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epa08105386 Croatian presidential candidate of Social Democratic Party (SDP) Zoran Milanovic (R) speaks to supporters as his wife Sanja Pusic (L) looks on during an election night rally in Zagreb, Croatia, 05 January 2020.  According to initial exit polls, milanovic has won presidential elections with 54 percent of votes ahead of incumbent president Kolinda Grabar-Kitarovic.  EPA/DANIEL KASAP

Der neue kroatische Präsident gilt als kühl, geradlinig und unbestechlich. Bild: EPA

Sozialdemokrat Milanovic wird Kroatiens neuer Präsident



Der Sozialdemokrat Zoran Milanovic hat die Präsidentenwahl in Kroatien gewonnen. Der 53-jährige kam auf knapp 53 Prozent der Stimmen, wie die kroatische Wahlkommission am Sonntagabend nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen in Zagreb mitteilte.

Damit verhinderte er die Wiederwahl der konservativen Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarovic, die nur etwas mehr 47 Prozent der Wähler hinter sich hatte.

epa08104146 Croatian President and presidential candidate Kolinda Grabar-Kitarovic casts her ballot at a polling station during the presidential elections second round, in Zagreb, Croatia, 05 January 2020. Croatians head to the polls for a run-off in the presidential elections.  EPA/DANIEL KASAP

Die konservative Grabar-Kitarovic verpasste die Wiederwahl. Bild: EPA

Milanovic hatte bereits die erste Runde der Präsidentenwahl vor zwei Wochen mit 29.6 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Grabar-Kitarovic war auf 26.7 Prozent der Stimmen gekommen.

Die Präsidentin hoffte aber noch auf Stimmen aus der Anhängerschaft des ultra-rechten Volksliedmusikers Miroslav Skoro. Er war in der ersten Runde mit 24.4 Prozent der Stimmen als Drittplatzierter relativ knapp ausgeschieden.

Zeremonielle Befugnisse

Das Staatsoberhaupt hat in Kroatien vor allem zeremonielle Befugnisse, da die Regierungsgeschäfte vom Ministerpräsidenten geführt werden. Dennoch galt die Wahl auch als Indikator für die Stärke des rechten und des linken Lagers vor den Parlamentswahlen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte.

Die relativ deutliche Niederlage von Grabar-Kitarovic dürfte in der konservativen Regierungspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) Nervosität und Richtungsdebatten auslösen. Die abgewählte Präsidentin kommt aus der HDZ, die Partei hatte sie im Wahlkampf offiziell unterstützt. Die SDP (Sozialdemokratische Partei Kroatiens) hatte Milanovic unterstützt. Sein Sieg kommt auch der Partei zugute. (sda/dpa)

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