International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President Donald Trump speaks to members of the media on the South Lawn of the White House in Washington, Monday, Nov. 4, 2019, before boarding Marine One for a short trip to Andrews Air Force Base, Md., and then on to Lexington, Ky., for a campaign rally. (AP Photo/Patrick Semansky)
Donald Trump

Bei Donald Trump läuft es derzeit nicht so rund: Gordon Sondland bestätigt ein «quid pro quo» in der Ukraine-Affäre. Bild: AP

Nun bestätigt auch US-Botschafter Sondland ein «quid pro quo»: Druck auf Trump wächst



In der Ukraine-Affäre nimmt der Druck auf US-Präsident Donald Trump weiter zu. Ein US-Botschafter bestätigte, dass seine Regierung die Auszahlung einer Militärhilfe für Kiew direkt von ukrainischen Ermittlungen gegen Joe Biden, und dessen Sohn abhängig gemacht hat.

Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Protokoll von Gordon Sondlands Aussage vor Kongressausschüssen hervor. Demnach räumte der Botschafter bei der EU in seiner Aussage am 17. Oktober ein, dass er den Zusammenhang zwischen der Militärhilfe und den von Trump gewünschten Ermittlungen in einem Gespräch mit einem ukrainischen Regierungsberater hergestellt hatte.

Sondland selbst habe einem Mitarbeiter des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Botschaft überbracht, dass die Auszahlung der Militärhilfe «wahrscheinlich» nicht erfolgen werde, solange die Ukraine nicht öffentlich eine «Anti-Korruptions-Erklärung» abgebe, erklärte der Botschafter.

Er habe immer geglaubt, dass es «unklug» sei, Militärhilfe für die Ukraine auszusetzen, «auch wenn ich nicht wusste (und immer noch nicht weiss), wann, warum oder durch wen» die Hilfen zeitweise blockiert wurden, gab Sondland an.

FILE - In this July 10, 2018, file photo, President Donald Trump is joined by Gordon Sondland, the U.S. ambassador to the European Union, second from right, as he arrives at Melsbroek Air Base, in Brussels, Belgium. Sondland is expected to tell House lawmakers conducting an impeachment inquiry that he was merely repeating President Donald Trump’s reassurances when he told another envoy that there was no quid pro quo in the administration’s dealings with Ukraine.  (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)
Donald Trump,Gordon Sondland

Ein Bild aus besseren Tagen: Nun belastet Gordon Sondland den US-Präsidenten schwer. Bild: AP

Auch Stabsschef vorgeladen

Trump bestritt bereits mehrfach, die Militärhilfe deshalb zeitweise eingefroren zu haben, um die von ihm verlangten Ermittlungen durchzusetzen. Allerdings hatte bereits der Stabschef im Weissen Haus, Mick Mulvaney, in einer Pressekonferenz Mitte Oktober eingeräumt, dass das Zurückhalten der Militärhilfe als Druckmittel gedacht gewesen sei, um Ermittlungen zu erreichen.

Auch Mulvaney luden die im Repräsentantenhaus dominierenden Demokraten inzwischen als Zeugen vor. Sie wollen ihn am Freitag vernehmen. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass der Stabschef der Vorladung nachkommt.

Der geschäftsführende US-Botschafter in Kiew, William Taylor, hatte vor zwei Wochen ausgesagt, dass Trump die Hilfen in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar gezielt zurückgehalten habe. Trump hatte demnach erreichen wollen, dass Selenskyj öffentlich ankündigt, dass Untersuchungen in Gang gesetzt werden, die potenziell Trumps Rivalen Joe Biden von den Demokraten schaden könnten.

Ambassador William Taylor is escorted by U.S. Capitol Police as he arrives to testify before House committees as part of the Democrats' impeachment investigation of President Donald Trump, at the Capitol in Washington, Tuesday, Oct. 22, 2019. (AP Photo/J. Scott Applewhite)
William Taylor

William Taylor verwies in seiner Aussage auf die Rolle von Gordon Sondland in der Ukraine-Affäre. Bild: AP

Taylor verwies dabei auf ein Telefonat Sondlands. Dieser habe ihm gesagt, dass sowohl die eingefrorenen Gelder als auch ein geplanter Besuch Selenskyjs im Weissen Haus von einer solchen öffentlichen Ankündigung abhingen.

Die Militärhilfe war monatelang zurückgehalten worden, ohne dass die US-Regierung dafür öffentlich einen Grund nannte. Die Gelder wurden dann im September schliesslich doch ausgezahlt, ohne dass Selenskyj oder ein anderer ukrainischer Regierungsvertreter die mutmasslich von Trump gewünschte öffentliche Ankündigung von Ermittlungen gemacht hatte.

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus werfen Trump vor, sein Amt missbraucht zu haben, damit sich die ukrainische Regierung zu seinen Gunsten in den Wahlkampf einmischt. Sie verdächtigen den Präsidenten, die Militärhilfe als Druckmittel eingesetzt zu haben, um das osteuropäische Land zu Ermittlungen gegen Bidens Sohn Hunter zu drängen. Trump weist das zurück. Das Weisse Haus erklärte erneut, «dass der Präsident nichts Falsches getan hat». (mim/sda/dpa/afp)

Trump: Die Beschwerde des Whistleblowers

Trumps «Impeachment» erklärt:

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Füürtüfäli 06.11.2019 13:17
    Highlight Highlight Eine vom Kongress beschlossene Investition, die den Interessen und der Sicherheit der USA dient, wurde sabotiert.
    Von Präsident Donald.
    Um eine Meldung zu fabrizieren, mit der ein Konkurrent bei der nächsten Wahl angepatzt werden soll.
    Und der Donald hat wirklich geglaubt, daß alle bei einem solchen Gesetzesbruch mitmachen und sich keiner erinnert?

    Anders gesagt: Er hat während der ersten Aussage gelogen und seinen Eid gebrochen und erst als er merkte, dass es andere Zeugen gibt die seine Version als Lüge entlarvten hat er die Wahrheit gesagt.
    Jeder der irgendwie Kontakt mit Trump hat lügt.
  • TimUpson 06.11.2019 09:33
    Highlight Highlight Sondland hat gesagt:

    "I presumed that the aid suspension had become linked to Trump's discussion with Zelensky."

    Ausserdem hat er ausgesagt dass er nicht wusste "when, why or by whom the aid was suspended.
    Wieso wird hier falsches berichtet?

    Sondland ist der MEINUNG dass es ein quidproquo gab, es gibt keine Beweise dafür. Hier wird es völllig falsch dargestellt.

    Und warum steht auf Watson kein EINZIGES WORT über die Tatsache, dass ABC News Epstein gedeckt hat? Aber jeder Furz von Trump wird gross auf die erste Seite gepackt. Informiert euch. Project Veritas
    #Epsteincoverup

    • Basti Spiesser 07.11.2019 18:31
      Highlight Highlight @Löpfe wollten Sie dem nicht nachgehen?
  • Bruuslii 06.11.2019 09:05
    Highlight Highlight ein quid pro quo ist nicht strafbar.

    strafbar ist aber, wenn man es für ein persönliches politisches ziel einsetzt und insbesondere wenn man damit die wahlen beeinflussen will.

    auch obama und biden hatten ein quid pro quo mit der ukraine. dies war aber eine offene ankündigung und wurde gegen echte korruption eingesetzt (shokin hat eben NICHT ermittelt).

    trump und seine regierung verhält sich wie ein kleines kind, das behauptet die spielregeln verstanden zu haben (die durften auch, dann darf ich auch), aber nicht versteht (oder verstehen will), wann und wie diese gelten und anzuwenden sind.
    • Gleich 06.11.2019 09:21
      Highlight Highlight Sry kannst ein blitz abzählen!
    • RicoH 06.11.2019 10:19
      Highlight Highlight Welche Spielregeln meinst du?

      Doni behauptet, dass er der "ehrlichste Mann auf der Welt" sei und sein Sohn veröffentlicht gerade ein Buch mit dem Titel "Wie die Linke von Hass lebt und uns zum Schweigen bringen will".

      Bei den Trump's gibt es nur eine Regel: WIR
  • Linus Luchs 06.11.2019 08:30
    Highlight Highlight Die Zeugenaussagen und Indizien sind eindeutig. Die Trumpmafia hat versucht, die Ukraine zu erpressen und als Wahlhelfer einzuspannen. Ob Trump des Amtes enthoben wird, hängt davon ab, wie viele Abgeordnete der Republikaner als Mafiakomplizen handeln werden. Wie viele Reps lassen die USA lieber zur Bananenrepublik verkommen, als persönliche Privilegien aufs Spiel zu setzen? Ich habe noch die kleine Hoffnung, dass sich innerhalb der Republikaner aus patriotischem Antrieb eine Widerstandsgruppe formieren könnte, die gross genug ist, das Impeachment durchzusetzen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
  • Bee89 06.11.2019 08:17
    Highlight Highlight We have always been at war with Eurasia.

    Trump kann lügen wie er will, sogar in Angesicht von stichfesten Beweisen.. seine Anhänger werden ihm immer glauben.
  • Quecksalber 06.11.2019 08:13
    Highlight Highlight Sondland heisst also das Bauernopfer das für seinen grossen und (über)weisen Führer ins Gefängnis gehen wird. Am Ende wird er noch aussagen, dass er ganz alleine gehandelt hätte.
    • Hoopsie 06.11.2019 16:36
      Highlight Highlight So so und dann glauben alle, dass Sondland die Militärhilfe einfach so blockieren kann und das das keiner gemerkt hat. Ich glaube wenn der Ausweg für die Trumpbrüder so einfach wäre, dann hätten sie diesen Weg längst gewählt!
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 06.11.2019 06:13
    Highlight Highlight Den Republikanern und Fundis ist egal wie viel The Donald lügt, gegen Erzkonservative Sitten verstiess indem er unmittelbar nach der Geburt seines Sohnes Fremd ging und und und.

    Die einen sind so Machtgeil das sie jedes Prinzip über Board werfen, die anderen sehen eine Art Messias.

    Darum wird er knapp Wiedergewählt werden, leider 😔
    • Avalon 06.11.2019 09:00
      Highlight Highlight Wird er nicht!
      Es mehren sich die Anzeichen, dass immer mehr Reps sich unwohl fühlen und sobald die Beweise noch klarer werden, sich für das Impeachment entscheiden werden.
      Ausserdem wählen immer mehr US-BürgerInnen demokratisch, siehe Virginia.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 06.11.2019 09:29
      Highlight Highlight @Avalon: Ich hoffe Inständig das es so kommt aber ich erwarte nunmal nicht mehr so viel vom Ländle jenseits des Teiches
  • iisebahnerin 06.11.2019 06:12
    Highlight Highlight Ich sag nur: Jeder Mensch hat eine Wirbelsäule, aber lange nicht jeder ein Rückgrat....

    Es wäre wünschenswert, wenn sich die Damen und Herren Senatoren&Senatorinnen für's Rückgrat entscheiden würden, wenn es zur Impeachment-Abstimmung im Senat kommt. Denn mittlerweile dürfte klar sein: Das orange Trumpeltier gehört zur Spezies der Wirbellosen...
    • AdvocatusDiaboli 06.11.2019 06:57
      Highlight Highlight Ja genau, kurz vor den Wahlen (die Trump vermutlich eh verliert) noch schnell einen Bürgerkrieg riskieren, damit alle hier happy sind.
      Lieber nicht.

    • MarGo 06.11.2019 07:03
      Highlight Highlight Wirf doch bitte einen Octopus nicht in die gleiche Schublade wie die Amöbe Trump... Ersterer hat eine weit höhere Intelligenz und Anpassungsfähigkeit... Ansonsten hast du natürlich recht ;)
    • bebby 06.11.2019 07:18
      Highlight Highlight Und dann gibt es noch diejenigen, die Angst haben vor einem Präsidenten Pence.

Donald Trump in Kentucky – seine Verteidigungstaktik verfängt

In Washington steht Trump unter extremem Druck – nun sucht er den Kontakt zur seiner Wählerbasis. Die hat ihre ganz eigene Sicht auf die Impeachment-Krise.

Donald Trump stehe in seinem Leben ganz oben, sagt der kräftige Mann. «Das ist die Reihenfolge meiner Prioritäten: Ich bete jeden Abend zu Gott, ich schätze meine Waffen, und Gott möge Donald Trump segnen.» Gott, Waffen und Trump, so steht es auf dem blauen T-Shirt, das John Charles an diesem sonnigen Herbsttag trägt.

Für Charles ist der Tag gekommen, um seinem Präsidenten Solidarität zu zeigen. Er hat einen Tag Urlaub vom Job in einer Lebensmittelfabrik genommen, um Trump zu erleben, der in …

Artikel lesen
Link zum Artikel