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epa04130684 A protest banner from Greenpeace with text reading 'Stop Risking Europe!' is seen at the Fessenheim nuclear power plant in Fessenheim, France, 18 March 2014. An estimated 50 activists entered the grounds of the nuclear power plant. The environmental organization says it wants to draw attention to the 'danger of aging nuclear power plants in Europe'.  EPA/PATRICK SEEGER

Umweltaktivisten bei einer früheren Protestaktion gegen das uralte AKW in Fessenheim, das noch im ersten Halbjahr 2020 abgeschaltet werden soll. archivBild: EPA/EPA

Frankreich stoppt Bau neuer Atomkraftwerke – und prüft Umstieg auf erneuerbare Energien

Interessant aus Schweizer Sicht: Das AKW in Fessenheim nahe der Landesgrenze soll ab Februar abgeschaltet werden.



Im Oktober hatte Frankreich angekündigt, sechs neue AKW bauen zu wollen, wie Spiegel Online am Donnerstag berichtete. Nun liege das Projekt auf Eis, eine endgültige Entscheidung werde es frühstens 2022 geben.

Die französische Umweltministerin Elisabeth Borne kündigte am Mittwochabend bei einer Anhörung in der Pariser Nationalversammlung an, die Entscheidung sei auf frühestens Ende 2022 verschoben worden. Der Spiegel-Bericht hält fest, dass dies nach der ersten Amtszeit von Präsident Emmanuel Macron sei. Bis dahin solle nach Bornes Worten auch ein Umstieg auf erneuerbare Energien geprüft werden.

Erst im Oktober 2019 sei durch einen Medienbericht publik geworden, dass Frankreich plane, sechs neue Atomreaktoren zu bauen. Dass das Projekt nun erst einmal nicht weiterverfolgt werde, liegt laut Spiegel-Bericht an technischen Problemen im nordfranzösischen Atomkraftwerk Flamanville.

This undated photo provided by Electricite de France (EDF), France's state-run utility company, shows the current nuclear plant of Flamanville, Normandy, France. French authorities say there has been an explosion in a nuclear power plant's machine room early on Thursday, Feb. 9, 2017, but that there is no leak of radiation. No injuries have been reported. (Pierre Berenger/EDF via AP)

Das AKW in Flamanville in der Normandie. archivBild: AP

AKW nahe der Schweizer Grenze wird abgeschaltet

Laut der Umweltministerin wolle man warten, bis der neue Druckwasserreaktor des AKWs in Betrieb gehe. «Wegen Baumängeln und massiver Sicherheitsbedenken der Atomaufsicht hatte sich das Projekt immer weiter verzögert.»

Nicht ausgeschlossen sei auch ein Szenario, das langfristig «Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen» vorsehe. All diese Modelle müssten eingehend geprüft werden, um dann «eine rationale Entscheidung» fällen zu können, schreibt Spiegel Online zur neuen Haltung der Franzosen.

Aus Schweizer Sicht interessant: Am 22. Februar werde begonnen, das älteste französische Atomkraftwerk in Fessenheim unweit von Freiburg im Breisgau abzuschalten. Darauf habe Deutschland wegen Pannen jahrelang gedrungen. Der zweite Reaktor solle Ende Juni endgültig vom Netz gehen.

(dsc)

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