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Trump meldet sich via Videobotschaft aus dem Militärkrankenhaus Walter Ree.
Trump meldet sich via Videobotschaft aus dem Militärkrankenhaus Walter Ree.

Trump meldet sich via Videobotschaft: In den nächsten Tagen kommt «die wahre Prüfung»

US-Präsident Trump meldet sich via Videobotschaft zu seinem Gesundheitszustand. Es gehe ihm zwar gut, die wahre Prüfung komme aber in den nächsten Tagen. Zum Schluss leistete er sich einen kleinen Scherz.
04.10.2020, 02:0504.10.2020, 12:20

US-Präsident Donald Trump hat selbst betont, dass die kommenden Tage entscheidend für den Verlauf seiner Coronavirus-Infektion sein dürften. «Ich fange an, mich wieder gut zu fühlen», sagte Trump in einer neuen Videobotschaft aus dem Krankenhaus vom Samstag.

In den nächsten Tagen komme aber «die wahre Prüfung» – «wir werden sehen, was passiert», sagte der Präsident. Das Weisse Haus hatte am Freitag noch betont, dass Trump nur leichte Erkrankungssymptome habe und nur als Vorsichtsmassnahme in die Klinik gebracht worden sei.

Neue Fotos zeigen Trump bei der Arbeit vom Krankenhaus aus

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Neue Fotos zeigen Trump bei der Arbeit vom Krankenhaus aus
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«Als ich hierher kam, fühlte ich mich nicht so gut. Jetzt fühle ich mich viel besser», sagte Trump in dem am Samstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Video. Seine Stimme klang etwas belegt und er wirkte leicht kurzatmig. «Ich muss zurückkommen, weil wir immer noch Amerika wieder gross machen müssen», sagte der Präsident in Anspielung auf sein Wahlkampf-Motto. «Ich denke, ich werde bald zurück sein.»

Zugleich verteidigte Trump seine Vorgehensweise in den vergangenen Monaten, in denen er viele öffentliche Auftritte und Wahlkampfreisen absolvierte – und dabei oft auf Vorsichtsmassnahmen wie das Tragen einer Maske verzichtete.

«Ich hatte keine Wahl, ich konnte nicht einfach nur im Weissen Haus bleiben», sagte er. «Als Anführer muss man Probleme angehen.» Mit Blick auf die US-Präsidentenwahl am 3. November sagte Trump, er wolle «den Wahlkampf so abschliessen, wie er begonnen hat».

Gegen Ende der Botschaft streute er noch einen Witz ein, als er sich zum Gesundheitszustand von Melania Trump äusserte. «Wie ihr wahrscheinlich gelesen habt, ist sie ein bisschen jünger als ich. Nur ein winziges kleines bisschen.» Ihr gehe es, wie es statistisch gesehen zu erwarten war, sehr gut.

Arzt: Trump noch nicht über den Berg – «vorsichtig optimistisch»

Der Leibarzt von Donald Trump gibt keine Entwarnung für den Gesundheitszustand des US-Präsidenten trotz «erheblicher» Fortschritte seit der Corona-Diagnose. «Während er noch nicht über den Berg ist, bleibt das Team vorsichtig optimistisch», erklärte der Arzt Sean Conley in einem in der Nacht zum Sonntag veröffentlichten Update. Trump habe weiterhin kein Fieber und brauche keinen zusätzlichen Sauerstoff. Er habe am Samstag gearbeitet und sich ohne Schwierigkeiten in seinem Quartier im Krankenhaus bewegt.

Die Sauerstoffsättigung von Trumps Blut habe bei 96 bis 98 Prozent gelegen, teilte Conley mit. Das ist ein wichtiger Wert: Wenn Covid-19 die Lunge angreift, wird der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt.

Trump habe auch ohne Komplikationen eine zweite Dosis des Medikaments Remdesivir erhalten. Es hemmt ein Enzym der Viren, das für deren Vermehrung nötig ist. Der Arzt hatte zuvor eine fünftägige Behandlung Trumps mit Remdesivir in Aussicht gestellt. Am Sonntag werde man seinen Zustand beobachten, erklärte Conley.

Trump zögerte offenbar vor Einlieferung ins Krankenhaus

Trump hat nach Informationen des Senders CNN am Freitag zunächst gezögert, sich im Krankenhaus behandeln zu lassen. Unter Berufung auf informierte Kreise berichtete der Sender in der Nacht zum Sonntag, Trumps Berater mussten den 74-Jährigen im Weissen Haus erst davon überzeugen, an Bord des Hubschraubers Marine One zu steigen.

Der Helikopter habe bereits auf dem Südrasen des Amtssitzes gewartet. Trotz Symptomen und einer bereits begonnen Therapie habe Trump zunächst nicht ins Krankenhaus gebracht werden wollen, hiess es weiter. Er habe vermeiden wollen, ernsthaft krank zu erscheinen.

Die Marine One durfte erst nach Börsenschluss abheben.
Die Marine One durfte erst nach Börsenschluss abheben. Bild: keystone

Dem Präsidenten sei gesagt worden, ein Aufenthalt in der Klinik sei besser für ihn, falls sich sein Zustand verschlechtern sollte. Hochrangige Regierungsmitarbeiter entschieden den Angaben zufolge, Trump erst nach Börsenschluss ins Krankenhaus einweisen zu lassen, um einen Absturz der Aktienkurse zu vermeiden.

Bevor Trump ins Krankenhaus gebracht wurde, soll ihm Medienberichten zufolge am Freitag im Weissen Haus zusätzlicher Sauerstoff zugeführt worden sein. Mit Blick auf den Freitag sagte Stabschef Mark Meadows am Wochenende im TV-Sender Fox News: «Gestern waren wir wirklich besorgt.» Trump habe Fieber gehabt und die Sauerstoffsättigung seines Bluts sei rapide gefallen.

(jaw/sda/dpa/cma)

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Donald Trump und das Coronavirus in 18 Zitaten

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