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FIFA-Ethik-Kommission will Blatter offenbar suspendieren +++ Auch Platini rückt nun in den Fokus +++ Warner lebenslänglich gesperrt



Offenbar steht die Suspendierung des amtierenden FIFA-Präsidenten Sepp Blatter durch die interne Ethik-Kommission kurz bevor, das berichtet die deutsche Zeitung «Welt» unter Berufung auf ungenannte Quellen aus dem Umfeld des Weltverbands.

FIFA President Sepp Blatter drives his car into the garage of the FIFA headquarters on his way to work in Zurich, Switzerland, Tuesday, Sept. 29, 2015. Blatter was questioned by Swiss investigators on Friday about why FIFA paid 2 million Swiss francs (about $2 million) to UEFA President Michel Platini in 2011 for work supposedly carried out at least nine years earlier. (AP Photo/Michael Probst)

Sepp Blatter am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit. Sieht aus, als ahnte er, dass es nicht sein Tag werden würde.
Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

Zugleich sollen Ermittler der Bundesanwaltschaft nun auch UEFA-Präsident Michel Platini ins Visier genommen haben. Der Franzose ist als Empfänger einer Zahlung über zwei Millionen Franken Auskunftsperson im Strafverfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gegen Blatter.

FILE - In this June 7, 2008 file photo UEFA President Michel Platini, left, and FIFA President Josef Blatter, right, aarrive for  a reception by the Swiss Federal Council to mark the start of the Euro 2008 European Soccer Championships in Switzerland and Austria, in Kehrsatz, near Bern. On Friday, Sept. 25, 2015 Swiss attorney general opened criminal proceedings against FIFA President Sepp Blatter.  (Alessandro della Valle/Keystone via AP)

Amigos: Michel Platini und Sepp Blatter.
Bild: AP/KEYSTONE

Offenbar ist die Summe, die im Raum steht, aber eine viel grössere. Wie die Welt schreibt, erhielt Platini «viel mehr Geld als die bislang bekannten zwei Millionen Franken». Platini hat laut dem Bericht bereits während seiner Tätigkeit für die FIFA zwischen Januar 1999 und Juni 2001 einen regulären Lohn erhalten. Dieser soll sich auf zwischen 300'000 und 500'000 Schweizer Franken belaufen haben. Auch der Franzose soll nun angeblich von der Ethik-Kommission gesperrt werden.

Bereitschaft zur Kooperation

Nach Bekanntwerden des Strafverfahrens gegen Blatter hatten sowohl der FIFA-Präsident als auch der UEFA-Vorsitzende beteuert, keine unrechtmässigen Geschäfte getätigt zu haben. Zudem haben die Beteiligten angekündigt, mit den Ermittlern kooperieren zu wollen.

Blatter hatte noch am Montag ausgeschlossen, vorzeitig von seinem Posten als Präsident des Weltfussball-Verbands zurückzutreten.

Platini verschickte gestern diesen Brief an die Mitglieder der UEFA.

FIFA sperrt Jack Warner lebenslänglich

Die FIFA-Ethikkommission gab am Dienstag bekannt, dass sie Jack Warner lebenslänglich von sämtlichen Fussballämtern sperrt. Der frühere Fifa-Vizepräsident aus Trinidad und Tobago habe in seiner Zeit als Funktionär eine Hauptrolle beim Anbieten, Annehmen und Akzeptieren von illegalen Zahlungen gespielt. Das teilte die Ethikkommission am Dienstag mit. Warner gehört dort zu den angezeigten FIFA-Funktionären, denen ein Strafverfahren droht.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Nächste Auslieferung

Die Schweiz hat der Auslieferung des vierten FIFA-Funktionärs an die USA zugestimmt. Das teilt das Bundesamt für Justiz in einem Communiqué mit. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Präsident der costa-ricanischen Fussball-Föderation, Eduardo Li. Li war am 27. Mai zusammen mit sechs weiteren FIFA-Funktionären in Zürich verhaftet und in Auslieferungshaft versetzt worden.

Dem Costa Ricaner wird vorgeworfen, beim Verkauf von Marketingrechten anlässlich der Quali-Spiele für die WM 2018 Bestechungsgelder angenommen zu haben. Der Entscheid des Bundesamts für Justiz ist noch nicht rechtskräftig. Li kann innert 30 Tagen eine Beschwerde beim Bundesstrafgericht erheben.

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(wst/phi/meg/aeg)

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