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Primarschüler schauen Pornos auf Schultablets

Schulen setzen im Unterricht immer mehr auf Tablets und Laptops.
Schulen setzen im Unterricht immer mehr auf Tablets und Laptops.Bild: Shutterstock

Primarschüler schauen Pornos auf Schultablets: Jetzt will die Politik durchgreifen

13.03.2026, 14:5113.03.2026, 14:51

Früher gehörten Wandtafeln und Hellraumprojektoren in jedes Klassenzimmer, heute wurden diese durch Tablets und Computer ersetzt. Dass die Schülerinnen und Schüler darauf aber nicht nur Schulstoff konsumieren, hat eine Evaluation des Erziehungsdepartements gezeigt.

So zeigte sich bei der Untersuchung, dass Basler Primarschüler während des Unterrichts auf den Schullaptops rund 2600 Mal eine Pornoseite aufriefen. Dies ist die Erkenntnis aus dem Schuljahr 2023/2024. Damals wurde im Kanton Basel-Stadt erstmals das Tablet-Nutzungsverhalten von Schülerinnen und Schülern erfasst. Laut der «Basler Zeitung» kam das Erziehungsdepartement dabei zum Schluss, dass technische Schutzmassnahmen allein nicht ausreichen würden und es mehr pädagogische Begleitung bräuchte.

Nachtsperre ab 19 Uhr

Dieser Meinung ist auch die Basler Grossrätin Brigitte Gysin (EVP). Sie bestätigte gegenüber der «Basler Zeitung», dass sie Elternzuschriften bekommen habe, die besagten, dass die Kinder die Tablets nicht nur für Hausaufgaben nutzten und dadurch weniger schliefen.

Brigitte Gysin ist selbst Gymnasiallehrerin.
Brigitte Gysin ist selbst Gymnasiallehrerin.Bild: grosserrat.bs.ch

Aus diesem Grund fordern Gysin und die GLP-Grossrätin Sandra Bothe-Wenk nun eine altersgerechte Nachtsperre für die Schultablets. Eine solche Nachtsperre gibt es bereits in anderen Städten wie Liestal und Allschwil. Dort können die Schulgeräte ab 19 Uhr nicht mehr eingeschaltet werden.

Sandra Bothe-Wenk ist Geschäftsleiterin im Kindergarten.
Sandra Bothe-Wenk ist Geschäftsleiterin im Kindergarten.Bild: grosserrat.bs.ch

In einem Vorstoss schrieben die beiden Grossrätinnen dazu:

«Wenn bereits im schulischen Rahmen Nutzungsmuster auftreten, ist davon auszugehen, dass die Geräte auch ausserhalb der Schule nicht nur schulisch genutzt werden. Es stellt sich deshalb grundsätzlich die Frage nach altersgerechten Rahmenbedingungen.»

Gleichzeitig betonen die beiden Politikerinnen, dass sie mit ihrem Vorstoss nicht an der Digitalisierung der Schulen rütteln wollten: «Wir stellen die Digitalisierung an Schulen keinesfalls in Frage, aber möchten deren Wirkung prüfen, damit die Schüler bestmöglich unterstützt werden beim Lernen», schreibt Bothe. Eine Sperre sei auch darum sinnvoll, weil man nicht wolle, dass Kinder Hausaufgaben in den späten Abendstunden erledigen müssten. Zudem würde man damit die Eltern entlasten, damit diese nicht auch noch die Geräte aus der Schule kontrollieren müssten.

(sav)

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103 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fiesekatzekratzetatze
13.03.2026 15:16registriert September 2019
Hach, waren das noch Zeiten als wir heimlich bei der Papiersammlung die Sexheftli rausgefischt haben und sie in der Pause unter der Hand weitergegeben haben *nostalgieon*
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Der Buchstabe I (Zusammenhang wie Duschvorhang)
13.03.2026 15:53registriert Januar 2020
Ich wundere mich nicht über das Verhalten der Kinder.

Ich frage mich eher, warum die Erwachsenen (IT-Spezialisten) das nicht haben kommen sehen und die Tablets entsprechend vorbereitet haben.
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Meiner Einer
13.03.2026 15:54registriert November 2018
Die Forderung nach besseren Sperren kann ich ja noch etwas nachvollziehen, wobei solche mit genügend Know How oft umgangen werden können. ABER DIE KINDER SCHLAFEN ZU WENIG? Wo sind da erziehende Eltern? Mir wurde als Kind auch mal das Buch weggenommen, weil jetzt Zeit zum Schlafen sei (Tablets und Handys gabs halt damals noch nicht).
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