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«Digitales Vermummungsverbot»: Wie Österreich gegen Hass-Kommentare vorgehen will



Wir alle kennen sie: Online-Kommentar-Schreiber. Sie verfassen unter einem Pseudonym Kommentare unter News-Artikeln. Vielfach sind die Beiträge positiv und konstruktiv, manchmal gar unterhaltsamer als der Artikel selber.

Bei manchen Schreiberlingen aber gehen in der anonymisierten Online-Welt die Pferde durch. Dann entlädt sich der Hass und die Wut, gegen Migranten und Andersdenkende, gegen Impfgegner oder -befürworter, gegen ganze Personengruppen oder einzelne Reizfiguren.

… oder gegen die watson-Redaktion:

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Video: watson/Emily Engkent

Und genau dem will die österreichische Regierung nun den Riegel schieben, wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt. Oder besser gesagt: hinter die Pseudonyme blicken und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Das Kabinett will diesen Mittwoch den Gesetzesentwurf absegnen, welcher unter dem Namen «digitales Vermummungsverbot» läuft und laut dem Zeitungsbericht eine Registrierungspflicht per Handy vorsieht.

Lanciert von ganz oben

Die Idee stösst in Österreichs Zeitungsbranche auf wenig Begeisterung. Shitstorms gebe es vornehmlich in den sozialen Medien, heisst es etwa beim «Standard». Die «Krone Zeitung» fordert eine zentrale Clearingstelle.

Den Gesetzesentwurf forciert hat Bundeskanzler Sebastian Kurz selber. Koalitionspartner FPÖ unterstützt ihn. Kurz nahm den Fall der online angefeindeten Grünen-Politikerin Sigi Maurer zum Anlass, Online-Hetze härter anzugehen.

Ob der Entwurf das Problem wirklich lösen kann, ist jedoch umstritten. Aber wir sind uns sicher, DU weisst die Antwort. Schreib sie uns doch völlig anonym in die Kommentarspalte. (aeg)

Best of «KOMMENTARE FREISCHALTEN!!!»-Mails

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • häxxebäse 10.04.2019 01:33
    Highlight Highlight China, orwell, marx, alle auf dem roten trip?
    Ganz einfach solche kommentare löschen, welche unanständig sind
  • Muselbert Qrate 08.04.2019 13:30
    Highlight Highlight Das finde ich keine schlechte Idee! Somit wären viele gezwungen zuerst zu überlegen und dann zu schreiben!
    • NotWhatYouExpect 08.04.2019 16:37
      Highlight Highlight Und gleichzeitig getraut sich niemand mehr etwas zu sagen, denn es könnte Irgendwann gegen Ihn verwendet werden.

  • N.F. 08.04.2019 13:24
    Highlight Highlight Ich ärgere mich immer über solche Hasskommentare aus der rechten Ecke. Das Problem: den Schreibern gelingt es damit, ein feindliches Klima zu erzeugen, zu spalten und ihre Botschaft zu transportieren - damit werden wir auch unbewusst beeinflusst. Plötzlich denkt man auch noch wie sie und muss aufpassen, sich dieser Hirnwäsche zu verweigern. Am besten die Kommentare in Zeitungen, wo es besonders ausgeprägt ist nicht mehr lesen. Aber Klarnamen und Registrierung bei einer Regierung aus der gleichen rechten Ecke, die gegen das ORF wettert und Medien gleichschalten will, das ist sehr gefährlich...
  • maude 08.04.2019 12:27
    Highlight Highlight Ich find es traurig aber nachvollziehbar. Zuviele angeblich Erwachsene verhalten sich im Netz auf eine Art und Weise, die sie sich sonst NIE erlauben würden. Bar jeglichen Respekts, Empathie und anderer wilden Sachen. Scheinbar geht es nicht ohne Erziehung.
    Im Netz sollten dieselben zwischenmenschlichen Regeln gelten und eingehalten werden, wie sonst auch. Es nimmt schon einen zu grossen Raum in den meisten Leben ein, als dass man es einfach ausklammern könnte.
    Und nein! ¢£¥arπ√^hu¥^&@#€!hier ist man nicht ganz anonym. Darum reiss ich mich zusammen! So, geh mal ne Runde trollen irgendwo.
  • Tagedieb 08.04.2019 12:18
    Highlight Highlight ...und wie ist es dann mit Leuten die denselben Namen tragen? Müller und Meier ist ja zB ziemlich häufig. Die Polizei würds vielleicht herausfinden aber der Mob nicht unbedingt. Also müsste man mit Fotos arbeiten um Verwechslungen zu vermeiden ? ... gefällt mir alles irgendwie gar nicht.
    Und nein, ich habe nichts zu verbergen, aber Regierungen können wechseln. Und dann kann zB homo sein (oder sonstwas völlig harmloses) plötzlich wieder zum Problem erklärt werden. Oder noch übler: ein Hacker (aus welcher Motivation auch immer) jubelt einem Komentare unter.
    Nö, ich möcht' das nicht haben.
  • Mooncat 08.04.2019 11:37
    Highlight Highlight Ach ja. Will schon jemand Wetten annehmen, wie lange es dauert, bis die Community erpicht hat, wie man trotzdem anonym bleiben kann?
  • irgendwie so: 08.04.2019 11:34
    Highlight Highlight Was seid Ihr doch für %ç&ç*"*ç*ç%%&/(&
    ihr %çç*%"ç**%ç/%&)/, so einen ((%&!Lé£à/&ç%ç*ç" Beitrag über ein
    ££àé!è`)=?()/%&/*ç-Gesetz aus diesem %&/(ç%%*ç%ç*%&-Land zu bringen.
    Euch sollte man (/&(/%&ç%ç* mit %&%çç( und *%ç%ç*""+ und dann gleich )=)(//&%&*ççW.

    Ironie off

    Konnte einfach nicht widerstehen... %&&%çç%-nochmal

  • Hanauta No Kenshi 08.04.2019 11:20
    Highlight Highlight Man sieht ja den Unterschied schon zwischen der 1/3-stunden Zeitung und dieser hier, was die Anzahl der Hasskommentare angeht.
    Liegt vielleicht aber auch generell an der Leserschaft, doch ich kann mir schon denken, dass Anonymität auf Hasskommentierer wirkt wie der Honigtopf auf Bären...
  • Fritz N 08.04.2019 11:18
    Highlight Highlight Dumme Idee!
    Ich finde es aber gerade Interessant, wie mE der eigentliche politische Grabenkampf nicht mehr zwischen Links und Rechts stattfindet (da wird eigentlich nur mit alten Klischees herumgefuchtelt), sondern zwischen Liberalen und Autoritären.. und dann wird man auf einmal von alten Feindbildern unterstützt und und umgekehrt... interessante Zeiten!
    • Ich_bin_ich 08.04.2019 14:01
      Highlight Highlight Mir gefällt das, das eröffnet neue Perspektiven und Gemeinschaften.
  • Asmodeus 08.04.2019 11:16
    Highlight Highlight Warum habe ich das Gefühl, dass die Leute die so eine Idee für gut erachten und befürworten dieselben sind, deren Posts auf Twitter und co. oft gesperrt werden, weil sie gegen die Nutzerrichtlinien verstossen?


    Ich persönlich bin absolut dagegen. Es gibt zwar Online extrem viele Leute die sich WIRKLICH daneben benehmen und VIELLEICHT würde eine Klarnamenpflicht oder sowas sie etwas eindämmen.

    Aber 1. ist sowas extrem 1984 und wird garantiert missbraucht und 2. wird es so viele Möglichkeiten geben das zu umgehen. Wegwerfnummern etc.
    • Regula Sterchi 10.04.2019 00:53
      Highlight Highlight Es gibt erstaunlich viele Menschen, die sogar unter Klarnamen sexistisch, rassistisch oder auch einfach nur arschlochig rumtrollen.

      Wegwerfnummern müssen übrigens registriert werden. Schwieriger finde ich hier, dass Mensch gezwungen werden soll, sein ganzes Netzwerk und seine Meinung öffentlich zu machen.
  • ingmarbergman 08.04.2019 11:15
    Highlight Highlight Orwell bzw China lässt grüssen. Eine im Prinzip gute Idee, die jedoch massives Missbrauchspotential birgt. Es fängt an mit Hasskommentaren, dann sind es regierungskritische Kommentare und plötzlich ist die Meinungsfreiheit weg.

    Was ich mir viel eher wünschen würde ist, dass die Medien ihre Verantwortung wahrnehmen und selber dafür sorgen, die ganzen Trolle konsequenter zu löschen. Aber so lange Klicks von Trollen wichtiger sind als Argumente und anständige Diskussionen, wird das nichts. Und wenn dann die Meinungsfreiheit plötzlich weg ist, will dann bei den Medien niemand Schuld gewesen sein.
    • Hierundjetzt 08.04.2019 14:30
      Highlight Highlight Nö. Oder schreisst Du Deine Mutter auch so an? Eben

      Meinungsfreiheit heisst, dass Du nackt im HB gegen Schengen sein kannst und der Staat dich nicht ins Gefängnis steckt

      Punkt.

      Nix Hass und Anonym ist „meinungsfrei“
    • The Destiny // Team Telegram 08.04.2019 15:31
      Highlight Highlight Wehret den Anfängen.
  • MacB 08.04.2019 11:09
    Highlight Highlight Das Problem am nicht anonymen Kommentar ist doch, dass der Arbeitgeber sieht, dass ich ihn während der Arbeitszeit schreibe :)
  • Pointer 08.04.2019 11:06
    Highlight Highlight Einschränkung der Meinungsfreiheit, hurra!
    • Astrogator 08.04.2019 11:30
      Highlight Highlight Wie, mit Klarnamen zu seiner Meinung stehen zu müssen gilt schon als Einschränkung der Meinungsfreiheit.

      Anscheinend wirkt nur schon der Gedanke daran nicht mehr (vordergründig) anonym zu sein auf die Klientel abschreckend. Finde ich gut.
    • Pointer 08.04.2019 11:48
      Highlight Highlight Als Kommentarschreiber hat man dadurch immer die Schere im Kopf. Es würde nichts mehr kritisches geschrieben, weil die Leute angst hätten, dafür belangt zu werden oder zumindest Repressalien zu erdulden. Darum lieber so lassen wie es jetzt ist.
    • Xnce 08.04.2019 11:55
      Highlight Highlight @Astrogator naja der Klarname erleichtert die Verfolgung von unerwünschten Meinungen, darum geht es ja. (Wer entscheidet was Hass ist? Ab besten Sie, oder?)

      Das ganze wird im "kommunistischen China" genau so gemacht. Dort werden Menschen weggesperrt die etwas falsches Posten.

      Aber hey, sowas kann bei uns ja nicht passieren...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Zoidberg 08.04.2019 10:45
    Highlight Highlight sigi maurer bekam nach eigener aussage die meisten nachrichten mit klarnamen. waren alles rechte, brave bürger, die noch was auf anstand und moral geben und nie wie diese linksgrünversifften vaterlandsverräter vermummt eine flasche auf die strasse werfen würden!

    aber hey, von china lernen, heisst siegen lernen! und bei einer volksabstimmung in der schweiz hätte so ein gesetz garantiert eine satte mehrheit.
  • Heinzbond 08.04.2019 10:38
    Highlight Highlight Gute Idee, bitte nachmachen...

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