Digital
International

Fast die Hälfte aller Menschen hat kein Internet

Lazaro Rodriguez, 42, connects his cellphone at a public internet hot spot at night in Havana, Cuba on Saturday, April 14, 2018. Lazaro, who studied baking and is currently working in maintenance, sai ...
Bild: AP/AP

Fast die Hälfte aller Menschen hat kein Internet

17.04.2020, 07:0017.04.2020, 07:01

Fast die Hälfte aller Menschen hat nach Angaben der von Web-Erfinder Tim Berners-Lee gegründeten Web Foundation keinen Zugang zum Internet. «Das Internet ist eine kritische Lebensader. Und noch immer sind Milliarden Menschen nicht verbunden», sagte Web-Foundation-Präsident Adrian Lovett laut einer Mitteilung vom Freitag.

Die Vereinten Nationen haben sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2025 75 Prozent der Menschen weltweit und 35 Prozent der Menschen in am wenigsten entwickelten Ländern Zugang zu einem Breitbandanschluss haben sollen. Diese Werte werden nach einer Schätzung der Web Foundation aber nicht erfüllt. Vor allem die Bedingung «Breitbandanschluss» wird zum Stolperstein. Bis 2025 haben 70 Prozent der Menschen irgendeine Form von Internetzugang, in den am wenigsten entwickelten Ländern seien es voraussichtlich 31 Prozent.

Die meisten Menschen ohne Internetanschluss leben laut der Organisation in ärmeren Ländern. In Afrika seien nur 28 Prozent der Menschen online. Probleme gebe es aber auch in Europa oder den USA. «In New York City haben fast ein Drittel der Haushalte keinen Breitbandanschluss und in Spanien haben 19 Prozent keinen Computer», hiess es in der Mitteilung. Wenn nicht sofort entschieden gehandelt werde, werde es noch Jahrzehnte dauern, bis alle Menschen online sein könnten.

Die 2009 gegründete Organisation mit Sitz in Genf engagiert sich unter anderem dafür, Umgangsformen im Web durchzusetzen und dafür zu sorgen, dass Menschen in aller Welt gleiche Chancen haben. Gründer Tim Berners-Lee hatte am 12. März 1989 seinen Vorschlag für ein System für Informationsmanagement vorgelegt, aus dem das World Wide Web hervorging.

(sda/dpa/tog)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Momente, in denen der Pöstler einfach zu weit gegangen ist
1 / 20
Momente, in denen der Pöstler einfach zu weit gegangen ist
bild: via slyced
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Archäologen finden Maya Schätze
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
iPhone Duo: Reparatur kann teuer werden
Das faltbare iPhone Duo kostet mindestens 2000 Franken. Doch auch nach dem Kauf drohen unter Umständen enorme Kosten, wie Apple mitteilt.
Apple hat die Reparaturpreise für das iPhone Duo bekanntgegeben. Wie der Konzern auf seiner Webseite mitteilt, reichen die Kosten von 45 Franken für die Reparatur am Gehäuse bis zu 1500 Franken für sonstige Schäden.

Das teuerste Einzelbauteil ist das innere Faltdisplay: Wer es ohne den Versicherungsschutz AppleCare+ ersetzen lassen muss, zahlt 1000 Franken. Das entspricht der Hälfte des Gerätepreises.
Zur Story