International
EU

Estland verhängt Einreiseverbote für Kriegsteilnehmer aus Russland

Estland verhängt Einreiseverbote für russische Kriegsteilnehmer

06.02.2026, 16:4006.02.2026, 16:40

Estland hat weitere Einreiseverbote gegen Russen verhängt, die in Russlands Krieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben.

Nach Angaben des Innenministeriums wurden 1'073 Kämpfer auf eine schwarze Liste von Personen gesetzt, die nicht mehr in das baltische EU- und Nato-Land einreisen dürfen. Darauf befinden sich bereits die Namen von 261 weiteren ehemaligen Kämpfern, die Mitte Januar mit einem Einreiseverbot belegt wurden.

«Russische Militärangehörige, die in der Ukraine gekämpft haben und dort weiterhin kämpfen, haben getötet, zerstört, vergewaltigt und geplündert. Die Schliessung des gemeinsamen europäischen Sicherheitsraums und des Schengen-Raums für sie liegt im Interesse unserer aller Sicherheit», sagte Innenminister Igor Taro unter Verweis auf die Risiken, die von vormaligen Kriegsteilnehmern ausgingen. «Es kann nicht sein, dass man heute Menschen tötet und morgen im zivilisierten Europa Urlaub macht.»

Estland grenzt im Osten an Russland und setzt sich vehement für ein EU-weites Einreiseverbot für russische Kriegsteilnehmer ein. Nach Angaben der Regierung in Tallinn haben schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen russische Staatsbürger an Russlands bewaffneter Aggression in der Ukraine teilgenommen. Davon seien etwa 640'000 noch immer im Kriegseinsatz an der Front. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Kampf im Cockpit, Panik in der Kabine: Das Protokoll des Horrorflugs nach Tel Aviv
Ein Co-Pilot soll den Kapitän mit einem Messer attackiert haben. Passagiere greifen ein, Ersatzpiloten übernehmen die Boeing. Wie der Flydubai-Flug nur knapp einer Katastrophe entging.
Schreie dringen aus dem Cockpit. Dann beginnt das Flugzeug zu schwanken. Mehr als 170 Menschen sind an diesem Mittwochmorgen von Dubai nach Tel Aviv unterwegs. Vorne wird gekämpft. Die Maschine verliert rasch an Höhe. Passagiere berichten später von blutverschmierten Hemden und der Angst, abzustürzen.
Zur Story