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EU verhängt Sanktionen gegen iranische Sittenpolizei

EU verhängt Sanktionen gegen iranische Sittenpolizei

17.10.2022, 10:4817.10.2022, 10:48
Protesters gather outside the UN headquarters in Erbil on Sept. 24, 2022, to protest the death of Masha Amini, who had fallen into a coma for three days after being detained by the morality police in  ...
Bild: keystone

Die EU wird nach Angaben von Deutschlands Aussenministerin Annalena Baerbock Sanktionen gegen die iranische Sittenpolizei verhängen.

Ziel sei es, die Verantwortlichen für brutale Verbrechen an Frauen, Jugendlichen und Männern zur Verantwortung zu ziehen, sagte die Grünen-Politikerin am Montag am Rande eines EU-Aussenministertreffens in Luxemburg.

Die Betroffenen sollten nicht mehr in die EU einreisen dürfen. Zudem können auch Vermögen eingefroren werden.

Hintergrund des Vorgehens der EU ist die jüngste Unterdrückung von Protesten im Iran. Sicherheitskräfte waren zuletzt brutal gegen Menschen vorgegangen, die landesweit gegen den repressiven Kurs der Regierung, den Kopftuchzwang sowie das Herrschaftssystem demonstrieren.

Auslöser der Proteste ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die junge Frau war am 16. September unter ungeklärten Umständen gestorben, nachdem sie wegen ihres angeblich «unislamischen Outfits» von der Sittenpolizei festgenommen worden war. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Baerbock sagte am Montag, im Iran würden Frau, die ohne Kopftuch aus dem Haus gehen oder abends gemeinsam singen und tanzen wollten, dafür verprügelt und zum Teil umgebracht. Es gehe um Verbrechen gegen Jugendliche, Kinder und Frauen, «die nichts anderes wollen, als in Frieden und in Freiheit zu leben». (aeg/sda/dpa)

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