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happy meal 6 jahre alt https://www.facebook.com/balancedhealthchiropracticalaska/posts/10153433398490669

Der Kassenzettel zeigt: Das Menu wurde am 8. Januar 2010 gekauft.
Bild: facebook/jenniver lovdahl

Wie ein Happy Meal, das vor 6 Jahren gekauft wurde, heute aussieht? So!



Die Amerikanerin Jennifer Lovdahl ist von Beruf Chiropraktikerin – sie beschäftigt sich also Tag für Tag mit dem Thema Gesundheit. Das ist auch der Grund für ihr Experiment, das sie am 8. Januar 2010 gestartet hat. An diesem Tag kaufte sie bei Mc Donald's ein Happy Meal – aber nicht um es zu essen, sondern um zu schauen, was damit passiert, wenn man es mehrere Jahre im Büro aufbewahrt.

Nun, sechs Jahre später, hat sie das Geheimnis gelüftet und ein Foto davon auf Facebook gepostet. So sehen die Chicken Nuggets und die Pommes Frites heute aus:

https://www.facebook.com/balancedhealthchiropracticalaska/posts/10153433398490669 happy meal 6 jahre alt

Sieht eigentlich ziemlich normal aus.
bild: facebook/jennifer lovdahl

Lovdahl findet das Ergebnis absolut schockierend. Sie schreibt:

«Es lag die ganze Zeit in unserem Büro und ist nicht verfault, verschimmelt und hat sich auch kein bisschen zersetzt. Es riecht einfach nach Pappe. Wir haben dieses Experiment gemacht, um unseren Patienten zu zeigen, wie ungesund dieses Essen ist. Vor allem für unsere heranwachsenden Kinder. Es stecken so viele Chemikalien in unserem Essen! Entscheide dich für richtiges Essen! Äpfel, Bananen, Karotten, Sellerie ... Das ist richtiges Fast Food.»

Das Ergebnis von Lovdahls Experiment ist in der Tat verblüffend, ganz neu ist ihre Erkenntnis jedoch nicht: In den letzten Jahren tauchten immer wieder Geschichten von Fast-Food-Produkten auf, die auch nach Jahren noch verhältnismässig normal aussahen – wie zum Beispiel dieser Burger, der 14 Jahre lang aufgehoben wurde.

Eine dieser Grusel-Geschichten nahm die Sendung Galileo zum Anlass, um herauszufinden, warum die Produkte so gut erhalten bleiben. Demnach stecken in den fraglichen Produkten – entgegen Lovdahls Annahme – keine Konservierungsstoffe, oder wie sie es nennt «Chemikalien». Es ist viel mehr so, dass einerseits der Salzgehalt und andererseits die trockene Umgebung dafür verantwortlich sind, dass die Produkte nicht schimmeln. Damit Bakterien sich vermehren könnten, wäre Feuchtigkeit nötig gewesen. (viw)

Hier das Posting im Original:

Passend dazu: Fiese Foodporn-Fails

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