kritisiert wurde.

Flut-Reporterin schmierte sich mit Schlamm ein – nun ist sie beurlaubt

Um einen Beitrag über die Hochwasserkatastrophe authentischer wirken zu lassen, beschmierte sich Susanna Ohlen heimlich mit Schlamm. Ein Video davon ging im Netz viral, RTL zog Konsequenzen. Darauf hat die Moderatorin nun reagiert.
23.07.2021, 09:2024.07.2021, 07:23
Ein Artikel von
t-online

Seit mehr als zehn Jahren steht Susanna Ohlen für RTL vor der Kamera. Nun wurde sie vom Sender beurlaubt. Denn für einen Beitrag, in dem die 39-Jährige im Katastrophengebiet über die massiven Zerstörungen berichtete und sich selbst bei Aufräumarbeiten zeigte, soll sich die Reporterin mit Schlamm beschmiert haben.

Ein Video, welches die angebliche Aktion zeigt, wurde zuvor auf Twitter verbreitet. «Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards», heisst es in dem Statement von RTL. Deswegen habe man die Reporterin «direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt».

«Mir als Journalistin hätte das niemals passieren dürfen»

Am Mittwochabend meldete sich dann auch Susanna Ohlen zu dem Vorfall zu Wort. Auf Instagram schreibt sie: «Ich habe am Montag im Flutgebiet vor der Schalte für 'Guten Morgen Deutschland' einen schwerwiegenden Fehler gemacht.»

Weiter heisst es: «Nachdem ich an den vorherigen Tagen bereits privat in der Region geholfen hatte, habe ich mich vor den anderen Hilfskräften an diesem Morgen geschämt, in sauberem Oberteil vor der Kamera zu stehen.» Daraufhin habe sie – «ohne zu überlegen» – Schlamm auf ihre Kleidung geschmiert.

«Mir als Journalistin hätte das niemals passieren dürfen. Als Mensch, dem das Leid aller Betroffenen zu Herzen geht, ist es mir passiert.» Dann bittet sie ihre fast 40'000 Follower auf der Social-Media-Plattform um Entschuldigung.

Die gebürtige Kölnerin stand 2010 zum ersten Mal für RTL vor der Kamera. Seitdem ist sie in Formaten zu sehen wie «Guten Abend RTL», «Guten Morgen Deutschland» oder auch «Punkt 12». Wie lange Susanna Ohlen beurlaubt ist, ist nicht bekannt.

(rix/t-online)

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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M&M
23.07.2021 09:42registriert März 2016
«Mir als Journalistin hätte das niemals passieren dürfen»

Sie meint wohl, es hätte ihr nicht passieren dürfen sich erwischen zu lassen. Sonst wäre sie ganz gut damit zurecht gekommen, denke ich.
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insert_brain_here
23.07.2021 10:34registriert Oktober 2019
Das Statement von RTL ist doch pure Heuchelei. Der Sender setzt seit Jahren nur auf Sensationshascherei, Trash-Reportagen, Scripted-Reality und weiterem Schund der mit Journalismus schon längst nichts mehr zu tun hat. Wenn dann ab und zu öffentlich sichtbar wird wie der geforderte Müll produziert wird gibt man sich empört, sägt die betroffenen Mitarbeiter oder Produktionsfirma ab, wäscht seine Hände in Unschuld und macht genau gleich weiter wie zuvor.
2005
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Christian Mueller (1)
23.07.2021 09:48registriert Januar 2016
Sich selbst mit Dreck einschmieren, heisst nun 'das ist mir passiert'. die worte und ihre bedeutungen verändern sich manchmal so schnell...
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