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Wind- und Solarkraft in EU laut Analyse um fast zwei Drittel erhöht

epa10799972 Wind turbines pictured close to Jacobsdorf, Germany, 14 August 2023. A spokeswoman for the German Federal Ministry of Economics said that expansion-related grid costs must be fairly distri ...
Windturbinen in Deutschland: Das Land hat in den vergangenen Jahren massiv in erneuerbare Energien investiert.Bild: keystone

Wind- und Solarkraft in EU laut Analyse um fast zwei Drittel erhöht

Die Wind- und Solarkapazität in der EU hat sich laut einer Analyse in den vergangenen Jahren um fast zwei Drittel erhöht. Von 2019 bis 2023 stieg sie um 65 Prozent, wobei Deutschland im Vergleich der Mitgliedsländer am meisten dazu beitrug.
03.06.2024, 03:1703.06.2024, 03:17

22 Prozent des Zuwachses der Kapazität bei Wind- und Solarenergie in der Europäischen Union (EU) ging demnach auf Deutschland zurück, gefolgt von Spanien (13 Prozent). Das zeigte ein am Montag veröffentlichter Bericht der Denkfabrik Ember.

«Diese beiden Länder waren zwar führend, doch in der gesamten Region wurden grosse Fortschritte erzielt», heisst es in dem Bericht. Mehr als die Hälfte der 27 EU-Mitgliedsländer hätten ihre Wind- und Solarkapazitäten in dem Zeitraum mindestens verdoppelt.

Täglich 230'000 neue Solarmodule

Mit Blick auf die EU-weite Entwicklung sticht der Ausbau der Solarenergie besonders heraus: Von 2019 bis 2023 hat sich die Solarkapazität den Angaben nach mehr als verdoppelt, sodass sie im vergangenen Jahr 257 Gigawatt betrug. «Das entspricht der Installation von mehr als 230'000 Solarmodulen pro Tag in diesen vier Jahren», erklärten die Autorinnen des Berichts. Die Windkapazität sei im gleichen Zeitraum um fast ein Drittel auf 219 Gigawatt gestiegen.

Diese neuen Wind- und Solarkapazitäten trieben dem Bericht zufolge den Anteil von Wind- und Solarenergie am EU-Strom nach oben: von 17 Prozent im Jahr 2019 auf 27 Prozent im Jahr 2023.

Warum sich die Energiestruktur in Europa ändert

Seit 2019 habe sich der EU-Energiesektor stark gewandelt, teilte die Denkfabrik mit. «Ehrgeizige, weltweit führende klimapolitische Massnahmen in Verbindung mit gezielten Massnahmen zur Abkehr von russischem Gas haben sich zu einer echten und nachhaltigen Dynamik verfestigt», sagte Expertin Sarah Brown von Ember.

Die EU-Kommission mit Präsidentin Ursula von der Leyen an der Spitze nahm am 1. Dezember 2019 ihre Arbeit auf. Eines ihrer grössten Projekte ist der sogenannte «Green Deal» – eine Strategie, die Massnahmen in Bereichen wie Verkehr, Industrie oder Landwirtschaft und ebenso Energie umfasst. Bis 2030 sollen etwa erneuerbare Energien 42,5 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der EU ausmachen. Daneben sorgte auch die Energiekrise infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine 2022 für einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren. Die EU bemüht sich, unabhängiger von russischem Gas zu werden. (sda/dpa)

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