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Tod von Alex Pretti durch ICE: US-Justiz ermittelt gegen Bundesbeamte

Tödliche Schüsse gegen Alex Pretti: US-Justiz ermittelt gegen Bundesbeamte

31.01.2026, 07:5431.01.2026, 07:54

Das US-Justizministerium hat nach den tödlichen Schüssen von Bundesbeamten auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis Ermittlungen eingeleitet. Vize-Justizminister Todd Blanche bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass die Bürgerrechtsabteilung des Ministeriums gemeinsam mit der Bundespolizei FBI untersuche, ob Beamte dabei gegen Bürgerrechte verstossen haben. Verfassungsmässige Rechte schützen in den USA vor unverhältnismässiger Gewalt.

Nurses and their supporters gather for a vigil for Alex Pretti outside VA NY Harbor Healthcare System, Thursday, Jan. 29, 2026, in New York. (AP Photo/Yuki Iwamura)
Immigration Enforcement New York
In den USA wird gegen ICE protestiert. Bild: keystone

Der 37-jährige Pretti war am vergangenen Samstag bei einem Einsatz von Bundesbeamten des Heimatschutzministeriums in Minneapolis tödlich getroffen worden. Medien berichteten nach dem Vorfall, dass Videoaufnahmen den anfänglichen Darstellungen aus dem Heimatschutzministerium widersprechen, wonach Pretti die Beamten mit einer Waffe bedroht habe. Der Tod des Mannes und das Vorgehen der Bundesbehörden im Rahmen der Durchsetzung der Einwanderungspolitik hatten in Minnesota und landesweit Empörung und Proteste ausgelöst.

Entscheidung löst Debatte über Gleichbehandlung aus

Man schaue sich «alles an, was Aufschluss darüber geben kann, was an diesem Tag sowie in den Tagen und Wochen davor geschehen ist», sagte Blanche bei einer Pressekonferenz. Dazu gehörten Videoaufnahmen, Zeugenaussagen und weitere Beweismittel. Das FBI ermittle, das Heimatschutzministerium arbeite parallel an einer eigenen Untersuchung.

Die Entscheidung hat eine Debatte ausgelöst, warum der Fall Pretti als möglicher Bürgerrechtsverstoss geprüft wird, nicht aber der Tod von Renée Good, die Anfang Januar ebenfalls in Minneapolis von Bundesbeamten erschossen worden war. Blanche betonte, die Bürgerrechtsabteilung untersuche nicht jeden Schusswaffeneinsatz von Sicherheitskräften. Dafür müsse es besondere Umstände oder bislang ungeklärte Tatsachen geben, die eine solche Prüfung rechtfertigten. (sda/dpa)

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