DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Alibaba-Gründer Jack Ma ist wieder aufgetaucht – aber wo er ist, bleibt offen

20.01.2021, 06:57

Seit Ende Oktober fehlte vom bekanntesten Unternehmer Chinas jede Spur. Jetzt ist Jack Ma erstmals wieder aufgetaucht. Der Alibaba-Chef zeigte sich in einer Videokonferenz bei einer Einschaltung.

In dem 50-sekündigen Video sprach Ma, gekleidet in einen marineblauen Pullover, direkt in die Kamera aus einem Raum mit grauen Marmorwänden und einem gestreiften Teppich. Es war weder aus dem Video noch aus dem Bericht eines staatlich kontrollierten Nachrichtenportals ersichtlich, von wo aus er sprach.

Ma sprach zu Lehrern, die den «Jack Ma Rural Teachers Award» erhielten, der in früheren Jahren jeweils an einer Zeremonie in der chinesischen Küstenstadt Sanya überreicht wurde.

«Wir können uns wegen der Epidemie nicht in Sanya treffen», sagte er in der Rede, in der er nicht auf seinen Aufenthaltsort einging. «Wenn die Epidemie vorbei ist, müssen wir Zeit finden, die Reise nach Sanya nachzuholen, und dann werden wir uns wieder treffen!»

Ma kündigte in dem Video an, sich noch mehr als bislang für karitative Zwecke einsetzen zu wollen. «Ich habe in diesen Tagen gemeinsam mit meinen Kollegen gelernt und nachgedacht. Wir sind nun noch entschlossener, uns Bildung und Wohltätigkeit zu widmen», wurde Ma in seiner Ansprache anlässlich der jährlichen Veranstaltung seiner Stiftung zitiert.

Der Gründer des chinesischen Online-Giganten Alibaba war seit Ende Oktober nicht mehr öffentlich aufgetreten, seit er in einer Rede die chinesischen Regulatoren scharf kritisiert hatte. Im Anschluss hatte es Spekulationen über das Verschwinden von Ma gegeben.

Anfang November stoppten die Behörden den geplanten Börsengang der Alibaba-Finanztochter Ant Group mit Verweis auf neue Regeln. Es hätte der grösste Börsengang aller Zeiten werden sollen. Auch an anderer Front geriet Alibaba ins Kreuzfeuer, das nun auch noch wegen unterstellter Monopolvergehen von der chinesischen Kartellbehörde untersucht wird. Es wurde befürchtet, dass Peking ein Exempel statuiert. (meg)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

50 Bilder von den schönsten Orten der Welt

1 / 52
50 Bilder von den schönsten Orten der Welt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Scheisse, Peking geht WC-Papier Dieben an den Kragen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Apple und die Uiguren – Enthüllungsbericht belastet iPhone-Zulieferer schwer

Grosse Apple-Zulieferer haben Tausende Uiguren in Zwangsarbeitsprogrammen in China eingesetzt: Dies hat The Information in der Nacht auf Mittwoch enthüllt.

Sieben Firmen seien laut einer Untersuchung mit mutmasslicher Zwangsarbeit von uigurischen Muslimen und anderen verfolgten Gruppen in Verbindung gebracht worden. Die Betroffenen stammten aus der Region Xinjiang.

Apple habe bisher bestritten, mit Zulieferfirmen zu kooperieren, die von Zwangsarbeit profitierten. Die Uiguren sind eine ethnische …

Artikel lesen
Link zum Artikel