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Selbstanzündung während Trump-Prozess endet tödlich

Trump-Prozess in New York: Selbstanzündung endet tödlich

20.04.2024, 09:3220.04.2024, 09:33
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Ein Mann, der sich während des Strafprozesses gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump in einem Park vor dem Gerichtsgebäude in New York angezündet hat, ist US-Medienberichten zufolge tot. Der 37-Jährige erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus, wie mehrere US-Medien in der Nacht zu Samstag (Ortszeit) unter Berufung auf Polizeiquellen übereinstimmend meldeten.

epa11289524 An emergency personnel investigates the scene after a man set himself on fire at Collect Pond Park, outside Manhattan Criminal Court where former president Donald Trump is attending jury s ...
Der Mann hatte sich den Berichten zufolge mit einer Flüssigkeit übergossen und vor den Augen umstehender Passanten angezündet.Bild: keystone

Medienberichten und Augenzeugen zufolge hatte der laut den Berichten aus dem US-Bundesstaat Florida stammende Mann vor der Tat am Freitag Flugblätter in die Luft geworfen, auf denen verschiedene Verschwörungstheorien erwähnt werden. Offizielle Angaben zu seinen Motiven gab es zunächst nicht.

Der Mann hatte sich den Berichten zufolge mit einer Flüssigkeit übergossen und vor den Augen umstehender Passanten angezündet. Manche US-Medien verbreiteten Live-Aufnahmen von dem Vorfall. Einige Augenzeugen sollen noch versucht haben, zu helfen. Schliesslich kamen Polizisten und Sicherheitskräfte des Gerichts angelaufen und löschten die Flammen.

Der Mann wurde dann in einen Krankenwagen getragen und weggefahren. Die Polizei bezeichnete seinen Gesundheitszustand nach dem Vorfall als kritisch. Im Krankenhaus sei der Mann für tot erklärt worden, berichtete der Sender NBC unter Berufung auf die Polizei. Einen genauen Todeszeitpunkt aber habe die Polizei nicht genannt.

Der Vorfall ereignete sich im Collect Pond Park, direkt gegenüber dem Gerichtsgebäude, in dem derzeit der Strafprozess gegen Trump stattfindet. Das Gerichtsgebäude ist weitläufig abgesperrt, zahlreiche Polizisten sind dort im Dauereinsatz. Rundherum haben Dutzende Medienvertreter mit Kameras und Übertragungswagen Stellung bezogen.

In dem Park dürfen sich Gegner und Befürworter Trumps zu Demonstrationen versammeln, bislang taten das an den Prozesstagen allerdings nur einige wenige. Das Gelände ist ringsherum mit Barrikaden abgesperrt, hat aber auch offene Zugänge. (sda/dpa)

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61 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hundshalter Leno
20.04.2024 10:48registriert September 2023
Schon krass sich für einen Menschen zu opfern der sich selbst über alles stellt. Dem Mann wäre mehr Einsicht und Weitsicht zu wünschen gewesen.
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sinkflug
20.04.2024 13:02registriert Juli 2020
Offenbar hat der Mann auf seinen Flugblättern über Schneeballsysteme und mafiöse Bildungseinrichtungen geschrieben. Einen direkten Zusammenhang zum Gerichtsfall sehe ich da gerade keinen, ausser vielleicht den, dass Trump früher selbst eine solch obskure Bildungseinrichtung betrieben hat.
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Speedy Gonzalez
20.04.2024 10:49registriert Oktober 2023
Man sollte beim Feuer allgemein vorsichtig sein.

Wer kommt denn auf die Idee sich selbst anzuzünden?
Feuer kann nunmal verletzen, auch in Florida sollte man das wissen...

Immerhin hat Trump jetzt mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Es hat zwar keine Pro Trump Demo gegeben aber dafür hat sich einer angezündet der es nicht überlebt hat.
Das passt irgendwie zu Trump.
Seine Ideen funktionieren nicht und die Leute setzen es noch schlechter um.
Vielleicht ist aber auch er das Problem und sollte endlich seinen Hut nehmen. Ein paar Jahre Gefängnis würden ihm sicher gut tun.
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