International
Drogen

Sri Lanka: Mehr als 14'000 Festnahmen wegen mutmasslichem Drogenhandel

Sri Lanka: Mehr als 14'000 Festnahmen wegen mutmasslichem Drogenhandel

25.12.2023, 11:3825.12.2023, 17:46

Die Polizei auf dem Inselstaat Sri Lanka hat in einer landesweiten Razzia bislang mehr als 14'000 Menschen wegen mutmasslichem Drogenhandel festgenommen.

Betroffen seien Personen, die die verbotenen Substanzen verkauft oder konsumiert haben sollen, teilte ein Polizeisprecher am Montag zu den Verhaftungen mit, die seit einer Woche vorgenommen würden. Einige Menschen seien inzwischen auf Kaution freigelassen worden – um eine Überbelegung der Gefängnisse zu verhindern, wie es hiess. Ihre persönlichen Daten seien aber erfasst worden und sie müssten später vor dem Gericht erscheinen.

Sri Lanka: Spezialeinheiten der Polizei nahmen bei einem Anti-Drogen-Einsatz 15.000 Verdächtige fest.
Anti-Drogen-Einsatz in Sri Lanka.Bild: IMAGO/Gayan Sameera/imago images

Die Regierung in Colombo forderte entsprechende Ermittlungen, weil das Geschäft mit den Betäubungsmitteln auf Sri Lanka seit Jahren boomt. Das tropische Inselparadies südlich von Indien ist der Polizei zufolge auch ein internationaler Drogenhandelsplatz. Die meisten Substanzen würden über den Seeweg in das Land geschmuggelt, wo sie selbst Kinder konsumierten. Cannabis würde auch im Inland angebaut. Insgesamt sitzen derzeit nach offiziellen Angaben in den Gefängnissen mehr als 25'000 Menschen im Zusammenhang mit Drogenhandel – ein Delikt, das mit dem Tod bestraft werden kann.

Bei der derzeitigen Razzia in Häusern, Geschäften und Fahrzeugen hätten die Beamten mehr als zehn Kilo Heroin sowie andere Drogen sichergestellt. Sie hätten auch Fahrzeuge, Immobilien und Boote beschlagnahmt, die die Täter mutmasslich mit ihrem Gewinn erworben haben sollen. (cst/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Frankreich-Proteste: Schulleiter in Marseille wohl mit Benzin übergossen
Die Schülerproteste in Frankreich halten weiter an. In einem Lycée in Marseille soll es zu Angriffen auf das Schulpersonal gekommen sein.
In Frankreich schaukeln sich die Schülerproteste immer weiter hoch: Wie die Region Provence Alpes Cote d'Azur laut französischen Medien mitteilte, wurden in einer Schule in Marseille der Schulleiter, der stellvertretende Schulleiter, der Generalsekretär und ein weiterer Teamleiter am Donnerstagmorgen attackiert. Die Demonstrierenden sollen die vier mit Benzin übergossen haben.
Zur Story