International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04895188 A composite image of US serviceman Spencer Stone (L-R), US student Anthony Sadler and US serviceman Alek Skarlatos during a press conference held at the US embassy in Paris, France, 23 August 2015. The three men stopped a Moroccan citizen Ayoub El-Khazzani who opened fire on a high-speed Thalys train travelling to Paris from Amsterdam leaving at least two people injured on 21 August 2015.  EPA/ETIENNE LAURENT

Überwältigten den Angreifer: Die Amerikaner Spencer Stone (links), Anthony Sadler (mitte) Alek Skarlatos (rechts). Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

Vater von Thalys-Angreifer bestreitet politisches Motiv: «Er sprach nur über Fussball und Fischen»



Der Vater des mit einer Kalaschnikow bewaffneten Angreifers im Schnellzug von Amsterdam nach Paris hat seinen Sohn in Schutz genommen. Er räumte aber ein, dass er keine Ahnung habe, was seinen Sohn zur Tat veranlasst haben könnte.

«Er war ein guter Junge, sehr fleissig», sagte der Vater des 25-Jährigen laut einem Bericht der britischen Zeitung «The Telegraph» vom Sonntag. Der Vater gab auch an, er habe seit mehr als einem Jahr nicht mehr mit ihm gesprochen.

«Was sollte er tun? Was sollte er essen?»

Ein politisches Motiv hielt der Vater allerdings für unwahrscheinlich. Sein Sohn habe «nie über Politik gesprochen, nur über Fussball und Fischen», sagte der Marokkaner laut «Telegraph» unter Tränen. Die Familie lebt demnach seit 2007 in Spanien, der im andalusischen Algeciras ansässige Vater arbeite in der Recyclingindustrie.

Thalys

Dieses Bild des Thalys-Angreifers kursiert auf Twitter. Bild: twitter

Der Vater beklagte laut «Telegraph», dass ein französisches Telekommunikationsunternehmen seinen Sohn mit einem Halbjahresvertrag nach Frankreich gelockt und ihn nach einem Monat einfach rausgeschmissen habe. «Was sollte er tun? Was sollte er essen?», sagte der Vater der britischen Zeitung.

Anschlagsabsicht umstritten

Der 25-jährige Marokkaner war am Freitag mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einem Teppichmesser in den Thalys-Schnellzug gestiegen. Mehrere Passagiere überwältigten ihn und verhinderten dadurch vermutlich ein Blutbad. Einer der an der Aktion beteiligten US-Soldaten und ein Reisender wurden verletzt. 

Beim Verhör durch Anti-Terror-Ermittler in Paris bestritt der Marokkaner jegliche Anschlagsabsicht. Der junge Mann fiel aber bereits den spanischen Sicherheitsbehörden auf wegen Reden, in denen er den bewaffneten Kampf gegen Ungläubige propagierte. Laut französischen Ermittlern lebte der junge Mann von Gelegenheitsjobs und kleineren Delikten, darunter Drogenhandel. (sda/afp)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Polizei tötet Strassburger Attentäter – dann lässt TV-Sender diesen Song laufen 🤦🏽‍♀️

Während einer Sondersendung zum Tod des Strassburg-Attentäters Chérif Chekatt ist es beim französischen Fernsehsender BFMTV zu einer makaberen Panne gekommen: Etwa eine Minute lang ertönte am späten Donnerstagabend Bob Marleys «I Shot the Sheriff» über den Kanal. Chekatt war kurz zuvor von Polizisten in Strassburg erschossen worden.

Nachdem sich zahlreiche Zuschauer in den sozialen Netzwerken empört geäussert hatten, entschuldigte sich BFMTV am Freitag auf seiner Website und in …

Artikel lesen
Link to Article