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Elektroauto

Ford stellt E-Auto-Produktion in USA teils ein

Ford stellt E-Auto-Produktion teils ein – und nimmt Riesenabschreiber in Kauf

Der US-Autobauer Ford will sein verlustreiches Elektroauto-Geschäft umkrempeln und nimmt dafür eine Riesenabschreibung in Kauf.
16.12.2025, 04:2016.12.2025, 04:20

Sie soll – grösstenteils im laufenden Quartal – 19,5 Milliarden Dollar erreichen (15,5 Mrd Schweizer Franken). Die vollelektrische Version des grossen Pickups F-150 wird eingestellt. In Zukunft will Ford stärker auf Hybrid-Fahrzeuge setzen – und bei Elektroautos auf kleinere Modelle.

Nach dem Erfolg von Tesla hatten die grossen US-Autobauer General Motors, Ford und Stellantis Milliarden investiert, um mehr Elektroautos in ihre Modellpaletten zu bringen. Dabei beschlossen sie auch, die in den USA populären Pickups zu elektrifizieren. Der F-150 ist eines der meistgekauften Modelle auf den US-Automarkt. Doch die Elektro-Pickups – egal, ob von Ford oder Teslas Cybertruck – verkauften sich nicht in den erhofften Stückzahlen.

FILE - A Ford F-150 truck is displayed at the Dearborn Truck Plant, April 11, 2024, in Dearborn, Mich. (AP Photo/Carlos Osorio, File)
Trump Japan
Die Elektroversion des F-150 verkauft sich in den USA einfach nicht.Bild: keystone

Trump liess E-Auto-Subvention auslaufen

Die Abschaffung der Elektroauto-Prämie von 7500 Dollar durch US-Präsident Donald Trump versetzte dem Markt noch einmal einen Dämpfer. Zuletzt hätten Elektroautos noch einen Anteil von fünf Prozent am Ford-Geschäft gehabt, sagte Ford-Chef Jim Farley im Wirtschaftssender CNBC. Vor dem Auslaufen der Subventionen Ende September seien es noch zwölf Prozent gewesen.

Ford machte in seinem Elektroauto-Geschäft Quartal für Quartal Milliardenverluste – die von Verbrennern und Nutzfahrzeuge aufgefangen wurden. Mit einer neuen Fahrzeugplattform will Ford ab dem kommenden Jahr günstigere Elektroautos zum Preis ab 30'000 Dollar bauen. Der Umbau hin zu Fahrzeugen mit Hybrid-Antrieb werde Tausende neue Jobs in den USA schaffen, so Ford-Chef Farley. (sda/dpa)

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62 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ohu
16.12.2025 05:15registriert Januar 2014
Erstaunt nicht…. Wer sind die Käufer von so riesigen Pickups? Genau, Trump wählende petrolheads, die nix von Umweltschutz und Elektro halten.
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Barth Simpson
16.12.2025 07:44registriert August 2020
Der Wandel der Antriebe wird unaufhaltsam kommen, egal wie sehr sich die toxische Verbrennerlobby immer noch dagegen wehrt. Man kann auch weiterhin auf Verbrenner setzen, aber dies wird weltweit betrachtet für einen immer schneller schrumpfenden Markt sein. Die Mobilitätstechologie der Zukunft ist nicht offen, sondern ökonomisch längst entschieden.
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benn
16.12.2025 08:12registriert September 2019
hybried, das schlechte aus zwei welten vereint in einem auto!
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