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SOS Mediterranee team members from the humanitarian ship Ocean Viking approach a boat in distress with 30 people on board in the waters off Libya, Wednesday, Nov. 20, 2019. Ocean Viking, operated by Doctors Without Borders (Medecins Sans Frontiers MSF) anD SOS Mediterranee, has rescued another 30 people from a boat in distress off the Libyan coast, bringing the total number of migrants aboard the rescue vessel to 125. (Hannah Wallace Bowman/MSF via AP)

Wichtige EU-Länder wie Italien und Deutschland aktivieren einen Verteilungsmechanismus von Bootsmigranten aus dem Mittelmeer. Bild: AP

EU aktiviert neuen Mechanismus zur Verteilung von Bootsmigranten



Italien, Deutschland, Frankreich und Malta haben erstmals einen neuen Mechanismus zur Verteilung von auf dem Mittelmeer geretteten Migranten aktiviert. In den vergangenen Tagen wurden erneut über 200 Personen aus dem Mittelmeer gerettet.

epa07865224 The Ocean Viking rescue ship arrives in the port of Messina, Sicily Island, southern Italy, 24 September 2019. Ocean Viking arrived in front of the port of Messina, with 182 migrants, including women and children, one of whom was only eight days old, rescued in recent days off the coast of Libya.

Das Rettungsschiff «Ocean Viking» im Hafen von Messina auf Sizilien. Bild: EPA

Für die Aufnahme von 213 Migranten auf dem Rettungsschiff «Ocean Viking» beantragten die vier Länder gemeinsam bei der EU-Kommission, den im September vorläufig vereinbarten Verteilungsmechanismus zu aktivieren, wie das italienische Aussenministerium am Samstag mitteilte.

«Das ist das erste Mal, dass das passiert ist», hiess es aus Rom. Die vier EU-Länder hatten im September eine Vorvereinbarung über die Verteilung von Bootsflüchtlingen unterzeichnet, nachdem darüber immer wieder gestritten worden war. An Bord der «Ocean Viking» befanden sich am Samstag noch 213 Migranten, die die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée in den vergangenen Tagen aus dem Mittelmeer gerettet hatten.

Die italienische Küstenwache rettete am Samstag mehr als 140 Menschen aus dem Mittelmeer, deren Schiff vor der Insel Lampedusa gekentert war. «Die Mannschaften von vier Patrouillenbooten haben 143 Menschen gerettet, die ins Wasser gefallen waren», teilte die Küstenwache mit. Nach Angaben von Überlebenden wurden etwa 20 Insassen noch vermisst, nach ihnen wurde am Abend weiter gesucht.

Das etwa zehn Meter lange Flüchtlingsboot kenterte den Angaben zufolge etwa eine Seemeile (1,8 Kilometer) vor Lampedusa. Die 143 Geretteten konnten im Hafen der Insel an Land gehen. An der Suche nach den vermisst gemeldeten Flüchtlingen beteiligten sich mehrere Schiffe der italienischen Küstenwache sowie zwei Flugzeuge der europäischen Grenz- und Küstenschutzagentur Frontex. (sda/afp)

Private Seenotretter im Mittelmeer

Rettungsschiff «Open Arms» hat angelegt

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 24.11.2019 16:01
    Highlight Highlight Im Mittelmehr ist wieder ein Boot mit 169 Flüchtlingen gekentert. Die Schweiz soll endlich etwas dagegen tun: Eine Luftbrücke und alle Flüchtlinge in die Schweiz bringen!
    • Mügäli 24.11.2019 17:46
      Highlight Highlight @Turicum - das ständige Trollen nervt langsam, führen Sie doch einen konstruktiven Dialog anstatt ständig nur die gleichen absurden Forderungen zu stellen ..
    • Guten Tag 25.11.2019 16:16
      Highlight Highlight Immer wieder diese abstruse Trollerei von Turicum. Von wo ist der bloss entwichen?
  • Mügäli 24.11.2019 10:10
    Highlight Highlight Viele dieser Menschen kommen aus Ländern welche eigentlich über genug Ressourcen und Mittel verfügen würden, vor Ort ein gutes Leben führen zu können. Nur leider wird dieser Reichtum durch einige Wenige gestohlen und auch durch viele Grosskonzerne abgezweigt. Solange wir zumindest (heisst die führenden Wirtschaftsmächte) diesem Diebstahl kein Einhalt gewähren, werden diese Menschen den Weg in eine bessere Zukunft antreten. Die Konzerninitiative ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Konzerne zahlen nämlich die Folgen ihres Handelns nicht sondern wir bzw. diese Menschen ..

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