International
Ebola

Schweiz schafft keine Asylbewerber mehr in Ebola-Gebiete aus

Mit wenigen Ausnahmen

Schweiz schafft keine Asylbewerber mehr in Ebola-Gebiete aus

07.11.2014, 21:1907.11.2014, 21:26
Mehr «International»

Wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika schafft die Schweiz derzeit keine abgewiesenen Asylbewerber in die am schlimmsten von Ebola betroffenen Länder Sierra Leone, Guinea und Liberia mehr aus.

EJPD-Sprecher Philipp Schwander bestätigte am Freitagabend entsprechende Informationen der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens SRF.

Laufende und bereits abgelaufene Ausreisefristen, die für abgewiesene Asylsuchende aus Guinea, Sierra- Leone und Liberia angesetzt worden seien, würden auf Gesuch hin grundsätzlich erstreckt. Auch die Behandlung von Asylgesuchen von Menschen aus diesen drei Staaten werde vorerst ausgesetzt.

Es gibt Ausnahmen

Davon ausgenommen seien Asylgesuche von Personen, welche in der Schweiz «in erheblichem Masse straffällig geworden sind oder die eine Gefährdung der inneren oder äusseren Sicherheit der Schweiz darstellen», erklärte Schwander in einer Stellungnahme. Auch Ausschaffungen von Personen aus diesen drei Staaten in einen Drittstaat werden weiter durchgeführt.

«Seit dem erstmaligen Auftreten der Ebola Epidemie im Januar 2014 in Guinea hat sich das Ebola Virus kontinuierlich ausgebreitet, dies insbesondere in den Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia. Trotz internationaler Anstrengungen konnte das Virus bisher in diesen drei Ländern nicht eingedämmt werden», begründete der Sprecher des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) den Entscheid.

«Durch Grenzschliessungen und Einschränkungen des Personenverkehrs droht den drei Ländern eine Lebensmittelkrise; die Gesundheitssysteme stehen vor dem Kollaps.»

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die Ebola-Epidemie im August zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärt. In Guinea, Sierra Leone und Liberia wurde wegen Ebola der Notstand ausgerufen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Orban spricht mit Meloni und Morawiecki über Kooperation der Rechten

Ungarns rechtspopulistischer Ministerpräsident Viktor Orban hat am Montag in Brüssel mit Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni sowie mit dem früheren polnischen Regierungschef Mateusz Morawiecki (2017-2023) gesprochen. Das berichtete Orbans Sprecher Bertalan Havasi nach Angaben der staatlichen ungarischen Nachrichtenagentur MTI.

Zur Story